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deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

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Bibliografische Daten

fullscreen: deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
cbl
Titel:
Zentralblatt für das Deutsche Reich.
Erscheinungsort:
Berlin
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1873
1918
DDC-Sachgruppe:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch
Weitere Titel:
Central-Blatt für das Deutsche Reich.

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
cbl_1883
Titel:
Central-Blatt für das Deutsche Reich. Elfter Jahrgang. 1883.
Bandzählung:
11
Herausgeber:
Carl Heymanns Verlag
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1883
DDC-Sachgruppe:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch

law_gazette

Titel:
Stück No 50.
Bandzählung:
50
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
law_gazette

Kapitel

Titel:
1. Zoll- und Steuer-Wesen.
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Kapitel

law

Titel:
Aenderungen des amtlichen Waarenverzeichnisses zum Zolltarif vom 15. Juli 1879.
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
law

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Wörterbuch.
  • deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Volltext

321 
keller 2, Amt, Amtsgebiet, Amthaus eines herrschaft- 
lichen Verwalters: wird .. vor der kellerei Naumburg 
ein gericht gehalten Weist. 3, 460; solche obgenant gulde 
sollen die hubener andelagen (überantworten) unser 
junghern genaden in sin kelerei zum Büdingen 479. — 
kellerhaft, wie ein Keller: die kahlen wände des kellerhaft 
frostigen raumes Heyse Par. 3, 192. — Kellner, m. 
Nebenbildung zu keller 2, mhd. kelnære, auf eine 
mittellat. Form cellenarius zurückführend; in älterer 
Spr. Verwalter eines Kellers, dann der Weinberge, 
überhaupt der Einkünfte herrschaftlicher Ländereien: 
sieben frei güter, die hat ein herr .. zu besetzen mit 
kellner, cämmerern, jägern, köchen Weist. 6, 52; von 
eime kellner eins goitzhusze #lettlochs 432; Diener in 
einem Keller, der die Aufsicht über die Getränke führt; 
kellerhaft — kennen. 
sprichwörtlich: es ist uneinigkeit unter den entrepree. 
neurs, und keiner weisz, wer koch oder kellner ist 
Lessing Brief 1767; in neuerer Spr. Diener in einem 
Wirtshause oder einer Wirtschaft, der Getränke und 
Speisen bringt, überhaupt die Gäste besorgt: im gast- 
hofe angekommen liesz ich mich mit dem kellner 
in ein gespräch ein Goethe 30, 223; kellner bringt 
eine flasche und zwei gläser Freytag Val. 1, 1. — 
Kellnerin, f. weiblicher Kellner, in älterer Spr., mhd. 
kelnserinne, = kellerin, Schaffnerin, Haushälterin, 
Magdz jetzt — weibliche Bediente in Gasthäusern. 
Kelter, k. Weinpresse; Lehnwort aus lat. calcatura 
das Treten gebildet, im Ahd. dieser Form noch ganz 
nahe: gruob in imo (dem Weinberg) calcaturün Tatian 
121, 1; calcture korcukax Graff; später zu kaltur, 
kalter, kelter umgebildet: toreular kelter, kälter, kalter, 
kelder Dief.; so werden . . deine kelter mit most 
ubergehen Spr. Sal. 3, 10; ein mensch pflanzet einen 
weinberg, und grub eine kelter Marc. 12, 10; jre 
eigen kelter zu tretten Hiob 24, 11; die kelter preszt 
den suüszen saft Hagedorn Od. 5, 16; die kelter harrt 
des weines Scheffel Gaud. 54; dasz aus der kelter 
duftig frisch das blut der traube rinnet Keller Werke 
0, 140; bildlich: kompt erab, denn die kelter ist vol, 
und die kelter lauft uber, denn jr bosheit ist gros 
Joel 3, 18; er trit die kelter des weins des grimmigen 
zorns des allmechtigen gottes Offenb. 19, 15; auch von 
der Olpresse: das . die keltern uberflus von most und 
ole haben sollen Joel 2, 21; übertragen auf die Arbeit 
und Zeit des Kelterns: so einer frevelt under der kelter 
Weist. 6, 312; dazu Kelterbaum, m. Baum, der die Kelter 
bewegt (Uhland 320); Kelterhaus, n. Haus in dem 
die Kelter steht, auch wohl kurzweg kelter genannt. — 
keltern, Wein pressen, mhd. keltern: lasen ab jre wein- 
berge und kelterten Richt. 9, 27; most keltern Micha 
6, 15; wir keltern keine trauben Grillparzer 6, 239; 
sie (die Winzerin) keltert Keller Werke 10, 140; auch 
vom Ol: du solt öle keltern Micha 6, 15; bildlich: ich 
hab sie gekeltert in meinem zorn, und zutretten in 
meinem grim Jes. 63, 3; (Allegorien und Gleichnisse) 
wie sie Plutarch, Heracli. nach jren köpfen ausz 
zm (dem Homer) gepräszt, gekältert, getrott, gezwungen 
haben Garg. 34. 
Kennbar, leicht zu kennen Stieler; mit kennbaren 
zügen Wieland üb. das Historische im Agathon; ihre 
