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Bismarck Die gesammelten Werke. Band 3. (3)

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Bibliographic data

fullscreen: Bismarck Die gesammelten Werke. Band 3. (3)

Multivolume work

Persistent identifier:
boettiger_geschichte_sachsen
Title:
Geschichte des Kurstaates und Königreiches Sachsen.
Author:
Flathe, Heinrich Theodor
Place of publication:
Gotha
Document type:
Multivolume work
Collection:
sachsen
Publication year:
1873
DDC Group:
Geschichte
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
boettiger_geschichte_sachsen_dritter_band_1873
Title:
Geschichte des Kurstaates und Königreiches Sachsen. Dritter Band: Neuere Geschichte Sachsens von 1806-1866.
Author:
Flathe, Heinrich Theodor
Volume count:
3
Publisher:
Friedrich Andreas Perthes
Document type:
Volume
Collection:
sachsen
Publication year:
1873
Scope:
883 Seiten
DDC Group:
Geschichte
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

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Document type:
Multivolume work
Structure type:
Advertising

Contents

Table of contents

  • Bismarck Die gesammelten Werke.
  • Bismarck Die gesammelten Werke. Band 3. (3)

Full text

8 NMiufsischer Rat an Oesterreich, sich mit Dreußen m verständigen. Rückkehr zur Helligen Allian)? 
Auf die Susicherung des Grafen Thun in der gestrigen Audien; hat S. M. wohlwollend 
geantwortet und in erster Linie den NRat erteilt, sich unter allen Umständen mit uns zu 
einigen und zu diesem Behufe keine Konzessionen auf dem Gebiete der deutschen Politik 
zu scheuen. Die Mittelstaaten würden alsdann unter beihelfender Einwirkung Rußlands, 
wenn es nötig wäre, sich den beiden deutschen Großmächten, trotz aller entgegenstehenden 
Gelüfte einzelner, unzweifelhaft anschließen und sich auf diese Weise ein Damm gegen die 
GSluten der Revolution bilden lassen, deren Hereinbrechen von IStalien nach Ungarn, unter 
Umständen auch nach FSrankreich, augenblicklich die bedrohlichste Gefahr für Curopa bilde. 
Denselben Rat bat Sürst Gortschakowm dem Grafen Thun gegeben und binzugefügt, 
daß die Verständigung beider deutschen Mächte nur durch Konzessionen Österreichs an- 
gebahnt werden könne; denn Preußens Stellung sei an sich im Bunde so ungünstig wie 
möglich und erlaube uns keine weiteren Opfer; außerdem aber sei Preußen gegenwärtig 
der Stärkere, weniger Gefährdete und an Sähbigkeit, Verbündete zu finden, Begünstigtere 
unter beiden Staaten: es sei daber an Osterreich, entgegenzukommen und einzulenken. 
Graf Thun hat die letztere Ansicht nicht ohne Empfindlichkeit zurückgewiesen, darauf aber 
die Antwort erhalten, daß man aus Osterreichs Nachgiebigkeit gegen Preußen allein 
werde entnehmen können, ob das Wiener Kabinett der Belehrung durch Tatsachen zu- 
gänglich und eine baltbare Verständigung mit ihm möglich sei. 
In einem vertraulichen Schreiben an Herrn von Balabine, welches der Sürst mir vor- 
las, hat er letzteren beauftragt, sich bei allen vertraulichen Gelegenbeiten in vor- 
stebendem Sinne zu äußern, amtlich aber die Sache vorsichtig zu behandeln. 
Ich fragte den Sürsten, welche Rückwirkung seiner Ansicht nach die Herstellung enger 
Intimität zwischen Berlin und Wien auf unser Verhältnis zu Rußland baben werde; er 
erwiderte darauf etwa folgendes: 
„Rußland wird für Dreußen immer der sicherere und desbalb intimere Verbündete 
im Vergleich mit ÖOsterreich bleiben, solange S. M. der Kaiser regiert, und hoffentlich 
länger. Wir haben von einer Intimität beider deutschen Mächte nichts m besorgen, da 
in den direkten Beziehungen jeder Anlaß zur Uneinigkeit mit uns feblt, im Orient aber 
Preußen kein dem unfsrigen entgegengesetztes Unteresse bat, und Österreich, sobald es ein 
solches haben könnte, dasfselbe uns zu opfern für jetzt bereit ist. Außerdem aber fällt 
ÖOsterreichs Politik mit der Sr. M. des Kaisers, das Türkische Reich in statu quo zu er- 
balten, notwendig zusammen.“ 
Ich schaltete hier die Srage ein, ob die Herstellung der Intimität der beiden deutschen 
Höfe von dem Sürsten als eine Vorbereitung der NRückkehr zur Allianz der drei östlichen 
Mächte ins Auge gefaßt werde. Der Sürst lehnte diesen Gedanken aber wiederum mit der 
einfachen Erklärung ab, daß er unmöglich sei; und auf meine Frage, „weshalb?“ erdbielt ich 
keine weiteren Gründe als allgemeine Klagen über die Unzuverlässigkeit des Wiener 
Kabinettes, die er durch das Verhalten des Sreiberrn von Prokesch in Konjtantinopel 
motivierte. Der letztere berichte nach Wien, daß er sich in vollem Einverständnis mit dem 
Fürsten Labanow bewege, und tue in Konstantinopel das genaue Gegenteil hiervon. 
Obschon der Internuntius, in seiner Hoffnung, Nachfolger des Grafen NRechberg zu werden, 
sich mit jziemlicher Selbständigkeit bewege, so liege doch bier der Berdacht ziemlich nahe, 
daß vom Wiener Kabinett dos alte österreichische Hausmittel doppelter Instruktionen 
angewandt werde, einer ostensiblen und einer geheimen, welche einander aufhöben. 
Ich bin während der vor und nach Tische mebrere Stunden dauernden Unterhaltung 
bemüht gewesen, mir die Widersprüche, welche in den lebhaften und reichhaltigen Aus-
	        

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