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Archiv des öffentlichen Rechts. 33. Band. (33)

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Bibliographic data

fullscreen: Archiv des öffentlichen Rechts. 33. Band. (33)

Multivolume work

Persistent identifier:
archiv_des_oe_rechts
Title:
Archiv des öffentlichen Rechts.
Editor:
Mayer, Otto
Mendelssohn Bartholdy, Albrecht
Piloty, Robert
Laband, Paul
Place of publication:
Tübingen
Document type:
Multivolume work
Collection:
sammelbaende
DDC Group:
Recht
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
archiv_des_oe_rechts_033
Title:
Archiv des öffentlichen Rechts. 33. Band.
Volume count:
33
Publisher:
J. C. B. Mohr (Paul Siebeck)
Document type:
Volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1915
Scope:
573 Seiten
DDC Group:
Recht
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Chapter

Title:
Die Ersatzansprüche der öffentlichen Armenverbände gegenüber Privatpersonen.
Author:
Lifschütz, Alexander
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Archiv des öffentlichen Rechts.
  • Archiv des öffentlichen Rechts. 33. Band. (33)
  • Title page
  • Inhalts-Verzeichnis.
  • Nachruf.
  • Streitfragen aus dem Beamtenrechte. Zwei Gutachten.
  • Das Deutsche Reich als Bundesstaat.
  • Vergleichende Betrachtung der Staatsangehörigkeitsgesetze vom 1. Juli 1870 und vom 22. Juli 1913.
  • Die Einwirkung der sog. Amortisationsgesetze auf das Verfahren des Grundbuchamts sowie auf andere Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit.
  • Der örtliche Geltungsbereich der Immunität der Landtagsabgeordneten.
  • Einige Bemerkungen zum Reichs-Gesetzgebungsvorgang.
  • Das öffentliche Kinematographenrecht in Bayern.
  • Das englische Schwurgericht.
  • Notiz zum Falle Zabern.
  • Die völkerrechtliche Stellung der vom Feind besetzten Gebiete.
  • Ein Beitrag zur Lehre von der Staatsangehörigkeit.
  • Die Ersatzansprüche der öffentlichen Armenverbände gegenüber Privatpersonen.
  • Literatur.
  • Register.
  • Advertising

Full text

— 527 — 
Sinne. Die diesem Prinzip zugrundeliegende ratio ist so einleuch- 
tend, daß sie nur kurzer Erwähnung bedarf: der Staat soll zwar 
für seine Armen sorgen, aber die öffentliche Unterstützung 
soll die ultima ratio bilden. Zeigt sich, daß irgendwelche an- 
deren Personen, an der Spitze alimentationspflichtige Verwandte, 
vorhanden sind, die unterhalts- oder unterstützungspflichtig sind, 
so muß der Staat seiner Unterstützungspflicht ledig sein, soweit 
diese Personen die vorhandene Hilfsbedürftigkeit des Armen hin- 
reichend zu decken imstande sind. Denn’mögen auch diese für 
eine größere Anzahl von Personen zu sorgen haben, der Kreis 
derjenigen, deren Hilfsbedürftigkeit der Staat den von ihm ge- 
schaffenen Armenverbänden zu mildern aufgetragen hat, bleibt 
doch stets der größere. Dies muß die Versetzung der Armen- 
verbände an die letzte Stelle der Unterstützungspflichtigen recht- 
fertigen. 
3. Hat nun ein Armenverband einem Hilfsbedürftigen Un- 
terstützungen gewährt und stellt sich heraus, daß irgend eine 
zur Unterstützung näher verpflichtete Person vorhanden ist, so 
berechtigt dieser Umstand den Armenverband zur Rückforde- 
rung des Geleisteten von dem Näherverpflichteten. Das bestimmt 
362 UWG. Hierin ist, wie die herrschende Meinung lehrt, eine 
cessio legis enthalten®. Dies kann jedoch nicht zugegeben wer- 
den: jede cessio legis setzt voraus, daß im Moment des Ueber- 
gangs der Anspruch bei einem anderen geruht habe. Besteht in 
diesem Augenblick aber überhaupt kein Anspruch, so kann natur- 
gemäß auch von einem Uebergang auf einen anderen nicht die 
Rede sein. Der Dritte, also etwa der näher verpflichtete Ab- 
kömmling des Unterstützten, könnte nämlich dem Ersatz begeh- 
renden Armenverband entgegenhalten, daß er zu einer Alimen- 
tation für die Vergangenheit prinzipiell gar nicht verpflichtet sei 
($ 1613 BGB.)®. Hierauf dürfte er sich auch dem Armenverband 
5 Vgl. SCHARFER bei GRUCHOT Bd. 41 S. 230 ff. 
® SCHAEFER a. a. O. S. 282.
	        

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