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Staatslexikon. Erster Band: Abandon bis Elsaß-Lothringen. (1)

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Bibliographic data

fullscreen: Staatslexikon. Erster Band: Abandon bis Elsaß-Lothringen. (1)

Multivolume work

Persistent identifier:
bachem_staatslexikon
Title:
Staatslexikon.
Editor:
Bachem, Julius
Place of publication:
Freiburg im Breisgau
Document type:
Multivolume work
Collection:
deutschesreich
DDC Group:
Recht
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
bachem_staatslexikon_1
Title:
Staatslexikon. Erster Band: Abandon bis Elsaß-Lothringen.
Editor:
Bachem, Julius
Volume count:
1
Publisher:
Herdersche Verlagshandlung
Document type:
Volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1908
Edition title:
Dritte, neubearbeitete Auflage
Scope:
809 Seiten
DDC Group:
Recht
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Chapter

Title:
Baader - Bürgerstand
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Staatslexikon.
  • Staatslexikon. Erster Band: Abandon bis Elsaß-Lothringen. (1)
  • Title page
  • Imprint
  • Preface
  • Übersicht der Artikel.
  • Abandon - Aval
  • Baader - Bürgerstand
  • Carey - Costa Rica
  • Damaschke - Durchsuchungsrecht
  • Ebenbürdigkeit - Elsaß-Lothringen

Full text

655 
tungen des rechtsrhein. B. (10 1887); v. Pechmann, 
Wirkungskreis der bayr. Distriktsverwaltungsbe- 
hörden (5*51893); Pohl, Handb. für die rechtsrhein. 
Gemeindebehörden u. Gemeindebürger (1896); 
Krais, Handb. der inneren Verwaltung im dies- 
ehein. B. (1898). — Seidel, Bayr. Kirchenstaats- 
recht (1893); Lindner, Die Konfession der Kinder 
nach bayr. Recht (1894); Meurer, Bayr. Kirchen- 
vermögensrecht (3 Bde, 1899); Wagner, Übersicht 
über das gemeine u. bayr.-protestant. Kirchenrecht 
(1892); Kraußold, Die in der bayr.-protestant. 
Landeskirche diesseits des Rheins gültigen Gesetze 
u. Verordnungen (21893); Heimberger, Die staats- 
kirchenrechtl. Stellung der Israeliten in B. (1893); 
Silbernagl, Verfassung u. Verwaltung sämtlicher 
Religionsgenossenschaften in B. (7(1900); Beiträge 
zur Gesch., Topographie u. Statistik des Erzbis- 
tums München u. Freifing, hrsg. von Deutinger, 
fortges. von Specht (bis 1907: 10 Bde); Remling, 
Gesch, der Bischöfe zu Speyer (4 Bde, 1852/54); 
Das Bistum Augsburg (6 Bde, 1864/94); Geiger, 
Taschenkalender u. kirchl.-statist. Jahrb. (30. Jahrg. 
1908). — Böhm, Das bayr. Volksschulwesen (1874); 
Engelmann, Handb. des bayr. Volksschulrechts. — 
Statist. Jahrb. für das Königr. B. (seit 1898); 
Hof= u. Staatshandb. des Königr. B. 
lEd. Franz, rev. Sacher.] 
Beamte s. Amt. 
Bebauungsplan s. Polizei. 
Beccaria, Cesare, Marchesedi Bone- 
sana, ist in Mailand geboren am 15. März 
1738. Seine Erziehung genoß er im Jesuiten- 
kolleg zu Parma, verleugnete aber bald die ihm 
dort eingepflanzten Grundsätze unter dem Ein- 
fluß der Schriften Montesquieus, namentlich der 
Lettres persanes, und der französischen Enzyklo- 
pädisten. Ce sont eux qui ont développé dans 
mon äme les sentiments Thumanite étouffes 
par huit années d’une Gducation fanatiquc, 
schrieb er 1766 an den Übersetzer seiner berühmten 
Schrift, den Abbé Morellet. Im Kreis von gleich- 
gesinnten Freunden, namentlich der Grafen Ales- 
sandro und Pietro Verri, faßte er den Gedanken, 
die geltenden Strafgesetze, nach ihm „das un- 
geheuerliche Erzeugnis völlig barbarischer Jahr- 
hunderte"“, in ihrer Grundlage anzugreifen. Furcht 
vor den Folgen seiner Kühnheit hielt ihn zurück, 
bis er sich durch das Drängen P. Verris zur Ver- 
öffentlichung der Schrift Dei delitti e delle pene 
(Mail. 1764), anonym mit falschem Druckort 
(Monaco), entschied. 
Wenn auch in Italien — wir erinnern an die 
neapolitanische Schule Genovesis — die Auf- 
klärungsideen der englischen Deisten und der 
deutschen Illuminaten auf dem Gebiet der mora- 
lischen und politischen Wissenschaften meist in 
engeren, geheimen Kreisen sich ausgebreitet hatten, 
so standen Beccaria und der von ihm geleitete 
Mailänder Zirkel sowie die von demselben 1764 
und 1765 veröffentlichten Aufsätze in gänzlicher 
Abhängigkeitvon den französischen Enzyklopädisten. 
Nicht nur sorgten diese für die rascheste und wei- 
teste Verbreitung der Schrift Beccarias, nicht nur 
Beamte — Beccaria. 
  