verdienste der nachwelt kennbar zu machen Rabener 
bei Adelung; auch als kenntbar ebd. (vgl. kenntlich): 
die zeichen sind kenntbar und churakteristisch 
Möser Phant. 1, 183. — kennen, genaue Vorstellung 
von etwas haben. Gemeingerm. Wort, ursprünglich in 
anderem Sinne, als Bewirkungswort zu kann in der 
alten Bed. ich weiß gebildet, also = wissen machen, 
bekannt geben, wie goth. kannjan, alteiigl. cennan, be- 
kannt machen, altnord. kenna kennen lehren, bezeichnen, 
benennen, noch erkennen lassen; im hoch= und nieder- 
deutschen Sprachgebiete, wo einfaches ahd. kennan, mhd. 
kennen nicht häufig, dagegen arkennan, mhd. erkennen, 
M. Heyne, Deutsches Wörterbuch, 11. 
322 
und bikennan, mhd. bekennen, altsächs. antkennian, 
in gewöhnlichem Gebrauch ist, wendete sich die Bed. 
zu der von altem kunnen selbst, -wissen, verstehen; 
auch altn. kenna hat zum Teil die Bed. kennen lernen, 
erkennen, empfinden, gewahr werden angenommen. Die 
Formen des Prät. sind von jeher umlautlos (ahd. kanta, 
mhd. kante, kande), selten daß der Umlaut sich findet: 
die sie kenneten, weineten umb sie Susanna 33; da 
er jn kennet, fiel er auf sein andlitz 1. Kön. 18, 7; 
der, nicht gekennet, ach ungeliebet Klopstock Mess. 
15, 1356; der heutigen Schriftspr. ganz fremd, nur auf 
mitteldeutsche Mundarten eingeschränkt. Als Konjunktiv- 
form des Prät. gilt, wie mhd., älter kennete, jetzt kennte: 
wenn jr mich kennetet, so kennetet jr auch meinen 
vater Joh. 8, 19; wer sie nicht kennte, die elemente 
wäre kein meister Goethe Faust 1; in verdeut- 
lichender Schreibung: ich verkännte allerdings die 
schwierigkeiten nicht Preußen i. B. 1, 264. Bed. in 
älterer Spr. auf eine allgemeinere Geistesthätigkeit be- 
zogen, auch wissen und verstehen einschließend: er kennet 
was für ein gemecht wir sind Pf. 103, 14; kennestu 
auch, wes dieser ring ist? 1. Mos. 38, 25; das er 
mich wisse und kenne, das ich der herr bin Jer. 9, 24; 
und wie unser erkennen verwendet: daz man dich, got, 
kenne alleine einen wären got Myst. 2, 141; in nenerer 
Spr. nur auf das Gebiet des Vorstellens und Uber- 
sehens bezogen; mit sächl. Acc.: etwas kennen, eine 
sache gut, nicht recht, nur oberflächlich, ein geschäft 
als einträglich kennen; er kennet meinen namen Ps. 
91, 14; ich kenne ewer gedanken wol Hiob 21, 27; gott 
kennet ewre herzen Luc. 16, 15; kennst du das land, 
wo die citronen bluhen, kennst du es wohl? Goethe 
W. Meister 3, 1; in einer kurzen formelhaften, abweisen- 
den Wendung: kenne ich nicht Freytag Wald. 1; 
mit persönl. Acc., einen kennen: er kennt ihn gut, 
wohl, wenig, nicht genug. dem namen nach, von person, 
von charakter; jre augen wurden gehalten, das sie jn 
nicht kandten Luc. 24, 16; ich kenne dich mit namen 
2. Mos. 33, 12; wer sie schen wird, sol sie kennen, 
das sie ein samen sind gesegenet vom herru Jes. 61, 9; 
ein hürisch weib, kennet man bei jrem unzuchtigen 
gesicht, und an jren augen Sir. 26, 12; von vielen, 
von allen gekannt sein; dem ersten blick ist sie ge- 
kannt und werth Goethe nat. Tocht. 4, 1; wieder 
kennen und erkennen einschließend: ich kannte ihn gleich, 
als er eintrat; ich kenne ihn unter tausenden heraus; 
in bedeutendem Sinne, = gut, genau kennen: dén 
kenne ich; solche sachen kennt er; ich kenne den 
hauptmann Schiller Räub. 2, 3; ich kenne dich, 
Spiegelberg ebd.; nun kenn ich deine wurdgen pflichten 
Goethe Faust 1; in der Formel kennen lehren, kennen 
lernen: lehre mich die menschen kennen!; ich habe 
dich jetzt kennen lernen Goethe Faust I; er hatte 
diesen unterschied der menschen bereits zu gut 
kennen gelernt Wieland Ag. 12, 1; kennen lernen 
für kennen lehren: lornen Sie mir nur die liebe erst 
kennen Gellert Betschw. 3, 5; in verneinenden Ver- 
bindungen, welche Kucche Abwesenheit von Wissen, Vor- 
stellung und Gefühl zeichnen: keine milde, schonung 
kennen; gesellschaftliche unterschiede kannte und 
achtete er nicht; die länder des sudens kennen den 
starken frost nicht; armselger Faust! ich kenne dich 
nicht mehr Goethe Faust 1; in andern verneinenden. 
Verbindungen mit dem Gen., der gegenüber dem Acc. 
eben auch hervorhebend gesetzt ist: kam ich in die her- 
berg da ich am morgens aussgeritten was, und kant 
der herberg nit (kannte sie gar nicht wieder) D. Städtechr. 
5, 107; warlich, ich sage euch, ich kenne cwer nicht 
Matth. 25, 12; fugt sichs aber . dasz kein mensch 
desz mehr kennc, dem das steinlein (ein Denkstein) 
ward Klopstock 12, 83; hinweg von mir! ich kenne 
deiner nicht Uhland 315; — kennen mit reflexivem 
21 
kennen.
	        

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