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Die Reichsbank 1876-1900. (1)

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Bibliographic data

fullscreen: Die Reichsbank 1876-1900. (1)

Multivolume work

Persistent identifier:
reichsbank
Title:
Die Reichsbank.
Document type:
Multivolume work
DDC Group:
Wirtschaft
Copyright:
Ewiger Bund

Volume

Persistent identifier:
Reichsbank_1
Title:
Die Reichsbank 1876-1900.
Volume count:
1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Reichsdruckerei
Document type:
Volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1900
DDC Group:
Wirtschaft
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Contents

Table of contents

  • Die Reichsbank.
  • Die Reichsbank 1876-1900. (1)

Full text

Die Diskontpolitik. 155 
193): Millionen, 1889 auf 402,5 Millionen Mark. Die Erweiterung und Neuein- 
richtung so vieler Betriebe steigerte vor Allem den Bedarf an Kohle und Eisen. Nach 
derselben Richtung wirkten zahlreiche staatliche Aufträge für die Eisenbahnen und für 
Kriegsmaterial. Die Preise für Bergwerkserzeugnisse erfuhren außerordentliche Er- 
höhungen und die Montanindustrie erzielte glänzende Geschäftsergebnisse. Nur die 
zahlreichen und bedeutenden Arbeiterausstände jener Zeit übten eine gewisse hemmende 
Wirkung aus. 
Mit der Aufwärtsbewegung verbanden sich allenthalben starke spekulative Ueber- 
treibungen, sowohl in der übermäßigen Ausdehnung der Betriebe, als auch namentlich 
in der Bewerthung der Industriepapiere. Vor Allem reizten die großen Gewinne der 
Montanindustrie zum Börsenspiele in Montanwerthen. Die Spekulation verbreitete sich 
über weite Kreise, und die Kurse der Dividendenpapiere erfuhren Steigerungen weit 
über das berechtigte Maß hinaus. 
Gefördert wurden die Uebertreibungen der Spekulation durch den niebdrigen 
Stand des Jinsfußes der vorhergegangenen Periode. Die Konvertirung zahlreicher 
festverzinslicher Werthe, welche den Rentenbezug schmälerten, stimmten das Publikum 
besonders günstig für die Aufnahme von industriellen Werthen, die hohe Dividenden 
in Aussicht stellten. Dieselben Verhältnisse förderten die Nachfrage für cxotische 
Papiere jeder Art. Der Unternehmungsgeist zog vielfach überseeische Gebiete in seine 
Kreise. In besonders starkem Umfang wurden damals europäische Kapitalien in 
Argentinien angelegt, und die argentinische Krisis, die 1890 zum Ausbruch kam, 
hat in Europa große Verheerungen angerichtet und den Rückschlag auf die Ueber- 
spekulation wesentlich verschärft. 
Sowohl die gegen Ende des Jahres 1888 in Deutschland beginnende Aufwärts- 
bewegung als auch der sich unter schweren Juckungen vollziehende Zusammenbruch der 
Spekulation im Jahre 1890 waren von einer sehr erheblichen Steigerung der Ansprüche 
an den Geldmarkt begleitet (vergl. Tab 55). Der Betrag der in Deutschland aus- 
gestellten Wechsel stieg von 12,1 Milliarden Mark im Jahre 1887 auf 13,2 Milliarden 
Mark im Jahre 1889 und 14 Milliarden Mark im Jahre 1890. 
Bei dieser Steigerung des Geldbedarfs mußte der Geldmarkt in großem Umfang 
auf die Reichsbank zurückgreifen (vergl. Tab. 62). Die durchschnittliche Anlage der 
Reichsbank stieg von 524 Millionen Mark im Jahre 1887 auf 637 Millionen Mark 
im Jahre 1890. Wie immer in Zeiten eines lebhaften Geschäftsganges zeigten auch 
dieses Mal die Schwankungen der Aulage eine beträchtliche Junahme. Die Spannung 
zwischen dem niedrigsten und höchsten Betrag der Anlage betrug 1888 199 Millionen 
Mark, 1889 dagegen 407 Millionen Mark. 
20 
Der steigende Geld- 
bedarf und 
die Reichsbank.
	        

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