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Bauernkrieg.  351

und  weysen  herren  freuntlich  furdern  und  vertreten,  mir  mein  Icben
fristen  und  an  mir  als  mein  gnedig,  gunstig,  barmberzig  und  gutige
herren,  die  vergeben  und  gunstig  furdern  und  mich  nicht  verhindern,
  mir  verzeyhen  und  vergeben,  als  uns  Gott  vergeben  wurt  ete.
Ich  verboffe,  wolle  mich  furthin  bey  ewern  weishaiten  halten  und
versprichs  mich  hiemit,  das  meniglich  nach  diser  meiner  offentlicher
beycht  und  ewer  vätterlichen  straf  soll  wolgefallen  an  mir  haben.
Der  almechtig  Got  vergebe  mir  mein  sunde  und  gedenke  ir  nicht
mer  nach  seiner  grossen  barmherzigkait.  Ich  bekenne  mich  und
begere  gnade,  hab  auch  kain  zweyvel,  ich  wols  bey  Got,  bey  ewer
erbarn  weyshait  und  durch  ewer  erbarn  weyshait  bey  dem  loblichen
  pund,  wo  ewer  erbare  weishait  meinthalben  handeln  wolt,
finden.  Gott,  deralmechtig,  frist  ewer  erbar  weishait  in  langwirigem,
fridsamen  regiment,  mir  armen  alwegen  zu  gepieten.  Gunstigen,
lieben  herren,  habent  barmherzigkait  mit  mir,  main  weybe  und
kinden,  gedenkt  der  geverlichen  zeyt,  das  ir  noch  leut  ains  mals
uff  die  mawrn  bedörft,  darzu  die  sterbenden  louf  erscheinen  werden,
das  ir  noch  mer  leut  notturftig  sein  werdet.  Ich  sage  furware,
Gott  lebt  und  ist  ietzunt  in  seinem  regiment,  thut  barmherzigkait,
als  wir  wider  begern,  lasst  mich  wider  zu  meinem  armen,  betrubten,
  ellenden  weyb  und  kynden,  durch  Gott  taylt  barmherzigkait
mit!  Zu  underthenigen,  willigen  diensten  bin  ich  alzeit  willig.
Datum  am  sontag  nach  Kiliani  [9.  Juli]  im  25,  jar,
Bitt  umb  gnedige  antwort  bey  disem  poten  etc,
Ewer  erbar  weyshait  underteniger  burger  Ernfrid  Kumpf.

Der  obgeschriben  Ernfrid  Kumpf  ist  unangesehen  seines  hieobgesetzten
  demutigen  schreibens  und  bit  von  seinen  herren,  den  von
Rotenburg  nit  erhort,  noch  begnadet,  sonder  auslendig  unsinnig
worden  und  also  taube  und  one  vernunft  im  ellend  vergangen.

So  sind  auch  damals  von  wegen  und  zu  strafe  der  Rotemburgischen
  baurenuffruren  Adam  von  Thungen  und  Wolf  von  Velberg
  als  oberste  mit  ainem  zum  tayle  bestelten  und  ainstails
sunst  angehenktem  und  gesameltem  kriegsvolk  zu  ross  und  fusz,
uff  etlich  hundert  stark,  den  gemelten  von  Rotemburg  [156]  uff
der  Tauber  in  ir  lantwer  gezogen,  habe  inen  ire  dorfer,  flecken  und
anders,  so  sie  uffm  lande  gehabt  und  hievor  von  den  pundischen
unbeschedigt  verlallen  pliben,  erst  vollen  verprennt,  geplundert,
verhergt  und  die  landschaft  dermassen  verderbt,  das  niemant  gemaynt,
  das  sies  in  der  statt  und  uff  dem  lande  in  menfchenge-