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Geschichte des Kurstaates und Königreiches Sachsen. Erster Band: Von den frühesten Zeiten bis zur Mitte des sechzehnten Jahrhunderts. (1)

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte des Kurstaates und Königreiches Sachsen. Erster Band: Von den frühesten Zeiten bis zur Mitte des sechzehnten Jahrhunderts. (1)

Multivolume work

Persistent identifier:
boettiger_geschichte_sachsen
Title:
Geschichte des Kurstaates und Königreiches Sachsen.
Author:
Flathe, Heinrich Theodor
Place of publication:
Gotha
Document type:
Multivolume work
Collection:
sachsen
Publication year:
1873
DDC Group:
Geschichte
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
boettiger_geschichte_sachsen_erster_band_1867
Title:
Geschichte des Kurstaates und Königreiches Sachsen. Erster Band: Von den frühesten Zeiten bis zur Mitte des sechzehnten Jahrhunderts.
Author:
Böttiger, Carl Wilhelm
Flathe, Heinrich Theodor
Volume count:
1
Publisher:
Friedrich Andreas Perthes
Document type:
Volume
Collection:
sachsen
Publication year:
1867
Edition title:
Zweite Auflage
Scope:
668 Seiten
DDC Group:
Geschichte
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Chapter

Title:
Einleitung und Vorgeschichte.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Erster Abschnitt.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Geschichte des Kurstaates und Königreiches Sachsen.
  • Geschichte des Kurstaates und Königreiches Sachsen. Erster Band: Von den frühesten Zeiten bis zur Mitte des sechzehnten Jahrhunderts. (1)
  • Title page
  • Vorwort.
  • Inhalts-Übersicht.
  • Einleitung und Vorgeschichte.
  • Erster Abschnitt.
  • Zweiter Abschnitt.
  • Dritter Abschnitt.
  • Erstes Buch.
  • Zweites Buch.
  • Berichtigungen.

Full text

167 
4 Hermunduren. 
die Slaven auf den Schauplatz treten, erweitern wir ihn über 
die Elbe. 
Wie sehr auch die Geographen alter und neuer Zeit in der 
Ansetzung der deutschen Stämme sich theilen, das bleibt gewiß, 
daß suevische Völkerschaften, wie in der ganzen Mitte des deut- 
schen Landes, so auch in diesen Gegenden saßen. Im Norden 
und Nordosten stoßen an unser Viereck Longobarden und Sem- 
nonen, im Osten Lygier, Vandalen, im Süden Markomannen, 
Narisker, im Westen Chatten. Für das Innere finden wir 
vom Harz herein Cherüc#er# aber den Frößten Theil jenes Rau- 
mes vom Erzgebirge und Thüringerwalde abwärts bis zum 
Harz nehmen die Hermunduren ein, die Sieger über den 
Catnalda, zu Taeitus Zeit den Römern befreundet, aber, weil 
entlegen und außer bleibeider Berührung mit ihnen, denselben 
nur wenig bekannt und selten von ihnen genannt; bei Ptole- 
mäus erscheinen sie als Teuriochämen. Auswandernde Schaaren 
derselben siedelte zu Augustus' Zeit Domitins neben den Mar- 
komannen an, unter denen sie sich verloren haben mögen. 
Noch-am Makomannenkriege, 167 nu. Chr., nahmen Hermun- 
duren Theil; nachher verschwinden sie allmählich 1). 
Noch ist aber ihr Name nicht ganz verklungen, als in denselben 
Gegenven, welche sie früher inne hatten, im Laufe der Völker- 
wanderung der eines neuen gewaltigeren Stammes gehört wird, 
der der Thoringer oder Thüringer (auch wohl Düringer) 5). 
Da nun weder von einer Auswanderung der Hermunduren 
noch von der Einwanderung eines die oberdeutsche Mundart 
redenden Volksstammes wie die Thüringer irgend etwas ver- 
lautet, so liegt es nahe, Thüringer und Hermumuren für ein 
und dasselbe Volk zu halten, — eine Vermuthung, welche durch 
1) Landau (Der nationale Hausbau, 1851—62) schließt daraus, 
daß in dem jetzigen Thüringen, der Mark Meißen und der Lausitz ein und 
dieselbe Art der Anlage des Hauses und Dorfes herrscht: „daß hier zu 
irgend einer Zeit ein und dieselbe Bevölkerung gewohnt haben müsse“. 
Da dies aber unbedingt nicht, wie Landau will, die Slaven gewesen 
sein können, so darf man vielleicht an die Hermunduren deuken, deren 
Sitze sich bedeutend weiter nach Osten erstreckten als die der spätern 
Thüringer; vielleicht reicht aber schon die nachmalige Germanisirung dieser 
Gegenden von Thüringen aus zur Erklärung hin. 
2) Zum ersten Male bei Vegetins, De arte veterin. IV. 6.
	        

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