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Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

Multivolume work

Persistent identifier:
amtliche_kriegsdepeschen
Title:
Amtliche Kriegsdepeschen Ban d3.
Document type:
Multivolume work
Collection:
deutschesreich
DDC Group:
Geschichte
Copyright:
Ewiger Bund

Volume

Persistent identifier:
amtliche_kriegsdepeschen_band_2
Title:
Amtliche Kriegsdepeschen Band 2
Volume count:
2
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Nationaler Verlag
Document type:
Volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1915
DDC Group:
Geschichte
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Chapter

Title:
Juni 1915.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Ein italienisches U-Boot von einem österreichisch-ungarischen U-Boot versenkt.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

Full text

645 sommern — sonder. 
lieh gekleid#et Keller Nachl. 23; mit Umlaut: in 
reizender sömmerlieher lage Heinse Ardingh. 2, 281. 
— sommern, sömmern, sommermäßig sein oder machen, 
mhd. sumeren, sumern; 1) intrauf., vom Wetter: esti- 
badre, sumeren, sumern, summern, sommerng, summer 
werden Dies.; es sommert drauszen, anns calesit, et 
resoretur ealdore Stieler; auch: summeren, sich 20 
summerzeit an cim ort enthalten, deskivars Maaler; 
die schafo in eine fruchtbare gegend treiben, dasz sie 
ubersommero Steinbach; sommerlichen Schatten geben: 
bäumo sömmern, schatten, so daß nichts unter ihnen 
auskommt Adelung; die linde sömmert am stürksten 
ebd. 2) traus., in technischer eingeengter Spr.; in der 
Landwirtschaft, Vieh den Sommer über erhalten: was 
ein ieder nachbanr . . in berg und thal erwintern 
mag. dusz soll er auch mögen sömmern (Kühe und 
Pserde) Weist. 5,211 (aus der Schweiz); refl.: sobald 
sich das schuf sömmern kann (seine Sommernahrung 
suchen) Adelung; seld sömmern, mit Sommerfrucht 
bestellen; bei Gärtnern einen daum, ausschneiden, da- 
mit die Sonnenstrahlen durch die Aste können; bair. 
geschlagenes holz sumern, es in Blöcken liegen und 
den Sommer durch austrocknen lassen Schmeller; 
in der Hauswirtschaft betten sommern oder sömmern, 
in die Sommersonne legen; die huhner sömmern sich, 
wärmen sich in den Sonnenstrahlen. 
Sonde, k. Senkblei und Senknadel der Wundärzte; 
französisches Wort, in beiden Bed. herübergenommen, 
im 18. Ih. vorhanden (Nehring 1112); soode, senk- 
blei, loth Jacobsfon; soade, untersucher, ein werk- 
zeug. womit der wundarzt die wunde untersucht ebd.; 
bildlich: eine sonde, wie tief das wasser finanziell ist, 
in das wir staat und land vorschlagen, bincinzutrelen 
Bismarck Red. 11, 155; die sonde in eine herzens- 
wunde legen. — sonder, für sich bestehend, nicht all- 
gemein; 1) als Adv. gemeingermanisch, dunller Her- 
kunft, altnord. sundr, altengl. sundor, altsächs. sundar, 
ahd. sunlar, mhd. sunder, goth. mit anderer Endung 
sundro; in der Bed. für sich, abgetrennt, geschieden: 
er saz sunter Genes. in den Fundgr. 2, 66, 43; Kriem- 
hilt din vronwe si (die Boten) sunder sprechen began 
Nib. 1319; auch noch im ältern Nhd.: da nun der 
hauszbalter diese klumpen baar und woll sonder liegen 
sahe Simpl. 3, 85; sonst noch in Zusammensetzungen, 
die gerade in der neueren Spr. aufgelommen sind, 
s. unten; als Conjunction ein gegensätzliches Verhältnis 
ausdrückend, — im Gegenteile, aber, vielmehr: ni haben 
ih then diusal suntar Eren ubar al minan fater 
Otfrid 3, 18, 17; selten noch nhd.: sunder, aber, verum 
Maaler; sunder auch die hundt kamen und leckten 
im sein geschwer Luther krit. Ausg. 12, 591; was 
nit anheimsch, sonder was nuten im kloster Wickram 
Nollw. 9, 21; dasz mein herr vatter an vielen schiflen 
. nioht ullein part (Anteil), sonder auch in unsrer 
beimat anf seinen gutern jährlich 4 bisz 5000 schaale 
zu schüren hat Simpl. 2, 156; später vor sondern (s. d.) 
gewichen nur, als: kein volk aussgenommen sunder 
ic Teutschen Wickram Nollw. 173, 6; als Präposition 
mit dem Acc., = ausgeschlossen, ohne, erst im Mhd. 
erscheinend (früher schon altniederfränkisch: sundir un- 
reht Ps. 58, 5): rôse sunder dorn Walther 7, 23; 
auch durch äve verstärkt: sunder äno mine scholt 
fremecket er mich Minnes. Frühl. 31, 13; im älteren 
Nhd. noch häufig, neuer in gehobener oder alter- 
