394  Herolt

Der  hayzehend  ist  des  pfarrherrn  allein,  soweit  die  ganze
pfarr  gehet,  den  soll  man  geben  uff  einer  ieden  wiesen,  den  zehenden
schober,  wan  es  dürr  gemacht  ist;  und  so  ein  wiss  nit  80  gross,
das  sie  zehen  schöber  geit,  sollen  dise  prait  dest  kleiner  gemacht
werden,  damit  es  zehen  hauffen  geb,  und  den  zehenden  hauffen  davon
  zu  zehend  geben.  Oder  uff  der  nechsten  wiesen,  so  der  bauer
mehr  wiesen  hatt,  daruff  rechnen,  on  allen  vorthail.  Also  hat  disen
hayzehend  in  allen  flecken  und  wisen  herr  Johann  Herold  selber  etlich
jar  gesamlet,  anfahend  anno  1491  mit  nachfolgenden  jaren.  Vor
im  hat  herr  Joss  Schwab,  nachdem  er  mit  herr  Michel  Goldtschmidt
permutirt  hett,  Joss  Schwab  gen  Rottenburg  uff  der  Tauber  gezogen,
und  herr  Michel  Goldtschmidt  uff®  der  pfarr  Reinsperg  gesessen,
wie  er  Juss  Schwab  hern  Micheln  Goldschmid®  anno  1451  zugeschriben,
  für  den  hayzehend  zu  Reinsperg  von  den  bawren  acht
güldin  genummen.  Aber  herr  Michel  Goldtschmidt  hat  den  hayzehend
  im  dorff  Reinsperg  nie  verkauflt,  sondern  selber  wie  obstehet
  den  zehenden  schober  gesamlet,  tregt  zu  gmainen  jaren  acht
oder  neun  fuder  haiss.  Dessgleichen  hab  ich  Johann  Herold  den
auch  selber  alle  jar  gesamlet.

Item  die  zu  Wolbrechzhausen  haben  vier  güldin  für  iren
hayzehenden  geben.

Hohenberger  haben  2  &amp;  heller  für  iren  hayzehenden  geben.

Rudelsdorff  hat  geben  1!  fl.  Under  Scheffaw  vier  güldin.
Hopfach  haben  geben  1'/  fl.  Kröffelbach  2  %  heller,

Dis  obgenant  gelt  für  den  hayzehend  haben  die  filial  dem
pfarrherrn  nach  Martini  uff  einem  tag  erlegen  müssen.

Item  Azmannsdörffer  lehen  zu  Hürlbach,  das  iezo  die
Schusstain  haben,  4  sch.

Stechers  höfflin  zu  Hürrlbach  5  sch.  Die  wiess  in  Wolbersheuser
  holz  4  sch.

Nach  absterben  aber  herr  Michel  Goldtschmidt,  der  am  dinstag
nach  palmarum  verschiden,  anno  domini  1479,  welcher  zu  Reinsperg
in  chor  leit,  ist  herr  Johann  Herold  nach  ime  pfarrherr  worden,
dem  hat  Goz  von  Stetten  die  pfar  (als  die  obley  Steinkirchen  versetzt)
  gelihen,  und  hernach  der  obley  ambtmann  worden,  der  hat
das  obernant  geld  für  den  hayzehenden  nit  wollen  nemmen,  sondern
das  zehendhay  selber  etlich  jar,  so  weit  die  pfarr  ist,  mit  grosser
mühe  und  kosten  gesamlet.  Dieweil  aber  die  bawren  verdrossen  in

a—a)  Nuchtrag  von  anderer  Hand  auf  dem  Rande.

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