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Gültbüchlein.  401

Rudelsdorff.  Der  ober  hoff,  den  Clauss  Weeber  iezo  besizt,

geit  .  ...  1  bz
Das  nechst  gut  darbey  uff  dem  ı  rain,  welches  iezo  der  Bidermann
  besizt,  get.  .  .  .  »  0.0.2.6  be.
Dass  nechst  gut  darunder,  welches  |  iezo  Leonhardt  Weber  besizt,
  get  .  .  .  2.  0.  4  sch.
Das  gut  über  der.  gassen,  neben  der  wett,  welches  iezo  Georg
Kress  besizt,  get  .  .  ..  002.6  ba.
Das  under  guet  mit  dem  ungezimmerten  gütlein,  welches  iezo
der  Stinz  besizt,  get  .  .  .  .  2  000..6  ba.

Das  under  gut,  oberhalb  des  hirthenhauss  uff  der  rechten
hand  gegen  Reinsperg,  welches  iezo  Kern  Lilgi  besizt,  geit  3  bz.
Das  ober  gut,  neben  der  stigel  gegen  Keinsperg,  das  iezo  Leonhardt
  Gronlin  besizt,  geit.  .  .  -  2  0.0..8  bz

summa  1  fl.  15  bz.  1  sch.

Der  klein  zehend,  den  mann  mit  dem  pflug  bauet,  soll  gereicht
  unnd  geben  werden  dem  pfarrhern,  so  weit  die  pfarr  Reinsperg
  sich  erstreckht,  von  dem  sunst  niemandt  keinen  theil  hatt.

Erstlich  die  sommergerst,  wie  oberzehlt,  ist  dess  pfarrhern,
sol  die  zehendt  garb  uff  dem  ackher  geben  werden.

Flachsszehendt,  der  soll  uff  dem  ackher  verzebendt  werden,
soweit  die  pfarr  ist;  also,  sobald  der  flachs  aussgeropft  und  an  die
garben  bunden,  soll  der  flachs  mit  den  bollen,  die  zehendt  garb,  zu
zehenden  geraicht  werden.

Den  rübenzehendt  hat  man  biss  anher  also  geben.  Nachdem
der  kaur  die  rüben  aussgraben,  heimbgeführt  unnd  abbutzt,  so  hat
er  dem  pfarrern  den  zehendt  darvon  bracht;  dieweit  es  aber  dahin
kommen,  dass  sich  die  baurn  nit  sünd  förchten,  wenn  sie  den  zehendt
nicht  recht  geben,  unnd  etwan  einer  viel,  der  ander  kaine,  ist  mir
gar  wenig  rüeben  auss  den  filialiis  oder  weylern  der  pfarr  worden.

-Derowegen  hab  ich  den  rübenzehendt  also  abgebuzt  bey  ihnen  hohlen

lassen,  und  hat  die  mühe  ausstragen.

Erbiszehendt  wird  geraicht,  wen  der  baur  die  erbes  aussgetroschen;
  soll  uff  dem  tennen  geraicht  werden,  oder  dem  pfarrer
heimbgetragen  werden.

Linsenzehendt  soll  gleicher  gestalt  dem  pfarrer  geben  werden.

Kirschenzehendt  soll  auch  dem  pfarrer  gleicher  gestalt

geben  werden.
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