312  Herman  Hoffman

der  handlung  gwest,  als  man  den  frommen  graven  und  die  vom  adel
durch  die  spies  gejagt,  der  hat  darzu  gepfiffen,  wann  ainer  geloffen,
und  also  sein  frolocken  mit  inen  gehabt.  Den  haben  sie  im  leger
vor  allem  volk  offentlich  an  ain  baum  gebunden  mit  ainer  eysin
kettin,  ain  fewer  in  zimlicher  weyte  umb  ine  gemacht  und  also
lassen  verschwitzen  und  verpraten,  bis  er  gestorben  ist,  und  hat  her
Georg  truchsesz  und  andere  graven  und  hern  und  vom  adel  holz
zutragen.  Das  wolten  wir  ewer  erbarn  weyshait  uff  dero  schreiben
nit  verhalten.

Datum  ufi  montag  nach  cantate  [15.  Mai]  anno  etc.  funfundzwaynzigisten,


[80]  Walther  Buchelberger,  obervogt  zu  Kirchberg),  schreibt
aim  erbarn  rate  zu  Schwäbischen  Halle,  das  er  gern  wolt,  das  ime
von  den  dreyen  steten  oder  von  ainer  verstendig  und  der  kriegslaufe
geubt  erfaren  zugeschickt  wurden,  das  schlosz  und  wer  zu  besichtigen,
zu  verordnen  und  gut  regiment  zu  machen,  darzu  er  in  disem  baurenkriege
  lust  sonder  girig.  Aber  man  schickt  ime  niemants  zue,
konne  er  auch  kain  gleichhellig  maynung  von  inen  vernemen,  nun
wolt  er  gern  das  pest  thon,  als  er  sich  auch  vor  disen  zeiten  in
kriegen  und  bey  herren  nit  gespart,  soverre  ime  doch  beschaide
wurde  etc.  Item  Hainrich  Trub  habe  ime  auch  empoten,  er  musz
von  der  gemaynde  zu  Rotenburg  wegen  den  bauren  zuziehen,  und
haben  Rotemburg  ain  galgen  uff  dem  markt  uffgericht.  Der
Elwangisch  hauf  bauren  sey  von  ainander  gwest,  sammeln  sich  aber
wider  etc.

Datum  zinstag  nach  cantate  [16.  Mai]  anno  etc.  funfundzwainzigsten.


Eingeschlossen  copey.

Burgermaister  und  rate  zu  Rotemburg  uff  der  Tauber.
Dem  erbarn  und  weysen  Walthern  Buchelberg,  obervogt  zu  Kirchberg.
Unser  freuntlich  dienst  zuvor.  Lieber  [81]  obervogt!  Wir
haben  Schmidlienlin  mit  etlichen  unsern  räten  und  geschutze  zum
hellen  haufen  verordnet,  damit  er  verhindert  wurt,  ietz  anhaim  zu
komen,  bitten  dich,  du  wollest  Vischseifferlins  sone  an  sein  stat  die-')

  Kirchberg  a.  d.  Jagst  OA.  Gerabronn  war  gemeinschaftlicher  Besitz
der  drei  Städte  Hall,  Rothenburg  und  Dinkelsbühl  von  1384—1562.

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