Das  Nachübersetzen.  259

sehen  wollen,  bei  welchen  die  Schüler  den  Inhalt  des  Gelesenen  „völlig  frei
wiederzuerzählen  und  als  schriftliche  Arbeit  zur  Korrektur  abzuliefern  haben“.
Auch  in  den  sächsischen  Lehrplänen  heißt  es,  man  solle  in  den  Oberklassen
„dann  und  wann“  an  Stelle  von  Skriptis  kleine  Aufgaben  (Wiedergabe  von
Vorgetragenem  oder  Gelesenem,  kurze  Erörterungen,  Briefe  usw.)  zur  freien
Bearbeitung  stellen,  nur  sei  auf  derartige  Leistungen  ein  entscheidendes  Gewicht
fortan  nicht  mehr  zu  legen.  Oberen  Schülern,  welche  den  Wunsch  hegten,
sich  gelegentlich  in  Abhandlungen,  Reden  oder  poetischen  Leistungen  zu  versuchen,
  seien  dafür  nach  Befinden  kleinere  Arbeiten  zu  erlassen.

Lateinische  Lese-  und  Übungsbücher  für  den  Anfangsunterricht  gibt  es  von
Bleske  (Hannover,  C.  Meyer),  Busch-Fries  (Weidmann),  Bonnell,  bearbeitet  von
P.  Geyer  u.  W.  Mewes  (Hamburg,  Grand),  K.  Bruchmann  (Dresden,  Ehlermann),
Fr.  Faßbänder  (Münster,  Aschendorff),  J.  Fisch  (Bonn,  Cohen),  H.  O.  Simon
(Berlin,  Dümmler),  J.  Lattmann  (Göttingen),  O.  Lutsch  (Velhagen  u.  Klasing),
H.  Meurer  (Weimar),  O.  Richter  (Berlin,  Nicolai),  W.  Scheele  (Berlin,  Friedberg
u.  Mode),  A.  S.  Schönborn  (Berlin,  Mittler  u.  S.),  Ferd.  Schultz  u.  A.  Führer
(Paderborn),  R.  Hoche  (Teubner),  W.  Tell  (Weidmann),  Harre-Giercke  (Freytag),
L.  Gurlitt  (Berlin,  Wiegandt  u.  Grieben),  Weller  (Frankfurt,  Kesselring).

Besonders  zahlreich  sind  die  Übungsbücher  zum  Übersetzen  aus  dem
Deutschen  ins  Lateinische  für  die  mittlere  und  obere  Stufe:  Berger  u.  H.  J.
Müller  (Weidmann),  H.  Busch  u.  W.  Fries  (Weidmann),  A.  H.  Fromm  u.  O.  Pohl
(Gütersloh),  P.  Geyer  u.  W.  Mewes  (Berlin,  Goldschmidt),  J.  v.  Gruber-Kromayer
  (Stralsund,  Hingst),  A.  Haacke  u.  R.  Köpke,  3.  Teil  besorgt  von  E.  Bruhn,
4.  Teil  besorgt  von  H.  Kehr  (Weidmann),  J.  Hemmerling  (Köln),  F.  Holzweißig
(Hannover),  P.  Klaucke  (Berlin,  W.  Weber),  Ostermann  u.  H.  J.  Müller,  für  alle
Stufen  (Teubner),  Ferd.  Schultz  u.  Jos.  Weisweiler  (Schöningh),  O.  Schulz  u.
C.  Wezel  (Weidmann),  F.  Spieß  u.  M.  Heynacher,  für  VI  bis  UII  (Essen),  K.  O.
Süpfle,  3.  Teile  (Karlsruhe),  G.  Fischer  u.  G.  Radtke  (Teubner),  O.  Müller
(Braunschweig),  H.  Warschauer  u.  O.  Drenckhahn  (Mühlhausen),  J.  H.  Schmalz
(Tauberbischofsheim),  Englmann-Haas  (Bamberg),  G.  Dietrich  (Leipzig,  Reichardt),
H.  Knauth  (Freytag),  W.  Wartenberg,  zur  Kasuslehre  (Hannover).  —  Im  Anschluß
  an  so  ziemlich  alles  in  den  mittleren  und  oberen  Klassen  Gelesene  sind  ferner
einzeln  käufliche  Ergänzungshefte  zu  Ostermann  u.  H.J.  Müller  erschienen  (Teubner).
Von  anderen  sich  an  die  Lektüre  anschließenden  Übungsbüchern  zum  Übersetzen  ins
Lateinische  seien  noch  folgende  genannt:  H.Deiter,  im  Anschuß  an  Livius  I,  II,  XXI
(Essen)  genannt,  ferner  die  von  Dettou.  J.Lehmann,  im  Anschluß  an  Cäsar  (Weidmann),
M.  Heynacher,  im  Anschluß  an  Cäsar  (Essen),  E.  Zimmermann,  im  Anschluß  an
Cicero,  Sallust,  Livius,  Tacitus  (Weidmann),  W.  Gidionsen,  im  Anschluß  au  Tuscul.  I
(Schleswig),  W.  Vollbrecht,  im  Anschluß  an  Livius  23—30  (Glogau),  C.  Hachtmann,
  im  Anschluß  an  Cicerog  Reden  gegen  Catilina  (Perthes),  C.  Hachtmann,
im  Anschluß  an  die  Satiren  u.  Episteln  des  Horaz  (Freytag),  J.  Lehmann,  im  Anschluß
  an  Ciceros  Rede  de  imperio  Cn.  Pompei  (Perthes),  A.  Rademann,  im  Anschluß
  an  die  erste  u.  vierte  philippische  Rede  (Dresden,  Ehlermann),  O.  Wackermann,
  im  Anschluß  an  Sallusts  Jugurthinischen  Krieg  (Perthes),  C.  Knaut,  im
Anschluß  an  Tacitus’  Annalen  (Perthes).

5.  Das  Nachübersetzen  birgt  große  Gefahren  in  sich.  Ganz  gefahrlos,

notwendig  und  gewinnbringend  ist  es  nur  auf  der  untersten  Stufe,  wo  das
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