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Handbuch des Völkerrechts Erster Band. (1)

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Bibliographic data

fullscreen: Handbuch des Völkerrechts Erster Band. (1)

Multivolume work

Persistent identifier:
amtliche_kriegsdepeschen
Title:
Amtliche Kriegsdepeschen Ban d3.
Document type:
Multivolume work
Collection:
deutschesreich
DDC Group:
Geschichte
Copyright:
Ewiger Bund

Volume

Persistent identifier:
amtliche_kriegsdepechen_band_6
Title:
Amtliche Kriegsdepechen Band 6
Volume count:
6
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Nationaler Verlag
Document type:
Volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1917
DDC Group:
Geschichte
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Chapter

Title:
Juli 1917.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Neue Fortschritte in Ostgalizien.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Handbuch des Völkerrechts.
  • Handbuch des Völkerrechts Erster Band. (1)

Full text

80 Die Quellen des Völkerrechts. 
wenn man erwäht, daß sog. göttliches und menschliches Recht fast überall mit 
einander vermengt werden, so lange Religionsurkunden als Gesetzbücher ange- 
sehen wurden. 
Dieser Art war die Verwechselung, von der auch Grotius nicht freige- 
sprochen werden kann, wenn er leges divinae und natura neben den 
mores und pacta als gleichgeltende Rechtsquellen verzeichnet, während doch 
die religiöse, durch den Glauben angenommene Qualität einer Rechtsnorm 
nur geeignet erscheinen könnte, deren ideellen Gehalt und Werth zu er- 
höhen. 
Auf derselben fehlerhaften Grundlage beruht die von Sir Nobert 
Phillimore gebilligte, dem XVIII. Jahrhundert angehörige Erklärung der Eng- 
lischen Staatsregierung, wonach Gerechtigkeit, Billigkeit, Zweckmäßig- 
keit (convenience) und sachgemäße Vernunft (reason of the thing) als 
Rechtsquellen anerkannt werden, sofern ihnen Bestätigung durch langjährigen 
Gebrauch zu Theil wurde.) 
Was hier als Rechtsquelle bezeichnet wird, ist nichts anderes, als ein 
Hinweis entweder auf den inneren Rechtfertigungsgrund der positiven Rechts- 
setzung oder auf die äußeren Mittel der Rechtserkenntniß. Als ein zweiter, stets 
sich wiederholender, seit dem klassischen Alterthum vorkommender Irrthum in 
der Lehre von den Rechtsquellen erscheint die Verwechselung der Willens- 
äußerungen bestimmter Herrschergewalten mit denjenigen Urkunden, durch 
die entweder der streitig gewordene Inhalt oder sogar die Existenz einer 
Willensäußerung unter Umständen dargethan werden muß. Rechtsquelle und 
Beweisungen oder Auslegung einer Rechtsquelle werden alsdann identisch ge- 
nommen, was um so weniger auffallen kann, als im weiteren Sinne die Ur- 
kunden der Gesetzestexte auch ihrerseits als fontes juris angesehen und be- 
zeichnet wurden d. h als Ouellen der Rechtserkenntniß, Rechtswissen- 
schaft und Rechtspraxis.) 
Urkunden schlechthin, welche das historische Vorhandensein einer bestimm- 
ten Rechtsquelle bezeugen, können jedoch als Rechtsquellen im eigentlichen 
Sinne nicht angesehen werden. Ihnen fehlt möglicherweise die Bedeutung, 
welche das moderne Verfassungsrecht und die Ueberlieferung der Jurisprudenz 
der Publicationsweise geschriebener Gesetze von jeher beigemessen hat. 
Aus der Lehre von den Quellen des positiven Völkerrechts muß daher 
Alles dasjenige ausgeschieden werden, was sich auf den idealen Gehalt des 
Völkerrechts bezieht und sodann auch dasjenige fern gehalten werden, was 
lediglich die Anwendung, Erklärung oder Nachweisung einer bereits vorhan- 
denen Völkerrechtsquelle betrifft. 
Handelt es sich um die Bethätigung einer für ihre Willensacte Rechts- 
kraft wirkenden, anerkannten staatlichen Herrschaftsgewalt, welche die ihr unter- 
worfenen Personen zum Gehorsam nöthigt, so erkennt man auch den Unter- 
schied zwischen den Ouellen des Völkerrechts und denjenigen aller anderen 
Rechtsmaterien.
	        

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