370  Vorbemerkung.

die  oben  erwähnten  Verzeichnisse  nicht  von  dem  ersten  Schreiber
stemmen  sollten,  jedenfalls  bis  1659.  Hans  Jakob  Gräter  aber  ist
nech  den  Kirchenbüchern  schon  1034  gestorben.  Möglich  ist,  dass
er  Schreiber  und  zugleich  Verfusser  der  Vorlage  war,  obwohl  auch
hiefür  keine  sichern  Anhaltspunkte  vorliegen.  Bezeichnend  für  die
ILundschrift  ist  jedenfalls,  duss  sich  viele  und  intimere  Einträge  über
die  Geistlichen.  Halls  finden,  was  sich  allerdings  wohl  erklären  würde
bei  einem  Angehörigen  des  Gräterischen  Geschlechts,  das  der  Reichsstadt
  mehrere  tüchtige  Pfurrherren  gegeben  hat.  --  Handschrift  und
Darstellung  der  Chronik  sind  durchaus  gewandt.

Das  Stück  findet  sich  gleichfulls  in  der  Handschrift  hist.
Jol.  669  der  k.  öff.  Bibliothek  Stuttgart  S.  434.  (s  ron  HHleyd,
IHist.  Handschriften).  Diese  Handschrift  ist  bis  S.  551  mit  der  eben
beschriebenen  identisch,  da  auch  bei  dhr  das  Jahr  1598  einen  FKinschnitt
  bildet,  ferner  die  Notizen  über  Treutwein  als  Chronologus,
die  Stellen  von  Hans  Jakob  Gräter,  die  oben  aufgezählten  Abschnitte
von  fremden  Autoren  vorkommen  (der  ron  1055  fällt  über  diese
Zeit  schon  hinaus).  Wenn  daher  die  Stuttgarter  Handschrift  sich
als  Abschrift  bezeichnet  aus  einem  „eremplar,  80  sich  im  archir
der  commanda  zu  Schwähtsch-Ilatl  befindet“  Cr.  Tleyd  setzt  hinzu:
„dieses  Original  scheint  verloren  zu  sein“),  so  ist  kaum  ein  Zweifel,
dass  die  Städtische  grüne  Chronik  eben  dieses  Iremplar  darstellt.

Eine  Beiziehung  der  Stuttgarter  Handschrift  zur  Tertfeststellung
  schien  aus  diesen  Gründen  nicht  erforderlich.