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Bauernkrieg.  313

weyl  bestellen,  damit  er  nit  umb  sein  dienst  komme,  begern  wir
umb  dich  freuntlich  zu  beschulden.

Datum  montags  nach  cantate  [15.  Mai]  anno  etc.  funfundzwaynzigsten.


Uff  solich  obangeregt  des  obervogts  schreiben  warden  von  beden
steten  Halle  und  Dinkelspuhel,  nemlich  ieder  stat  insonderhait,  zehen
mann  gen  Kirchberg  in  besatzung  gelegt  und  verordnet,  aber  Rotemburg
  that  nichts,  und  wiewol  Dinkelspuel,  als  obstat,  zehen  mann
gen  Kirchberg  schickte,  verliessen  sie  doch  sunst  mit  allem  anderm
Kirchberg  gar,  und  dermassen,  wo  nach  Got  allain  Halle  nit  gethon,
heten  es  die  ungehorsamen  bauren  gewiszlich  auch  eingenomen,  und
wo  sie  ioch  das  schlosz  nit  verprennt,  des  sie  dann  hart  underlassen,
heten  sie  doch  in  ander  wege  (wie  leychtlich  zu  vermuten)  merklichen
schaden  angericht.

Es  schriben  auch  die  von  Rotemburg  aim  erbarn  rate  zu  Halle
nachvolgends  lauts:

Burgermaister  und  rate  zu  Rotemburg  uff  der  Tauber.
Den  von  Schwäbischen  Halle.

Unsern  freuntlichen  etc.  Geben  mit  [82]  laydigem,  bekommerten
  herzen  und  gemut  zu  erkennen,  das  wir  in  disen  tagen  der
beschwerlichen  aufrur  und  loufe'),  auch  merklicher  fare  und  sorgen
halben,  darinnen  wir,  unsere  leyb  und  guter  alhie  sonderlich  gegen
den  unsern  inner-  und  auszerhalb  der  stat  gestanden  sind,  uns  wider
unsern  willen  und  gemut  haben  zu  der  versammelten  bauerschaft
inhalt  irer  artickel,  dero  wir  ewer  erbarn  weishait  ain  abschrift
hierinn  verwart  zuschicken,  verprudern  und  verbinden,  auch  daruff
dem  haufen  im  leger  vor  Wurzburg  etlich  geschutze  sampt  stain,
pulver,  zelten  und  anderer  geraitschaft  darzu  gehorig,  darzu  zwo
personen,  aine  aus  uns  und  die  ander  aus  unser  gemaynde,  sie  als
hauptleut  und  räte  im  haufen  gebrauchen  ze  lassen,  verordnen  und
zuschicken  mussen.  Die  sind  also  nechstvergangen  dinstags  in  das
leger  vor  Wurzburg  kommen,  und  ligt  der  haufe  daselbst  vor  dem
schlosz,  haben,  als  uns  anlangt,  an  dreyen  orten  darzu  geschanzt
und  graben,  understeen  das  mit  schiessen,  graben  und  anderm  ze
noten  und  zu  erobern,  wiewol  das  schlosz  mit  guten  leuten  statlich
besetzt  ist,  sollen  etwavil  leut  des  haufens  schaden  durch  das  geschutze
  aus  dem  schlosz  empfangen  haben,  und  sonderlich  aus  dem

1)  Zeitläufte.