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deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

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Bibliografische Daten

fullscreen: deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
bgbl
Titel:
Bundes-Gesetzblatt des Norddeutschen Bundes.
Erscheinungsort:
Berlin
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1867
1870
DDC-Sachgruppe:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
bgbl_1870
Titel:
Bundes-Gesetzblatt des Norddeutschen Bundes. 1870.
Bandzählung:
4
Herausgeber:
Königliche Geheime Ober-Hofbuchdruckerei (R. v. Decker)
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1870
DDC-Sachgruppe:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch

law_gazette

Titel:
Stück No 14.
Bandzählung:
14
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
law_gazette

law

Titel:
(Nr. 475.) Gesetz wegen Beseitigung der Doppelbesteuerung.
Bandzählung:
475
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
law

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Wörterbuch.
  • deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Volltext

699 
Froschmänf. 2, 1, 4; gewendet auf Betragen und Ver- 
fahren: sie lumpen sich ja miteinander, n coeno /10— 
5%½% nof###kk%?. Stieler; jetzt lumpen, herumlumpen. 
wie ein Lump herum steben, nichts thun, unordentlich 
leben; — in anderm Sinne transitives lumpen. Lump 
schelten, wie einen Lump behandeln: jemanden lumpen 
Adelung; besonders in der Redensart sich nicht 
lumpen lussen, nicht nachsagen lassen, daß man filzig 
oder geizig sei: er lässct sich nicht lumpen, conk#emmm“ 
4% non „ad Stieler; gieb so zu verstehn, es gelte 
jetzt, sich chre machen, sich nieht lumpen lassen 
Heyse 10, 143. — Lumperei, f. lumpiges Wesen, Arm- 
feligkeit: es ist lauter lumperei mit ihm Stieler: 
gewöhnlich = armseliges, verächtliches Ding; im All- 
gemeinen: alles in der welt lauft doch auf einc lum- 
perei hinaus Goethe Werther 1; wie soll ich nach 
18 jahren noch alles von diesen lumpercien und ge- 
meinheiten wissen Bismarck Reden 13, 254; geringe 
Geldsumme: „wie theuer “ eine lumperei. sechzig louis- 
dors Schiller 4, 191; unwichtige, armselige Arbeit: 
alle lumpereien zu thun. die sie begehrten Keller 
Seldw. 2, 176; — Thun, Verfahren wie eines Lumpen: 
aus einer lumperei in die andere geraten; aus den 
lumpercien nieht herauskommen. — lumpicht, in jüngerer 
Form lumpig, in Lumpenart; bezogen auf die Kleidung, 
im 16. Ih. auf die zerschnittene Modetracht: ein lumpeehr 
wol zerhawen kleidt Grobian. 4666; später auf abge- 
rissenes Gewand: deinen lumpichten mantel Fr Müller 
2, 187; daher ein alter lumpichter kerl omo annis 
et pannĩs« obsitus Steinbach; ein lumpiger kerl 
Eichendorff Taugen. 59; leute von allen kalibern, 
lumpige und wohlgekleidete Seume Spaz. 1, 72; — 
übertragen auf armselige, geringe, nichtswerte Dinge 
schkechthin: um eine lumpige adrienne so viel umstünde 
maeben Lessing Dram. 22; lumpichte zwei groschen 
Adelung; es ist gar keine ehre dabei, aus solch 
lumpigem gefängnisse auszubrechen Freytag Val. 
4, 2; ein lumpiges lustspiel Keller Werke 8, 121; von 
Personen: wo hier das lumpigst’ hoffräulein die nase 
sich unterstand zu rümpfen Heyse 10, 5. 
Lunge, f. 1) innerer Teil des Körpers zur Atmung; 
gemeingerm., nur goth. und altsächs. nicht überliefertes 
Wort, altnord. lnga, altengl. lungen, ahd. lungunna, 
lunginna und lunga, mhd. lungene und lunge; ohne 
urverwandte Bezüge, zusammengestellt mit dem mhd. 
Adj. lung, weich, nachgiebig, ahd. lungar, mhd. lunger 
hurtig, rasch, mhd. ungen vorwärts gehen, so daß in 
dem Subst. der Begriff des Leichten und Aufschnellenden 
liegen mag. Als Werkzeng des Atmens, Sitz der 
Stimme, besonders in Redensarten: eine gute lunge 
haben; dasz der himmel ihren sohn mit so vieler weis- 
heit und lunge ausgerustet hat Rabener 4, 366; eurer 
lunge .. zu schonen Schiller Ränb. Trauersp. 4, 2; 
der kanziler hat sich jahre lang hindurch die lunge 
aus dem leibe gesprochen Bismarck Reden 13, 97; 
bei Erkrankung der lunge heißt es im gewöhnlichen 
Leben es auf der lunge haben; mit meiner lunge nur 
i#ts schlecht bestellt Heyse 10, 97; die lunge aus 
Flügeln bestehend, deren einer oder der andere krankhaft 
entarten kann, daher mit einer halben lunge atmen. 
leben; der Plur. lungen kann auch von einer Lunge 
