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Meyers Großes Konversations-Lexikon. Erster Teil. (1)

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Bibliographic data

fullscreen: Meyers Großes Konversations-Lexikon. Erster Teil. (1)

Periodical

Persistent identifier:
cbl
Title:
Zentralblatt für das Deutsche Reich.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1873
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German
Other titles:
Central-Blatt für das Deutsche Reich.

Periodical volume

Persistent identifier:
cbl_1879
Title:
Central-Blatt für das Deutsche Reich. Siebenter Jahrgang. 1879.
Volume count:
7
Publisher:
Carl Heymanns Verlag
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1879
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück No. 40.
Volume count:
40
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

Contents

Table of contents

  • Meyers Großes Konversations-Lexikon.
  • Meyers Großes Konversations-Lexikon. Erster Teil. (1)

Full text

Kriegsberichte: Winterschlacht in Masuren 
werden. In wiederholten Angriffen versuchte dieser 
sich in den Besitz der befestigten Stellungen der Deut- 
schen zu schen. Trotzdem er hierzu stets an Zahl 
überlegene Kräfte aufbot, wurden alle seine Angriffe, 
die sich mit Vorliebe gegen den Brückenkopf von 
Darkehmen und den rechten deutschen Flügel auf 
den Paprodtker Bergen richteten, stets abgeschla- 
gen. Bis zur Brust im Wasser durchwateten am 
ersten Weihnachtsfeiertag Teile des 3. sibirischen Korps 
das Sumpfgelände des Nietlitzer Bruchs. Ihr 
Angriff wurde ebenso abgewiesen wie die noch im Ja- 
nuar und Februar gegen den linken deutschen Flügel 
versuchten Offensivunternehmungen. 
Anfangs Februar war endlich die Zeit gekom- 
men, wo frische deutsche Kräfte verfügbar wurden, 
um nach dem ostpreußischen Kriegsschauplatz gebracht 
und dort zu einer umfassenden Bewegungge- 
gen die Russen eingesetzt zu werden. Das Her 
dieser Operation war neben dem in erster Linie er- 
strebten Waffenerfolge die Säuberung deutschen Ge- 
biets von dem russischen Eindringling, der hier schreck- 
lich gehaust hatte. 
ohl verschleiert durch die deutschen Stellungen 
und Grenzschutztruppen und sorgfältig vorbereitet 
vollzog ch in den ersten Februartagen hinter den 
beiden deutschen Flügeln die Verfammlung der zur 
Offensive bestimmten Truppen. Am 7. Februar trat 
der Südflügel zum Angriff an, etwas später setzte sich 
die Nordgruppe — diese aus der Gegend von Tilsit 
— in Bewegung. Die Erde war mit Schnee bedeckt 
und scharf durchfroren, alle Seen waren von dickem 
Eise bedeckt. Am 5. Februar war außerdem erneuter 
Schneefall eingetreten, der das ganze Gelände mit 
einer außerordentlich hohen Schneedecke überzog; end- 
lich setzte unmittelbar nach diesem Schneefalle erneut 
Frost und mit ihm ein eisig kalter Wind ein, der an 
vielen Stellen zu den stärksten Schneeverwehungen 
führte und damit den Verkehr auf Bahnen und Stra- 
ßen ganz besonders erschwerte, ja den Kraftwagen- 
bertehr gänzlich ausschloß. Die deutsche Führung 
hatte sich aber auf die besonderen Schwierigkeiten eines 
Winterfeldzuges wohl vorbereitet. Die Truppen wa- 
ren mit warmer Bekleidung ausgestattet. Tausende 
von Schlitten, Hunderttausende von Schlittenkufen 
waren bereitgestellt worden. Um an die feindlichen 
Hauptkräfte heranjukommen, batte der deutsche Süd- 
flügel zuerst die 40 km tiese Waldzone des Johan- 
nisburger Forstes und dann den Pisseck zu 
überschreiten, der den Ausfluß des Spirdingsees bil- 
det und auf russischem Gebiet als Pissa dem Narew 
zustrebt, in den er zwischen Lomza und Ostroleka 
mündet. Der Feind hatte sowohl im Walde seine 
Verhaue angelegt als auch die Pisseckübergänge besetzt 
und befestigt. In Johannisburg und Bialla lagerten 
stärkere zussische Truppen. In einem der von ihnen 
besetzten Orte war für den Sonntagabend!t ein Tanz- 
fest angekündigt, als gerade an diesem Tage — völlig 