656 
versah Diderot die Morelletsche Übersetzung mit 
Anmerkungen (s. u.), sondern Beccaria selbst be- 
kennt und erläutert seine Abhängigkeit in höchst 
charakteristischer Weise. „Mit Dankbarkeit und 
Beschämung“, schreibt er an Morellet, „habe ich 
die verbindlichen Sachen angenommen, die Sie 
mir von seiten berühmter Männer sagen, welche 
der Menschheit, Europa und Ihrer Nation so 
viele Ehre machen. D'Alembert, Diderot, Hel- 
vétius, Buffon, Hume, berühmte Namen, die man 
nicht ohne die innigste Bewegung hören kann, 
neue unsterbliche Werke sind meine stete Lektüre, 
der Gegenstand meiner steten Beschäftigung bei 
Tag und meines Nachdenkens im Schweigen der 
Nacht. Voll von den Wahrheiten, die ihr lehrt, 
wie könnte ich angebeteten Irrtümern räuchern 
und mich bis dahin erniedrigen, die Nachwelt zu 
belügen? ... Sagen Sie dem Baron Holbach, 
wie sehr ich ihn verehre, und wie begierig ich bin, 
seiner Freundschaft mich würdig zu machen Seit 
fünf Jahren her schreibt sich meine Bekehrung zur 
Philosophie, und ich verdanke sie der Lektüre der 
„Persischen Briefe“. Das zweite Werk, das die Re- 
volution in meinem Geist vollendete, ist der Brief 
des Helveétius vom Geiste.. . Der Lektüre ver- 
danke ich einen großen Teil meiner Ideen. 
(Der Brief findet sich ganz in der Bergkschen 
Übersetzung 1 1 ff, s. u.) 
Beccaria erfuhr bald heftigen Tadel und scharfe 
Beschuldigungen, aber weit mächtiger blieb der 
Beifall, namentlich in Frankreich, wo ja die 
Enzyklopädisten bereits die öffentliche Meinung 
beherrschten. Die Republik Venedig verbot streng 
die Verbreitung der Schrift in ihrem Gebiet; 
aber der österreichische Statthalter in Mailand, 
Graf Firmian, der emsige Vertreter der Wiener 
„Aufklärungsidee“, der Bedränger der lombardi- 
schen Katholiken und ihres mutvollen Verteidigers 
Kardinal Pozzobonelli (gest. 1783), versicherte ihn 
seines Schutzes, und als Katharina II. ihn nach 
St Petersburg zu ziehen gedachte, erklärte der 
Staatskanzler Fürst Kaunitz, es würde der österrei- 
chischen Regierungwenig Ehremachen, sich vom Aus- 
land in der gebührenden Wertschätzung des Genies 
übertreffen zu lassen. Beccaria ward zum Professor 
der Kameralwissenschaften ernannt (1768) und 
nahm dann auch an der Staatsverwaltung teil. 
wo er sich um Reform des Münzwesens und Ver- 
einfachung von Maß und Gewicht besondere Ver- 
dienste erwarb; endlich gehörte er auch einem 1791 
eingesetzten Ausschuß für Reform des Zivil= und 
Strafverfahrens an. Am 28. Nov. 1794 starb 
er; sein Tod blieb fast unbemerkt. 
Wenige Schriften des 18. Jahrh. erregten 
solches Aufsehen, wie Beccarias Dei delitti e 
delle pene — aber schärfer geprüft verliert das 
Werk viel von seinem Glanze, wie andere aus 
gleichem Geist hervorgegangene. Beccaria grün- 
det den Staat auf einen Vertrag, der herrschenden 
naturrechtlichen Richtung seiner Zeit entsprechend. 
Der Staat kann die Freiheit der einzelnen nur 
 
	        

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