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Bauernkrieg.  349

und  seiner  furstlichen  gnaden  amptleut  zu  Craylshaim  und  anderer
ort  vil  flecken  ein,  so  gen  Halle  geprantschatzt  worden  sein  solten  etc.

Vor  soliche  het  ain  erbarer  rate  zu  Halle  ain  butschaft  bey
den  stenden  punds  zu  erfaren,  wes  sie  sich  in  solichkem  bevelch
halten  solten  und  musten,  warde  inen  beschaide  und  darbey  verwenung
  gethon,  alssolt  solichs  aim  rate  gar  wol  zu  thon,  auch  nutzlich
sein,  dann  es  mocht  inen  der  halbtayle  oder  zum  wenigsten  der
drittail  daran  werden,  mainten  auch  ctlich,  es  were  aim  rate  und
gemainer  stat  Halle  gar  ain  gross,  loblich,  erlich  dinge,  das  inen
solichs  bevolhen,  wiewol  es  andern  dargegen  zu  thon  nit  gefellig
oder  vast  in  ören  wol  clingen  wolt,  auch  etlich  stet  sich  des  geobert.
  Es  gewan  aber  sein  furgang,  und  als  solich  prantschatzung
ausserhalb  Hohenloe  eingenommen,  solt  man  den  stenden  punds  das
gelt  uberantworten,  warde  widerumb  zum  zwayten  male  gen  Nordlingen
  uff  den  pundstage  geschickt,  vererung  oder  [151]  wes  ain
erbarer  rate  des  einnemens  geniess  haben  solt,  zu  erfaren,  warde
kam  herausgebracht,  das  inen  die  schulde,  so  die  bauren  ains  tails
noch  daran  schuldig,  zugeaygnet  werden  solte.

Erenfrid  Kumpf,  so  burgermaister  zu  Rotenburg  und  der  aufruren
  daselbst  neben  andern  ain  anfänger  und  aufwigler  gwest,
schreibt  seinen  herren,  den  von  Rotemburg  uffder  Tauber,  wie  nachsteet:

Erbarn,  fürsichtigen  und  weysen,  gunstigen  lieben  herren.
Ewer  erbarn  weyshait  sein  mein  underthenig  willig  dienst  mit
allem  gehorsam  mit  erpietung,  was  ich  bin  und  vermage.  Ich  syhe
ietzunt,  Got  erbarms,  den  iamer  und  verhate,  der  umb  unser  sunde
willen  ist  uber  uns  von  Got  gesandt  und  geschickt,  darumb  das
wir  sollen  busz  tbon  und  kern  zu  gotlicher  gerechtigkait  und  seinen
namen  furchten.  Ich  bekenn  auch  ietzunt  fur  ewer  ersamen  weyshait
  mein  unpillichs  herbs  antaszten  doctor  Carlstats  und  anderer
halb  gegen  ewer  weishait  mermaln  gethan,  die  ich  zumtayle  wol
underwegen  standen  lassen  unnd  pessers  bedacht.  Wiewol  Got  in
hymmel,  auff  den  ewer  erbar  weyslhait  und  ich  hoffen,  waisz,  das
ichs  aus  guter  maynung  als  ein  crist  und  ratsverwandter  gethon
hab,  verhofft,  Got  ain  sonder  wolgefallen  [152]  daran  zu  thon,  auch
ewer  erbarn  weishait  mogen  ermessen,  das  ich  anderst  nit  verstanden
  habe,  dann  gut,  und  gemaint  Got  ain  dienst  daran  zu  tun.
Nun  bitt  ich  umb  dises  willen  den  almechtigen,  ewigen  Gott  umb
gnad.und  barmherzigkait,  das  er  mir  armen,  ellenden  sunder  nach
seiner  grossen  gute  woll  vergeben  etc.,  der  der  welt  all  ir  sund
durch  Cristum  vergeben  hat,  wöll  nicht  ansehen  mein  ubel,  sonder