Üüberraschend für die Truppen sowohl als die Füh- 
rung — die deutsche Offensive einsetzte. 
In aller Stille brachen sich die deutschen Angriffs. 
kolonnen ihre Bahn und gewannen am Nachmittag 
Fühlung mit dem Feind. Die jungen Truppen des 
Generals v. Litzmann erzwangen sch am Nachmit- 
* und in der Nacht zum 8. bei Wrobeln den 
übergang über den Pisseck. Trotz stark ver- 
schneiter Wege und heftigen Schneetreibens, das den 
1 7. Februar 1915. 
197 
ganzen Tag anhielt und die Bewegungen erheblich 
verzögerte, haben Teile dieser Truppen an diesem 
Tage 40 km zurückgelegt. Die kampferprobten Trup- 
pen des Generals v. Falck waren an diesem Tage 
bis dicht an Johannisburg herangekommen und naß= 
men Snopken im Sturm, wobei dem Feinde die 
ersten Gefangenen (2 Offiziere, 450 Mann) und zwei 
aschinengewehre abgenommen wurden. Amnächsten 
Tage setzten die deutschen Truppen den Kampf um die 
Gewinnung des Pisseckabschnittes fort. Die südliche 
Kolonne des Generals v. Litzmann war gerade im 
Begriffe, bei Gehsen das östliche Flußufer zu betre- 
ten, als sie plötzlich in ihrer rechten Flanke vom Feind 
angegriffen wurde, der aus Kolno gekommen war. 
Sofort wandten sich die deutschen Truppen gegen 
diesen Gegner und warfen ihn wieder dorthin zurück, 
woher er gekommen war. 500 Gefangene, 5 Geschütze, 
2 Maschinengewehre, zahlreiche Munitionswagen und 
sonstiges Material blieben in der Hand der Deutschen, 
während die Nachbarkolonne an diesem Tage bei 
Wrobeln 300 Gefangene machte und General Falck 
Johannisburg erstürmte, das von zwei russi- 
schen Regimentern verteidigt wurde. Hier verlor 
der Feind 2500 Gefangene, 8 Geschütze und 12 Ma- 
schinengewehre. 
Die Pissecklinie war am 8. Februar in deutscher 
Hand. Am 9. begann der Vormarsch auf Lyck. 
Bialla wurde noch an diesen Tagen von den Russen 
gesäuber Wiederum fielen 300 Russen in deutsche 
efangenschaft. Indessen war auch der Nordflügeh 
nicht müßig geblieben. Die hier zum Angriff be- 
sämmten Truppen hatten sich zunächst in den Besitz 
er befestigten Stellung des russischen rechten Flügels 
z *½“ die sich von Spullen aus zum Schorel= 
er Forst und von dessen Nordsaum fast bis zur 
russischen Grenze erstreckte. Für den Angriff gegen 
diese Stellungen, die mit Drahthindernissen wohl ver- 
sehen waren, war der 9. Februar in Aussicht genom- 
men. Als sich aber beim Feinde Anzeichen rückgän- 
giger Bewegungen bemerkbar machten, schritten die 
ruppen, obwohl sie zum Teil weder über ihre Maschi- 
nengewehre noch über ihre ganze Artillerie verfügten, 
schon am Nachmittag des 8. grornar zum Angriff. 
Am 9. Februar waren die feindlichen Stellungen ge- 
nommen; der Feind ging in südöstlicher Richtung zu- 
rück. Die deutschen Truppen folgten in Gewaltmär- 
schen. Trotz der allergrößten Schwierigkeiten, die 
diesen Märschen die Naturgewalten entgegenstellten, 
erreichten die deutschen Marschkolonnen am 10. die 
Linie Pillkallen -Wiadyslawöw und am 11. die 
große Straße Gumbinnen-Wylkowyszki. Der 
rechte Flügel hatte bis zur Einnahme von Stallu- 
pönen fast 4000 Gefangene gemacht, 4 Maschinen- 
ewehre und 11 Munitionswagen genommen. Die 
itte zählte bei der Wegnahme von Eydtkuh- 
nen- Wirballen und Kibarty 10000 Gefangene, 
6 genommene Geschütze, 8 Maschinengewehre und 
erbeutete außerdem gafkrrcche Bagagewagen — dar- 
unter allein 80 Feldküchen —, 3 Militärzüge, sonsti- 
es zahlreiches rollendes Material, Massen von russi- 
shes Liebesgaben und — was die Hauptsache war, 
einen ganzen Tagessatz Verpflegung. Beim linken 
Flügel endlich wurden 2100 Gefangene gemacht und 
4 Geschütze genommen. Bis zum 12. Februar, an 
welchem Tage unsere Truppen, nunmehr schon ganz 
auf russischem Boden, Wizainy, Kalwarija und 
Mariampol besehten. hatte sich die Zahl der von 
den Truppen des Nordflügels genommenen Geschütze
	        

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