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Staatslexikon. Vierter Band: Patentrecht bis Staatsprüfungen. (4)

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Bibliographic data

fullscreen: Staatslexikon. Vierter Band: Patentrecht bis Staatsprüfungen. (4)

Multivolume work

Persistent identifier:
bachem_staatslexikon
Title:
Staatslexikon.
Editor:
Bachem, Julius
Place of publication:
Freiburg im Breisgau
Document type:
Multivolume work
Collection:
deutschesreich
DDC Group:
Recht
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
bachem_staatslexikon_4
Title:
Staatslexikon. Vierter Band: Patentrecht bis Staatsprüfungen.
Editor:
Bachem, Julius
Volume count:
4
Publisher:
Herdersche Verlagshandlung
Document type:
Volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1911
Edition title:
Dritte, neubearbeitete und vierte Auflage.
Scope:
791 Seiten
DDC Group:
Recht
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Chapter

Title:
Patentrecht - Pufendorf
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Politik.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Staatslexikon.
  • Staatslexikon. Vierter Band: Patentrecht bis Staatsprüfungen. (4)
  • Cover
  • Title page
  • Übersicht der Artikel
  • Patentrecht - Pufendorf
  • Patentrecht.
  • Patriarchie.
  • Patrimonialstaat.
  • Patronage.
  • Patronatsrecht.
  • Persien.
  • Person.
  • Personenstand.
  • Peru.
  • Petitionsrecht.
  • Pfarrer.
  • Phillips.
  • Physiokraten.
  • Placetum regium.
  • Plato.
  • Plebiszit.
  • Polenfrage.
  • Politik.
  • Polizei.
  • Polizeivergehen, Polizeistrafen und Polizeistrafverfahren.
  • Portugal.
  • Post und Telegraphie.
  • Presse, Preßfreiheit, Preßgesetzgebung.
  • Preußen.
  • Prise, Prisenrecht.
  • Privatbeamte.
  • Proletariat.
  • Prostitution.
  • Protektorat.
  • Proudhon.
  • Pufendorf.
  • Raiffeisen - Rußland
  • Sachsen - Staatsprüfungen
  • Werbung.

Full text

207 
Sittengesetzes zu verhüten und jede Forderung 
desselben durch seine Zwangsmittel zu unterstützen, 
gehört in einen andern Zusammenhang (vgl. d. 
Artt. Freiheit, Sittenpolizei, Recht). 
Literatur. Mohl, Enzyklopädie der Staats- 
wissenschaften (21872; neue Aufl. 1881; daselbst 
eine systematische Übersicht der älteren Literatur); 
Bluntschli, Lehre vom modernen Staat III (51876); 
ders., Art. „P.“ im Staatswörterbuch; Holtzen- 
dorff, Prinzipien der P. (21879); Francis Lieber, 
Manual of Political Ethics (Lond. 1838, neue 
Aufl. 1876); Buchez, Traité de politique (2 BDde, 
Par. 1866); Walter, Sozialpolitik u. Moral 
(1899); Roscher, P., geschichtl. Naturlehre der 
Monarchie, Aristokratie u. Demokratie (°1908); 
Treitschke, P., Vorlesungen (2 Bde, 21899/1900); 
Schollenberger, P. in systematischer Darstellung 
(1903). (v. Hertling.) 
olitische Sronomie s. Volkswirtschafts- 
ehre. 
Politische Parteien s. Parteien, poli- 
tische. 
Politisches Gleichgewicht s. Gleich- 
gewicht, politisches. 
Polizei. (I. Begriff. II. Behörden: Orts-, 
Landespolizei, Minister, gutsherrliche, gerichtliche, 
geheime Polizei. III. Wirksamkeit. 1. Nach dem 
Gegenstand: Staat, Person, Verhältnis der Per- 
son zu den Gütern; 2. nach Form und Zweck: 
präventive und repressive Polizei, Eingrenzung, 
Ausweisung, Beschlagnahme, Polizeiaufsicht; dis- 
positive und exekurive Polizei, Zwangsmittel der 
exekutiven Polizei; judikative und legislative Po- 
lizei, Straffeststellungs= und Strafverordnungs- 
recht. IV. Rechtsmittel: Beschwerde, Verwaltungs- 
streitverfahren, Zivilklage.) 
I. Begriff. Das Wort stammt vom griechi- 
schen rorela, hat aber eine andere Bedeutung 
als dieses. Iloh##r#elbedeutet Bürgerrecht, Teil- 
nahme an der Staatsverwaltung, Staatsver- 
fassung, Staat überhaupt, während die Polizei 
einen Zweig der innern Staatsverwaltung bildet, 
über dessen nähere Begriffsbestimmung die An- 
sichten sehr auseinandergehen. Einige Definitionen 
betreffen nur die eine oder die andere besonders 
hervorstechende Wirksamkeit der Polizei, andere 
gehen wieder zu weit und ziehen die gesamte innere 
Verwaltung im Gegensatz zur Rechtspflege in ihren 
Bereich. Da in der Tat die Polizei auf allen Ge- 
bieten staatlichen Wirkens mehr oder minder ein- 
greift, so ist die scharfe Abgrenzung derselben 
schwierig. Das preußische Allgemeine Landrecht 
sagt: „Die nötigen Anstalten zur Erhaltung der 
öffentlichen Ruhe, Sicherheit und Ordnung und 
zur Abwendung der dem Publiko oder einzelnen 
Mitgliedern desselben bevorstehenden Gefahren 
zu treffen, ist das Amt der Polizei“, eine Erklä- 
rung, welche die sog. Sicherheitspolizei zu sehr 
in den Vordergrund stellt. Die der Polizei eigen- 
tümliche Aufgabe tritt überall da in die Erschei- 
nung, wo es sich um die Feststellung und die Aus- 
gleichung der im Interesse des öffentlichen Wohls 
zu erhebenden Anforderungen gegenüber entgegen- 
Politische Okonomie — Polizei. 
  
