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Sachsen in großer Zeit. Band I. (1)

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Bibliographic data

fullscreen: Sachsen in großer Zeit. Band I. (1)

Multivolume work

Persistent identifier:
bachem_staatslexikon
Title:
Staatslexikon.
Editor:
Bachem, Julius
Place of publication:
Freiburg im Breisgau
Document type:
Multivolume work
Collection:
deutschesreich
DDC Group:
Recht
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
bachem_staatslexikon_4
Title:
Staatslexikon. Vierter Band: Patentrecht bis Staatsprüfungen.
Editor:
Bachem, Julius
Volume count:
4
Publisher:
Herdersche Verlagshandlung
Document type:
Volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1911
Edition title:
Dritte, neubearbeitete und vierte Auflage.
Scope:
791 Seiten
DDC Group:
Recht
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Chapter

Title:
Raiffeisen - Rußland
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Religionsunterricht.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Sachsen in großer Zeit.
  • Sachsen in großer Zeit. Band I. (1)

Full text

42 
geschlossen zugegen, Divisionspfarrer Paetzold hielt ein 
kurzes Gebet. Sein Grab liegt am Fort Fresnes zirka 6 
bis 7 Kilometer nördlich von Reims. Es ist leicht zu er- 
reichen und auffindbar. Auerbach wird Dir auch noch 
schreiben, auch der Kommandeur. Daß die Teilnahme 
eine allgemeine und tiefe ist, kannst Du Dir denken. Er 
ist das erste Opfer des Offizierkorps für unsere große Sache. 
Gott wolle ihm Frieden geben und Dir Trost. 
Es bküßt Dir in aufrichtiger Teilnahme die Hand 
Dein treuergebenster Vetter 
Adolf Bentheim. 
Im Kreise der Kameraden des tapferen Toten rief der 
Divisionspfarrer Pactzold dem Fürsten die treuen Worte 
des Gedenkens in die einfache Soldatengruft nach: 
„Während die Kanonen der Feldschlacht uns umbrüllen, 
legen wir hier in sein schlichtes Soldatengrab einen lieben 
Kameraden, 
seiner unsterblichen Seele den Lohn der Treue in Gnaden 
schenken, die Krone des Lebens, um Jesu Christi willen. 
Und er wolle trösten die tiefgebeugte Witwe, die trauernden 
Geschwister, und sie erfahren lassen, daß denen, die Gott 
lieben, alle Dinge zum Besten dienen. 
Uns aber, die noch im Kampfe, der Unruhe des Lebens 
stehen, wolle er mit seiner Gnade ein festes, fröhliches 
Soldaten= und Christenherz schenken, daß auch wir allzeit 
bis zum Tode getreu unsere Pflicht für König und Vater- 
land tun, auch wenn die schwersten Aufgaben an uns heran- 
treten und die großen Opfer gefordert werden. Wir wissen, 
wofür wir sie bringen: für die höchsten und heiligsten Güter 
unseres Lebens und unseres Volkes. Und Gott, der eine 
Last auflegt, hilft sie auch tragen. Er ist unsere Sonne 
und unser Schild. Unsere Seele harret auf ihn, daß er 
bei uns und mit uns bleibe mit seiner Kraft und seiner 
Treue. Dann 
  
auf den wir 
  
wird es auch 
wohl das weiter im- 
Wort an- mer vor- 
wenden dür- wärts gehen 
fen: Er war durch Kampf 
getreu bis an zum Sieg 
den Tod. Ge- und endlich 
treu seinem ehrenvollen 
Eid, seinem Frieden. 
König und Dann wer- 
Vaterland, den auch wir 
eilte er, als die Treue bis 
der Krieg ans Ende be- 
ausbrach, zu währen kön- 
den Waffen, nen und dann 
ungeachtet wird auch 
dessen, was über unse- 
er, ein Mann rem Grab 
auf den einmal die 
Höhen des Verheißung 
Lebens sie- Wahrheit 
hend, zurück- werden:, Sei 
ließ. Getren getreu bis an 
seiner Pflicht den Tod, so 
blieb er, als will ich dir 
ciner der er- die Krone 
sten zum des Lebens 
Grenzschutz geben.“ 
nach Stave- Die Leiche 
lowentsandt, des Fürsten 
dort auf sei- Gesamtansicht von Namur von Schön- 
nem Posten, burg-Wal- 
auch als sein Regiment schon weggezogen war, ohne ihn ab- 
zuberufen. Dann ist er ihm mitten durchs feindliche Land 
allein nachgezogen, ein unerschrockener Reitersmann, ganz 
auf eigene Umsicht und Tatkraft angewiesen. Und als er vor 
10 Tagen hier beim Regiment glücklich angelangt war, hat 
er, getreu den Traditionen seines edlen Hauses und seines 
ruhmvollen Regiments, alobald sich wieder durch sein küh- 
nes, furchtloses Draufgehen ausgezeichnet und nun auf einem 
Patrouillenritt im Morgengrauen den frühen Tod gefunden. 
„Morgenrot, Morgenrot, leuchtest mir zum frühen Todl 
Reiterlos, Soldatenlos! Aber keinen ehrenvolleren Tod 
konnte er finden, kein schöneres Grab, als hier unter wil- 
dem Nosenstrauch im Angesicht des Feindes, bis ihn einst 
die heimatliche Erde aufnimmt. Mag er ruhen hier wie 
dort in seinen Heldenehren, bis auch ihn einst das Morgen- 
rot und der Posaunenklang der Ewigkeit erweckt. Sein An- 
denken wird unter uns unvergessen und in Ehren bleiben, 
der erste Offizier des Garde-Husaren-Regiments, der in 
diesem Feldzug fiel. 
Gott, der die Treue ist und die Treue fordert, wolle 
denburg wurde später wieder ausgegraben und nach Lichten- 
stein gebracht, wo die Beisetzung am 29. September 1914 
erfolgte. Verwundete Krieger, die in der Heimat weilten, 
trugen dem Sarge ihres toten Kameraden das schlichte 
Holzkreuz vorauf, das sein Grab im Feindesland ge- 
schmückt hatte. 
Und der wilde Rosenstrauch, unter welchem Fürst Otto 
Viktor an jenem frühen Septembermorgen in Frankreich 
beigesetzt ward, ist auch nach Deutschland hereingebracht 
worden, er grünt und blüht alljährlich bei der Fürstlichen 
Familiengruft in Lichtenstein in Sachsen. Fürstin Sophie 
von Albanien, des Verewigten einzige Schwester, hat eine 
Tafel dabei anbringen lassen: „Unter diesem Nosenstrauche 
fand Seine Durchlaucht Fürst Otto Viktor von Schönburg= 
Waldenburg, Oberleutnant im Leib-Garde-Husaren-Regi- 
ment, im Kampfe fürs Vaterland, gefallen am 14. Sep- 
tember 1914 bei Reims in Frankreich, die erste Nuhestätte 
in Feindesland vor der Uberführung in die Heimat.“ 
Dein Blut das Wappenkleinod deines Stammes! 
Der junge Fürst, der an Christi Grabe stand, er fiel
	        

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