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Gültbüchlein.  3839

Dieweil  aber  margraff  Albrecht  Ulm  nit  kundt  gewunnen,  ist
er  abzogen  und  eilends  Nürnberg  belegert,  darvor  sieben  wuchen
gelegen,  alles  was  umb  Nürnberg  ®  gewesen  verbrennt  und  verderbt,
das  also  die  zu  Nürnberg  sich  mit  ihme  verainigt  und  zwo  thunen
golds  geben.  Mittlerzeit  haben  sich  die  zween  bischoff,  Würzburg
und  Bamberg,  auch  mit  ime  vertragen,  Würzburg  gelt  zu  geben
versprochen,  Bamberg  etlich  ämbter  und  flecken  eingeben.  Unud
alls  herzog  Moriz  wider  von  Ispruck  kommen,  sein  sie  uff  Franckfurt
  zogen,  dise  belegert,  aber  nit  gewonnen.  Mittlerzeit  ist  der
kayser  mit  eim  grossen  volck  kommen,  da  sein  sie  von  Franckfurt
uff  Metz  gezogen,  welches  der  könig  zu  Franckreich  eingenommen,
darfür  der  kayser  zogen,  uud  der  herzog  Moritz  und  margraff  sein
mit  dem  kayer  eins  geworden.  Ist  herzog  Moriz  heimzogen,  margraff
  Albrecht  bey  dem  kayser  denn  winter  vor  Mez  gelegen,  habens
aber  nit  können  gewinnen,  sein  sehr  viel  knecht  den  winter  darvor
erfroren,  haben  zuletzt  widerumb  müssen  abzihen,  In  der  verainigung
  zwischen  kay:  mayt:  hat  der  kaiser  die  gefangenen  fürsten,
den  alten  churfürsten  und  landgraff  Philipsen  zu  Hessen  widerumb
ledig  lassen  heimziehen.

Anno  domini  1553  haben  viel  fürstıen  zu  Haidelberg  ein  tag
mit  einander  gehabt,  darinnen  vermaint  die  fürsten  mit  einander
verainigen  und  den  krieg  hinlegen  und  fried  machen.  Es  hett
aber  den  bischoff  zu  Bamberg  gerawen,  das  er  seine  embter  dem
margraffen  geben  hett,  sunder  vermaint,  wan  kay:  mayt:  wider  zu
land  keme,  der  margraff  müst  dieselbigen  embter  und  flecken  widergeben,
  das  dan  nit  geschach,  sondern  wer  hett,  der  hett  ete,  Dessgleichen
  war  der  bischoff  zu  Würzburg  noch  etlich  gelt  dem  margraffen
  schuldig,  wolt  das  auch  nit  gern  erlegen.  Den  von  Nürenberg
  thet  die  schand  wehe,  das  sie  sich  den  verdorben  fürsten,
wie  sie  sagten,  solten  also  zwingen  lassen,  das  sie  ilme  2  tbunen
goldts  geben.  Derohalben  machten  obgenante  zween  bischoff  und
die  von  Nürnberg  ein  bündtnus  miteinander  wider  den  margraffen
und  nemmen  den  herzog  zu  Braunschweig  zum  haubtmanı,  griffen
einander  hefftig  mit  schwerdt  und  feuer  an,  haben  einander  viel
stettlich  und  dörfer  verbrennt.  Indem  hat  der  margraff  seine  feind
unversehens  angriffen,  sicb  mit  ihnen  geschlagen;  indem  ist  herzog
Moriz,  der  uff  der  bischoff  seiten  war,  geschossen  worden,  das  er
am  neunten  tag  gestorben  ist,  dem  herzogen  zu  Braunschweig

a)  Hs:  Nürberg.