208 
stehenden natürlichen Hindernissen oder mensch- 
lichen Bestrebungen handelt. Das Wort bezeichnet 
sowohl die Behörden, die zu dieser Wirksamkeit 
berufen sind, als auch die letztere selbst. 
II. Behörden. Die unterste Stufe der Po- 
lizeibehörden bildet die Orts polizei, deren Wirk- 
samkeit sich auf bestimmte Ortlichkeiten beschränkt. 
Sie wird in der Regel durch die Gemeindebehörde 
wahrgenommen, durch Orts-, Gemeindevorsteher, 
Amtmänner, Beigeordnete, Bürgermeister usw. 
Die Amtsvorsteher, welche in den östlichen Pro- 
vinzen Preußens mit Ausnahme von Posen und 
Schleswig-Holstein die Ortspolizei ausüben, 
nehmen eine Mittelstellung ein zwischen Staats- 
und Gemeindebeamten. Der Staat hat sich vor- 
behalten, die Ortspolizei durch staatliche Organe 
zu verwalten, sowohl auf dem Land, wie z. B. in 
der preußischen Provinz Posen durch die Distrikts- 
kommissare, als auch besonders in größeren 
Städten durch Polizeidirektoren oder Polizei- 
präsidenten. Im allgemeinen herrscht die Auf- 
fassung vor, daß auch die Gemeindebeamten die 
ortspolizeiliche Tätigkeit nicht kraft eignen Rechts, 
sondern im Auftrag des Staats ausüben sie sind 
daher in polizeilichen Angelegenheiten, unbeschadet 
der sonstigen Selbstverwaltung der Gemeinden, 
den Staatsbehörden unterstellt. In einigen 
Staaten, am entschiedensten in Württemberg und 
Weimar, tritt die Auffassung zutage, daß die Po- 
lizeigewalt der Gemeinde als solcher zusteht, die 
Ausübung also im Namen der Gemeinde erfolgt. 
Über der Ortspolizei wird die Polizei für einen 
größeren Teil des Staatsgebiets durch staatliche 
Behörden ausgeübt, die unter sich verschiedenartig 
gegliedert sind und im Gegensatz zu jener auch 
Landespolizeibehörden genannt werden. Dahin 
gehören in Preußen die königlichen Regierungen 
(Abteilung des Innern), jetzt die Regierungs- 
präsidenten, in Bayern die Kreisregierungen und 
Bezirksämter, in Sachsen die Kreis= und Amts- 
hauptmannschaften, in Württemberg die Kreis- 
regierungen und Oberämter, in Baden die Be- 
zirksämter, in Hessen die Provinzialdirektionen 
und Kreisämter, in Osterreich die Bezirkshaupt- 
mannschaften. Dieselben sind zugleich vorgesetzte 
Dienstbehörden der Ortspolizei und gemeinhin 
berechtigt, der letzteren Anweisungen zu erteilen, 
ihre Maßregeln außer Kraft zu setzen, ihre Tätig- 
keit zu beaufsichtigen. Außerdem sind der Landes- 
polizei bestimmte Geschäfte, die eine besondere Be- 
deutung haben, über das Gebiet einzelner Ortlich- 
keiten hinübergreifen oder größere technische Kennt- 
nisse voraussetzen, z. B. gewisse gewerbliche Kon- 
zessionen, vorbehalten. Orts= wie Landespolizei- 
behörden sind in ihren Maßregeln durch die neuere 
Gesetzgebung vielfach an die Zustimmung von 
Selbstverwaltungskörpern gebunden. 
Die oberste Polizeigewalt beruht bei dem Mi- 
nister, teils bei dem Minister des Innern teils 
bei den Ressortministern; besondere Polizeiminister 
gibt es durchweg nicht mehr. In Osterreich stehen
	        

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