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beutung  dieser  Art  gibt  Dörwald  treffliche  Winke  in  seinem  freilich  nicht
kritiklos  zu  benutzenden  Aufsstz  “Zum  hebräischen  Unterricht’  (LL  Heft  15,
1888,  S.  23  ff.).')

Sehr  wesentlich  für  den  Erfolg  des  Unterrichts  ist  natürlich  die  Wahl
des  Lehrbuchs,  die  freilich  oft  nicht  im  Machtbereich  des  jedesmaligen  Lehrers
liegt.  Die  für  diesen  unentbehrliche  Grammatik  von  Gesenius-Kautzsch  ist
durch  die  neueren  Bearbeitungen  für  den  Schulgebrauch  zu  umfangreich  geworden.
  Auch  die  1896  im  gleichen  Verlag  erschienene  ‘Kleine  Ausgabe’,  in
der  Kautzsch  den  Umfang  der  großen  auf  ungefähr  die  Hälfte  reduzierte,
dürfte  manchem  Praktiker  der  Gegenwart  noch  zu  ausführlich  sein.  Ob  damit
aber  auch  das  namentlich  durch  seinen  Reichtum  an  unvokalisierten  Texten
und  an  Stücken  zum  Übersetzen  aus  dem  Deutschen  ins  Hebräische  ausgezeichnete
  Übungsbuch  von  Kautzsch?)  fallen  muß,  ist  eine  andere  Frage.
Tritt  für  die  Verweisungen  auf  die  Grammatik  der  Lehrer  ein,  so  scheint  mir
eine  fruchtbare  Benutzung  neben  einer  kleineren  Schulgrammatik  keineswegs
ausgeschlossen.  Noch  sei  übrigens  auf  den  ‘Abriß  der  hebräischen  Laut-  und
Formenlehre  nach  Gesenius-Kautzschs  Grammatik’  von  H.  Scholz  hingewiesen,
der  1899  in  8.  Auflage  erschien,  ebenfalls  bei  Vogel  in  Leipzig.  Dem  vielfach
  empfundenen  Extrem  zu  eingehender  Gründlichkeit  bei  Gesenius-Kautzsch
steht  das  entsprechende  andere  gegenüber,  dessen  in  den  Zeitschriften  genugsam
  charakterisierte  Vertreter  wir  hier  füglich  übergehen  können.  An  katholischen
  Anstalten  ist  die  ‘kurze  Anleitung’  von  Vosen-Kaulen  sehr  verbreitet.)
  Ein  vorzügliches  und  —  die  viva  vor  des  Lehrers  zur  Ausgestaltung
vorausgesetzt  —  meines  Erachtens  auch  bezüglich  der  Syntax  durchaus  zureichendes
  Hilfsmittel  in  der  Hand  der  Schüler  ist  Hollenbergs  bekanutes
‘Hebräisches  Schulbuch’  in  Buddes  sorgfältiger  Bearbeitung.*)  Über  Stoffmangel
beim  Übersetzen  aus  dem  Deutschen  ins  Hebräische  kann  man  gewiß  nicht
klagen;  und  besonders  hervorgehoben  zu  werden  verdient  der  zeitige  Beginn
mit  unpunktierten  Leseübungen.  Die  “kurzgefaßte  hebräische  Grammatik  für
Gymnasien’  von  Stier?)  hat  ihre  Stärke  in  den  Hinweisen  auf  sprachliche  Analogien
  aus  dem  sonstigen  Wissensgebiet  der  Schüler.  Wenn  auf  die  zweite
Auflage  die  Ausstellungen  von  Strack®)  heilsam  einwirkten,  so  bleibt  doch  für

1)  Viel  brauchbares  Material  enthalten  auch  die  Hebräischen  Vokabularien  von  Stier,
Teubner-Leipzig  1871?,  und,von  Strack,  Beck-München  1908’.

7,  Vogel-Leipzig  1901°  (nach  d.  26.  Aufl.  d.  Grammat.  revidiert).

5,  Herder-Freiburg  i.  B.  1900'!%.  Schade,  daß  ein  Gelehrter  wie  Kaulen  in  den  letzten
Auflagen  die  eigene  nachbessernde  Hand  dem  ungleich  angelegten  Buch  zu  entziehen  scheint.
Der  Druck  der  hebräischen  Übungsstücke  —  deutsche  und  unpunktierte  fehlen  —  ist  das
reine  Augenpulver.

*)  Weidmann-Berlin  19001.  Warum  ist  der  große,  klare  Druck  der  prosaischen  Lesestücke
  nicht  überall  angewandt,  namentlich  auch  in  den  angehängten  unpunktierten  Texten  ?

8,  Strien-Halle  1898?.  Von  demselben  Verfasser  erschien  1888  in  2.  Aufl.  ein  “Hebr.
Übungs-  und  Lesebuch’,  Teubner-Leipzig.

®)  Ztschr.  f.  d.  ev.  Rel,-Unt,  Ill  1892,  S.  857  ff.