stehen und beide Lungenflügel zusammenfassen (vgl. 
lungenpaar): was für sehrechliche lungen! (eincs lant 
Sprechenden) Goethe Rameans Neffe; allitterierende 
Verbindung longe und leber (s. d.); lunge und lust- 
röhre Lohenstein Armin. 2, 105b. 2) anderes lunge 
in älterer Spr. — Roßkot, Roßapfel, ungewifser Her- 
kunft und Beziehung: mit lungen ich ouch werfen kan 
Murner Narrenbeschw. 68, 43; so solt man uns doch 
mit hunden aushetzen, und mit lungen auswerfen 
Luther 4, 3867; vgl. dazu Zachers Zeitschr. 24, 37 fg. 
285 sg. — Zusammensetzungen zu 1: Lungenentzün- 
Lumperei Lunge. 
700 
dung, f. Krankheitsname, Entzündung der Lunge. — 
Lungenfäule, k. Faulung der Lunge, Krankhert bei 
Pferden, Schafen, Rindern. — Lungenflügel, m. Teil 
der Lunge (vgl. füügel 2): rechter, linker 1. — Lungen- 
geschwür, n. Geschwür in der Lunge. — Lungenhieb, m. 
Hieb in die Lunge; bildlich für einen derben Hieb, der 
gleichsam den Atem stocken läßt. — lungenkrank, krank 
auf der Lunge; dazu Lungenkrankheit, 1. — Lungen- 
mus, n. musartige Speise, ans der Lunge eines eßbaren 
Tieres bercitet; sprichwörtlich: klein (durcheinander) 
gehackt wie lungenmus; soll ich dir den deinigen 
(Herrn) ganz zu einem lungenmus zusammenhauen? 
Hebel 2, 187. — Lungenpaar, n. die beiden Lungen- 
flügel: einer . den gott mit waekrem lungenpaar ge- 
segnet Heyse 3, 69. — Lungenprobe, k. Probe mit der 
Lunge eines neugeborenen Kindes, die, je nachdem sie 
im Wasser schwimmt oder untersinkt, anzeigt, ob das 
Kind geatmet hat oder tot zur Welt gekommen ist. — 
Lungenschlag, m. Schlagfluß mit Lähmung der Lunge: 
du büättest dir einen lungensehlag holen können Wilben- 
bruch Opser 56. — Lungenschwindsucht, k. Schwindsucht 
der Lunge. — Lungensucht, t. Krankheit der Lunge, be- 
sonders Schwindsucht. — Lungenwurz, k. Name des 
Mauerhabichtkrautes. 
Lungern, aufpassen, gierig lauern, erst uhd. auf- 
gekommene Bildung zu dem unter lunge aufgeführten 
Adj. ahd. lungar, mhd. lunger rasch, hurtig; nach 
gnadenbrot zu lungern Bürger Mannstrotz; zur 
stunde der lungernden magen das Lied von Treuc; 
meist übergegangen in die Bed. müßig herumstehen, 
faulenzen: mir däucht, dasz ieh nun einige wochen 
ehrlich lungern kann Seume Spaz. 2, 160; dasz. der 
taule landstreicher nichts thue als lungern und sich 
mästen Gandy Erz. 130; (Burschen) welche, die hände 
in den hosentaschen, auf der strasze lungerten Frey- 
tag Soll 1, 37; da lungert ja . ein lakai herum 
Handschr. 2, 425. Dazu Lungerleben, u. Leben in Fau- 
lenzerei: wir werden . . dies lungerleben aufgeben 
Heyse 9, 379. 
Lünse, k. Achsnagel, Weiterbildung des gleichbedeu- 
tenden ahd. lun und luna, mhd. lun und lune, in der 
Form ahd. lunisa, altengl. Unis. mhd. lunse, lunse 
mit leicht abweichenden Nebenformen (lunze, lonze, lunne 
u. ähnl.); Wort unsicherer Abkunft: zerbrochene lunse 
Voß Luise 3, 2, 51. 
Lunte, k. (früher auch m.) Zündstrick; erst im Nhd. 
belegtes Wort, zunächst mit der Bed. Fetzen, Lumpen: 
die lunten pimmet man . darausz macht man pappir 
Luther Tischr. 2215; dann auch Lampendocht: ein 
lünten in der umpel Wirsung Arzneib. 566, noch jetzt 
niederdeutsch: ungewisser Herkunft; die Bed. des Zünd- 
strics für Schießgewehr und Minen hat sich aus der 
vorigen seit 16. Ih. ergeben, auch niederl, Ionte Kilian; 
musqueten und brennende lunten Schuppius 93; 
ihre lunten so anzulegen. dasz wo möglich alles auf 
einmal feuer fienge Schiller 4, 161; pulvertonnen. 
wenn eine lunte hinein fällt Fiesko 2, 5; in der Redens- 
art lunte riochen, Verdächtiges oder Gefahr wittern, 
bergenommen von dem durchdringenden Geruch einer 
glimmenden Lunte: er reucht lunten, i#(4%# /d animad- 
nertit Schottel; ein stick von geistlichkeit hatte 
lunte gerochen Seume Spaz. 2, 43: — launte, bei den 
Jägern, der breunend rote Schweif des Fuchses. 
Lüpsen, empor beben; abd. nicht nachgewiesen, mbd. 
lupfen und lupfen, ungewisser Herkunft, mit dem gleich- 
bedentenden lutten unverwandt; wesentlich auf die ober- 
deutschen Mundarten beschränkt, in der Schriftspr. ver- 
bältnismäßig selten; unumgelautete Form in älterer 
Spr.: da danzten schupften, hupften. lupften (sie) 
Garg. 154; auch in neuerer, z. B. bei Goethe: wie 
jeder doch che beine luptt Fanst 1; gewöhnlich um- 
gelautet: einen lupfen, in die höhe lüpfen, so beim 
Lungenentzündung — lüpfen.
	        

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