338  Ilerman  Hoffman

Burgermaister  und  rate  zu  Ulme
Den  von  Schwäbischen  Halle.

Unser  ete.  Ain  erbarer  rate  der  stat  Nurmberg  durch  ir  erbar
ratsbotschaft  ietz  in  unser  stat  habend,  muntlich  berichten  und  verstendigen
  lassen,  das  ir  fursichtigkait  von  etlichen  und  mer  [126]
dann  ainer  erbarn  reichsstat  umb  ausschreibung  ains  stettags  den
erbarn  frey-  und  reichsstetten  angesucht,  gebeten  und  zwu  wichtig,
statlich,  anschenlich  grosz  und  gut  ursachen,  warumben  dasselb
nicht  zu  umbgeen  sey,  angezaigt,  nemlich  das  in  disen  ietz  ceraugten
  beschwerden  und  unerhorlichen  kriegsubungen  vil  erbarn  freyund
  reichsstetten,  zugemessen  und  die  beruchtigt  werden,  als  obe
dieselben  dem  gemainen,  aufrurischen,  peurischen  geboffel  zuvil  anhengig
  oder  beystendig  sein,  daraus  dann,  wo  solichs  in  die  Romisch
kayserlich  mayestat  ete.,  unsern  allergnedigsten  herren,  gemain  stende
des  hochloblichen  punds  im  lande  zu  Schwaben  auch  ander  churfursten
  und  fursten  durch  der  erbarn  frey-  und  reichestät  miszgonner
getragen  oder  gepildet  werden  solt,  inen,  den  erbarn  frey-  und
reichsstetten,  (wie  leychtlich  zu  gedenken)  merklicher  und  unuberwyntlicher
  verwisz,  fchimpf,  spot,  schaden  und  nachtaile  volgen,
kommen  und  gelangen.  Zum  andern  werd  entlich  (wie  das  auch
layder  die  täglichen  offenbaren  gethaten  und  handlungen  kuntschaft
geben)  vermut,  das  in  jetzigen  kriegsemporungen  (wo  die  vermittel
gotlicher  hilf  in  pesserung  nit  gewendt)  vil  christenlichs  pluts  vergossen,
  auch  verner  zerstörung,  sterben  und  verderben  der  deutschen
nation  und  vil  armer  unschuldiger  einreyssen,  guter  [127]  zuveraicht,
so  die  erbarn  frey-  und  reichsstet  also  zusammen  kommen,  die
mochten  villeicht  andere  mit  hilf  gotlicher  gnaden  davon  reden,
mittel  und  wege  suchen,  wie  angezaigt  baid  handlungen  abzustellen,
in  rue,  fride,  ainigkait  zu  pringen  und  nıan  also  weyter  ungnade,
plutvergissens,  sterbens  und  verderbens  uber  —  und  vertragen
were  ctc.  Dweyl  wir  dann  mit  etlichen  erbarn  steten  umb  ausschreybung
  ains  stettags  gleicherweis  auch  ersucht,  baben  sich  ains
erbarn  rats  der  stat  Nurmberg  gesanten  aus  bevelch  derselben  irer
herren  und  freunde  mit  uns  dermassen  entschlossen,  das  unsere
achtens  aus  angezaigten  und  andern  mer  treffenlichen  ursachen  (man
wolt  sich  dann  in  die  hochst  fertigkait  stellen  und  begeben)  die
erbarn  frey-  und  reichsstet  zusammen  zubeschreiben  nit  zu  umbgeen
sey,  und  daruff  (dweyl  solichs  der  ordnung  nach  im  ausschreiben
begriffen  aus  kurz  der  zeit  an  baide  erbar  stet  Straszburg  und
Frankfurt,  so  mit  uns  zum  ausschreiben  verordnet,  wiewol  es  der-10



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