tümelnder Spr. oder in Formeln: sunder allen an- 
slosz Wickram Rollw., Titel; sonder falsch Homburg 
Clio J 5b; ein leben sonder tot, ein heute sonder 
morgen, ein ehre sonder neid, ein wallen sonder sorgen 
Albinus jüngst. Gericht C 36 sonder alle müngel 
Hölty 20; sonder kunde Uhland 299, schranke 
Geibel 3, 117, roh Strachwitz Ged. 88, abnen 
Schesfsel Tromp. 268, zweisel Freytag Bild. 339, 
646 
u. a.; o harnisch sonder gleichen! Arndt 501; aus- 
nahmsweise mit Dat.: sonder dir Opitz bei Adelung; 
sonder einer solohen flasche Lessing d, 237. 2) Ver- 
wendung als Adj. zeigt sich erst mhd. (auch in der Form 
besunder, vgl. besonder); — für sich, ohne Zusammen- 
hang oder Verbindung mit anderem: den juneberren 
er d0 bat an ein sunder sohis sant im gän Flore 
3529; es samlo sich das wasser . an sonderc orier 
1. Mos. 1, 9; ein sondre losung mil jm macht B Waldis 
Es. 4, 81; = hervorstechend, sich auszeichnend: ein 
sunder blie git sundern muot Minnes. 3, 1215; sundero 
liebe un einen legen, einen vast lieben Maaler; 
durch sondero gottes gnade Luther 6, 6.; elwas 
sonders B Waldis Esop 1, 5; ohn sondero unkosten 
Simpl. t, 356; in neuerer Spr. nur noch selten: (das 
Geschickh nimmt tiguren dieser art in scinen sondern 
schulz Wieland Perv. 1, 89; — ungewöhnlich, eigen- 
artig: mit sondrem namen ward er dort belegt Uhland 
175; doch liebt sio sondre Uvrei 336; herbstsonne 
giobt gar sondern schein Keller Werke 9, 90. — Zu- 
sammensetzungen zu 1: Sonderabdruck, m. besonderer Ab- 
druck eines in einer Zeitschrist erschienenen Artilels. — 
Sonderbund, m. besonderer Bund im Gegensatz zu einem 
allgemeinen. — Sondererklärung, f. besondere, von einer 
allgemeinen abweichende Erklärung: jede sondererklärung 
zu dem gedachten protokolle Preußen i. B. 4, 138. — 
Sondergruppc, k. besondere, für sich bestehende Gruppe 
Peschel Völkerk. 515.— Sonderinteresse, u. besonderes 
Interesse im Gegensatz zu einem allgemeinen Häusser 
d. Gesch. 3, 97. — Sondername, m. besonderer Name im 
Gegensatz zu einem allgemeinen: sondernamcn einzelner 
zweige oder gaue des volkes Freytag Bild. 1, 114.— 
sondersiech, in älterer Spr. der abgesonderte Aussätzige: 
sundersicoh, 7%rosus Maaler. — Sonderzug, m. be- 
sonderer, außerhalb der fahrplanmäßigen abgelassener 
Eisenbahnzug. 
Sonderbar, vom Allgemeinen sich abtrennend, mhd. 
sunderb###re; in der älteren Spr. wie sonder 2, — für 
sich, ohne Verbindung mit anderem: sunterbär azzen 
(die Juden, nicht mit den Heiden) Gencf. in den Fundgr. 
2, 67, 3; sunderbar, sunderlich, eigen, das underen nit 
gemein ist, sunder eim allein züschörig, spertalis, 
privaltus, praechuns, seine sunderbarc sachen, dic jm 
allein und nit der gemeind zü gehorlend, res quae 
ipsius erant privatae. mit sunderbarer freiheit be- 
gaabet, nrivilegiarius Maalerz; in die Bed. des Unge- 
wöhnlichen, Eigenartigen, Hervorragenden übergegangen: 
mit sonderbarer dapferkeit Zinkgref 1, 20; wann 
er einen solchen orl . dem gegentbeil ohn sonder- 
bare noth einhündigte Simpl. 1, 283; der fursl ist ihm 
mit sonderbarer kundo beigetahn Stieler; in neuerer 
Spr. dazu das Befremdende hervorhebend: deine wege 
sind sonderbar Schiller Fiesko 3, 4; dunkt das lhre 
majestüt so sonderbar?7 Karl. 4, 3; sonderbarer schwür- 
mer! 3, 10; es fich ihnen sonderbar auf. dasz auch das 
reieh anspruche an sio machen wollte Ranke Werke 
1, 88; mit tadelndem Beisinne: er beuimmt sich sonder- 
bar; mag er selber doch empfangen seinen sonder- 
baren gast Grillparzer 3, 31; wenn er nuch munches 
sonderbare an sich hat Benedix Wespe 1, 2; — Weiter- 
bildung: dieser theil des naturstudiums war somter- 
barlich angeregt worden Goethe Tagh. 1790. Dazu 
Sonderbarleit, I##ing #u#larstaos. auetoritas. prarstautiao, 
duritia, Morosskas u. a. Stieler; dio sonderbarkeit 
in scinem churnkter Schiller 1, 265; sonderbarkeiten 
in sitten, gebrünchen und gevohohciten Goethe 
46, 90. — Sonderheit, s. Abgesondertheit, besondere 
Art, mhd. sunderheit; in der Zufammenrückung io- 
sonderbeit. (s. d.). — sonderlich, besonders geartet, uhd. 
sunderlich, Weiterbildung des Adi. sonder; als Adi. 
und Adv. in älterer Spr. — für sich, besonder, nicht 
allgemein: angularf#, #pecsals, sunderlich, sonderlich 
41“ 
Sonderabdruck — sonderlich.
	        

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