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Colloquium

In  summa  lieber  Seyfried,  wass  soll  ich  sagen,

Dergleichen  divgs  sahe  ich  nie  bei  meinen  tagen.

Wir  hetten  gern  übel  geschissen
Und  uns  viel  bossheit  beflissen,
So  waren  wir  im  bauch  doch  nit  so  böss,

Forchten  cs  gieng  mit  lung,  leber  und  das  kröes.

Nun  sie  liessen  umbschlagen,

Und  den  knechten  sagen,

Gott  solt  es  walten,

Sie  wolten  fried  halten,

Das  best  an  ihnen  stahn  lossen,

Darumb  solt  ein  ieder  ziehen  sein  strossen,
Denn  sie  hetten  sich  zu  weit  ergeben,

Und  sich  selbst  schier  bracht  ums  leben,

Das  wolten  sie  keinem  rbaten  nimermeh,
Dann  der  todt  thet  wol  so  weh,

Lobten  Gott  dass  sie  waren  blieben  daheimen,
Ihr  lebtag  solt  ihn  nimmermehr  heraus  träunıen.
Da  huben  die  Jandsknecht  an  zu  fluchen,

Ey  der  teuffel  solt  mehr  solche  landsknecht  suchen,

Es  seind  eben  der  kriegsleuth,
Die  gern  schlaffen  in  gantzer  häut.

Ich  hatt  von  stund  an  kein  lust  zu  ibrem  kriegen,

Da  sie  so  umbgiengen  zu  lügen

Und  auch  luden  strob,  hew  und  speckb;

Docht,  dorein  schiess  ich  ein  dreckh,

Wollt  der  teüffel,  wass  habens  doch  thun  wöllen.
Also  redten  zusammen  die  gesellen.

Seyfried  ich  kan  dir  nicht  sagen  gnug,

Wie  sich  die  sach  so  seltzam  zutrug.

Tegenstortz.

Ey,  was  sagst,  was  sagst,  Pleckzahn,

Ich  mich  dess  nit  gnugsam  verwundern  kan,
Dass  sie  potz  ohnmacht  schend

Hatt  ihr  krieg  so  ein  end,

Sih  lieber,  wass  soll  einer  sagen,

Dacht,  wir  wolteneinander  umbden  borchet(  =  Barchent?  )  jagen,

So  ist  vergeblich  dieser  lauff,
Dass  schend  sie  noch  einmal  potz  daufl.

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