390  Borrner  und  Srtıeater:  Französisch  und  Englisch.

ehrung’  von  Roßmann-Schmidt  vermag  sich  aber  selbst  ein  auf  so  realistischem
Boden  wie  Bierbaum  stehender  Mann  nicht  zu  bekehren.

Zahllose  Lehrbücher  neueren  Ursprungs  und  den  neuen  Anschauungen
huldigend,  gruppieren  sich  um  die  eben  gekennzeichneten.  Es  kann,  wie  gesagt,
nicht  unsere  Aufgabe  sein,  sie  alle  auch  nur  anzuführen,  geschweige  denn  zu
charakterisieren.  Auf  dem  Standpunkte  Boerners  stehen  ungefähr:  Breymann-Möller,
  Schäfer,  Strien,  Ulbrich,  Ohlert,  Fetter,  Plattner,  Pünjer,
Feist,  Peters,  Enkel-Klähr-Steinert,  Püttmann  und  Rehrmann,  Jakob-Brinker-Fick,
  Baumgartner,  Bechtel  und  viele  andere,  während  mehr  nach
Roßmann-Schmidt  zuneigen:  Ricken,  Banner,  Alge,  Bohm,  Coste-Mangold,
  Soltmann,  Weitzenböck,  Lehmann,  Ehretsmann-Schmitt,  Maillard,
  Wolter,  Ducotterd-Mardner,  Reum  usw.

Ahn,  Mager,  Schmitz,  Körting,  Steinbart,  Benecke  u.  v.a.  stehen
auf  Ploetz’  Seite.

Was  das  Englische  anlangt,  so  hatten  wir  als  typische  Vertreter  für  die
drei  heute  besonders  in  Betracht  kommenden  Methoden  Gesenius,  Thiergen-Boerner
  und  Lehmann  angenommen.  Seitdem  Karl  Crüger  (“Lehrbuch  der
englischen  Sprache,  1.  Kursus.  2.  Kursus  oder  Schulgrammatik’)  als  älterer
Vertreter  der  grammatisierenden  Methode  ungefähr  wie  Ahn  im  Französischen
durch  Gesenius  ersetzt  war,  hat  dieser  lange  Jahre  hindurch  gleich  Ploetz  eine
führende  Rolle  gespielt  und  ist  heute  noch  sehr  viel  in  Gebrauch.  Indessen
ist  Gesenius,  wenigstens  in  seinem  1.  Teile,  dem  Elementarkursus,  von  vornherein
  fortschrittlicher  als  Ploetz,  denn  er  beginnt  seine  Lektion  stets  mit  einem
zusammenhängenden  Übungsstücke,  einer  Anekdote,  Fabel  oder  kleinen
Geschichte,  um  sodann  unter  A  und  Beine  Reihe  von  praktisch  gewählten  Einzelsätzen
  zu  geben.  Eine  Reihe  zusammenhängender  deutscher  Übungsstücke,  freilich
  nicht  im  Anschluß  an  die  einzelnen  grammatischen  Kapitel  dieses  Elementarkursus,
  finden  sich  unter  ©.  Der  4.  Abschnitt  enthält  ein  aus  englischen
Prosastüicken  und  gut  ausgewählten  Gedichten  bestehendes  Lesebuch,  dem  ein
englisch-deutsches  und  deutsch-englisches  Wörterbuch  folgt.  Der  2.  Teil  dieses
Lehrbuches,  ‘die  Grammatik  der  englischen  Sprache  nebst  Übungsstücken’,
  trägt  einen  streng  wissenschaftlichen  Charakter.  In  267  Paragraphen
werden  die  grammatischen  Regeln  in  alter,  aber  mustergültiger  Weise  vorgeführt,
  nach  den  Redeteilen  geordnet  und  durchgängig  durch  Beispiele  aus  klassischen
  englischen  Schriftstellern  erläutert.  Ein  Verzeichnis  der  unregelmäßigen
Verben,  der  Adjektive  und  Partizipien  in  Verbindung  mit  Präpositionen  folgt
als  Anhang.  Im  3.  Abschnitte  finden  sich  sodann  deutsche  Einzelsätze  und
zusammenhängende  Stücke  zum  Übersetzen,  die  sich  an  die  betreffenden  Paragraphen
  der  Grammatik  anschließen  und  denen  ein  Wörterverzeichnis  der  vorkommenden
  Eigennamen  beigegeben  ist.  Gesenius  besitzt  unzweifelhaft  den
Vorzug,  eine  streng  grammatische  Schulung  zu  gewähren,  dafür  aber  berücksichtigt
  es,  besonders  im  2.  Teil,  die  Bedürfnisse  des  täglichen  Lebens
gar  zu  wenig.  Der  deutsche  Übungsstoff  in  der  Grammatik  ist  zu  abstrakt,
und  der  englische  fehlt  hier  ganz;  denn  die  wenigen  klassischen  Beispiele  unter