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Der Belagerungszustand, insbesondere in seiner Bedeutung für Strafrecht und Strafprozess.

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Bibliographic data

fullscreen: Der Belagerungszustand, insbesondere in seiner Bedeutung für Strafrecht und Strafprozess.

Monograph

Persistent identifier:
belagerungszustand_strafrecht_strafprozess
Title:
Der Belagerungszustand, insbesondere in seiner Bedeutung für Strafrecht und Strafprozess.
Place of publication:
Göttingen
Publisher:
Universitäts-Buchdruckerein E. A. Huth
Document type:
Monograph
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1916
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Chapter

Title:
Abschnitt III: Wirkungen der Erklärung des Kriegszustandes.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
B. Fakultative Wirkungen.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
§ 11. Einsetzung von Kriegsgerichten.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Der Belagerungszustand, insbesondere in seiner Bedeutung für Strafrecht und Strafprozess.
  • Title page
  • Blank page
  • Bemerkungen zur Prüfung.
  • Widmung
  • Inhalt.
  • Literaturverzeichnis.
  • Die im Text behandelten Entscheidungen des Reichsgerichts über das Gesetz vom 4. Juni 1851.
  • Einleitung. § 1.
  • Abschnitt I.
  • § 2. Voraussetzungen der Erklärung des Kriegszustandes.
  • Abschnitt II: Die Erklärung des Kriegszustandes.
  • § 3. Die Zuständigkeit.
  • § 4. Die Form der Erklärung.
  • Abschnitt III: Wirkungen der Erklärung des Kriegszustandes.
  • A. Obligatorische Wirkungen.
  • B. Fakultative Wirkungen.
  • § 10. Die Zulässigkeit der Suspension von Verfassungsartikeln.
  • § 11. Einsetzung von Kriegsgerichten.
  • § 12. Schluß.
  • Lebenslauf.

Full text

133 
Händen haben. Tatsächlich sind ihm auch weder im 
BZG. noch sonst in einem anderen Gesetz richterliche 
Funktionen übertragen. 
Das Legalitätsprinzip gebietet auch dem Bericht- 
erstatter gleich dem Staatsanwalt im ordentlichen Prozeß 
die Pflicht zur Erbebung der Anklage bei zureichenden 
tatsächlichen Anhaltspunkten; $ 152 II StPO. ist ent- 
sprechend anzuwenden (Ausnahmen: StGB. 88 14, 37). 
Freilich gibt es im kriegsgerichtlichen Verfahren 
nicht den $$ 169—171 StPO. entsprechende Vorschriften, 
die im ordentlichen Prozeß die strenge Durchführung des 
Prinzips garantieren, Eine analoge Anwendung der StPO. 
ist bei dem ganz anders gearteten Aufbau der Kriegs- 
gerichte hier ausgeschlossen. 
Der Prozeßbetrieb, d. i. die Fürsorge für das 
Fortschreiten des Prozesses von seinen Anfängen bis zum 
Urteil, erfolgt von Amtswegen durch die beteiligten 
Behörden. 
Eine Regelung über die Fristen findet sich iw 
BZG, nicht. Gesetzliche Fristen des BZG. gibt es daher 
überhaupt nicht; richterliche Fristen sind nach freiem 
Ermessen des Gerichts zu bestimmen; für die Frist- 
berechnung gelten 88 42, 43 StPO. 
Eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand im 
Sinne der 88 44-47 StPO. ist ausgeschlossen; sie würde 
dem Zweck des Verfahrens widersprechen. 
Die Zustellungen im kriegsgerichtlichen Verfahren 
erfolgen grundsätzlich von Amtswegen (vgl. $$ 36, 37, 
auch 840 StPO.) Ausnahme: $ 38 StPO. 
Von Zwangsmitteln ist die Verhaftung im 
BZ2G. erwähnt, aber nicht geregelt; es gelten daher die 
Bestimmungen der StPO. Sachlich ist also die Ver-
	        

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