322  Weısseurzis:  Das  Griechische.

schen  und  württembergischen  Lehrpläne  eine  Anthologie  aus  den  Lyrikern  und
Elegikern,  in  Baden  wird  Lysias  gelesen,  in  Bayern  außer  diesem  Redner  noch
Isokrates  und  Lykurgos.  Auch  Äschylus  ist  in  Sachsen,  Bayern  und  Württemberg
  zugelassen.  In  Bayern  wird  außerdem  Arrians  Anabasis,  Lucian  und
Plutarch  gelesen.  Ebenso  ziehen  die  letzten  preußischen  Lehrpläne  der  griechischen
  Lektüre  weitere  Grenzen.  Auch  Euripides  ist  jetzt  hier  zugelassen,  auch
„geeignete  Proben  aus  der  griechischen  Lyrik“  werden  empfohlen,  durch  den
Zusatz  ferner  „andere  inhaltlich  wertvolle  Prosa“  wird  dem  Lehrer  eine  unbegrenzte
  Wahlfreiheit  gewährt.  Ich  verweise  hinsichtlich  dieser  Schriftsteller  auf
meine  Besprechung  des  Griechischen  Lesebuches  von  Wilamowitz-Moellendorf
in  der  2.G.  W.  56,  353—367  und  57,  770—793.

Biese,  A.,  Die  griechischen  Lyriker  in  den  oberen  Klassen  (Vermischte  Aufsätze:
  Pädagogik  und  Poesie).  Weidmann.  —  Desselben  Einleitung  zur  Auswahl  aus
den  griechischen  Lyrikern.  Freytag.  —  Vgl.  dazu  O.  Weißenfels  N.J.  1893,  508  fl.
—  Zum  Schluß  sei  auf  eine  im  Entstehen  begriffene  Sammlung  des  Teubnerschen
Verlages  „Meisterwerke  der  Griechen  und  Römer“  hingewiesen,  welche  zu
selten  in  der  Schule  berücksichtigten  Werken  für  die  Privatlektüre  des  Schülers  berechnete
  Kommentare  bietet.  Diese  Sammlung  wendet  sich  zugleich  an  angehende
Philologen  wie  an  Freunde  des  klassischen  Altertums  überhaupt.  Bis  jetzt  sind
darin  erschienen  die  Perser  des  Äschylus,  der  Panegyrikos  des  Isokrates,  eine  Chrestomathie
  aus  den  griechischen  Lyrikern,  Lysias’  Reden  gegen  Eratosthenes  und  über  den
Ölbaum,  Ciceros  ausgewählte  Briefe,  Amor  und  Psyche  von  Apulejus,  von  Euripides
Iphigenie  in  Aulis  und  der  Kyklops.  Viele  andere  befinden  sich  in  Vorbereitung.