Korbemerkung.

Über  die  geschichtliche  Veranlassung  dieses  Landsknechtsgesprächs,
  das  mit  Hans  Suachsscher  Frische  und  Derbheit  geschrieben
ist,  siehe  oben  S.  134.

Das  „Colloguium“  ist  entnommen  einer  der  Hallischen  Stadtbibliothek
  gehörigen  „Chronik  der  Reichsstadt  Schwäbisch-Hall“
  (Städtische  grüne  Chronik)  in  Folio,  725  Seiten,  worunter  manche
unbeschriehene.  Sie  enthält  in  ihren  älteren  Teilen  im  wesentlichen
Widmans  und  Herolts  Chroniken,  aber  meist  in  freier  und  gewandter
Bearbeitung.  Von  Herolts  Bauernkrieg,  der  8.  316  ff.  in  strengerem
Anschluss  an  Herolts  Text  gegeben  wird,  ist  die  Ordnung  eine  rein
chronikalische;  die  Ereignisse  werden  fortgeführt  bis  1598.  Von
andern  Verfassern  stammende  Abschnitte  sind  mehrere  eingereiht,
nämlich  der  Suhlenbau  von  1496,  beschrieben  von  Tlaaloberschreiber
Melchior  Boas,  S.  199  —  227,  der  Suhlenbau  ron  1540,  beschriehen
von  Jlaulschreiber  Philipp  Heilbronner  S.  338  .-479;  die  Abenteuer
des  Peter  Lew,  z.  T.  noch  gereimt,  meist  in  Prosa  aufgelöst,  am
Schlusse  der  Chronik.  Das  eolloguium  steht  S.  507-514.  Ausserdem
  finden  sich  Verzeichnisse  der  Haller  Geistlichkeit,  die  wohl  von
der  gleichen  Hand  herrühren  und  bis  1676  reichen.  Nachträge  von
andern  Händen  zu  diesen  Verzeichnissen  (8.670  f.)  gehen  bis  1695
herab.  —  Seite  298  findet  sich  die  Notiz:  „Den  23.  martii  ao  dom.
1622)  ist  mir  Hans  Jakob  Gräter,  derzeit  canzleirerwandten  allhie
zu  Schwäbischen  Hall  dieser  nuchbeschriebene  bericht  zu  gesicht
kommen,  welchen  ich  als  ein  nepos  debit«e  ohsercantiae  gratia  anhero
notieren  und  der  posterität  zur  nachrichtung  aufschreiben  wollen.“
Nun  folyen  einige  Nuchrichten  über  seinen  Vorfuhren  Michael  Gräter,
Pfarrer  zu  St.  Katharina  in  Hall  1521—1530.  Diese  Notiz  darf
nicht  dazu  verführen,  in  Hans  Jakob  Gräter  den  Verfasser,  bezw,
Kompilator  der  grünen  Chronik  zu  erblicken.  Er  ist  nicht  einmul
der  Schreiber.  Denn  die  Notizen  der  ersten  Hand  yehen,  auch  wenn

1)  Darnach  ist  nun  in  der  Thut  die  Korrektur,  die  v.  Heyd,  Ilist.  Handschriften
  zu  Fol.  669  vermutet,  nämlich  von  1522  in  1622  vorzunehmen,

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