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Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

Periodical

Persistent identifier:
cbl
Title:
Zentralblatt für das Deutsche Reich.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1873
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German
Other titles:
Central-Blatt für das Deutsche Reich.

Periodical volume

Persistent identifier:
cbl_1888
Title:
Central-Blatt für das Deutsche Reich. Sechzehnter Jahrgang. 1888.
Volume count:
16
Publisher:
Carl Heymanns Verlag
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1888
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück No 51.
Volume count:
51
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

Full text

321 schicken. 
tode. zum sterben schicken Adelung: mil sächlichem 
Subi.: cs schickt sich alles zum wimer, der himmcl 
schickt sich zum regen ebd.; — häufiger von Per- 
sonen — sich sügen, einordnen: schicket cuch in die 
zeit Röm. 12.11; so jir euch schicken in dic sachen 
B Waldis Esop 1, 14; sich in die nothwendigkeiten 
des deutschen lebens zu schicken Ranke Werke 1, 175; 
der soldat bebilft und schickt sich, wie er kann 
Schiller Piec. 1,1I; sich anlassen, cignen, passen: daz 
er sich dar zuo niht schicket Myst. 2, 367; sind wobl 
in der welt zwo personen, die sich besser für cinander 
schicken? Rabener 1, 372; wie das freundlose dorf- 
müdchen sich zu seinem leben schicken wurde Frey- 
tag Ahnen 5, 130; sprichwörtlich: er schickt sich wie 
der esel zum lautenschlsgen Simrock 115; von Dingen 
und Umständen: weil .. die engen straszen zu spitz- 
bübereien sich am besten schicken Cronegk 1, 85; 
dasz gerade diese umstände sich vortrefflich zusammen 
schickten, cinen genie . zu entwickeln Wieland 
gold. Sp. 1, 8t warf auch eins von seinen wörtern drein, 
das sich dazu schickte Hebel 2, 149; kommt dann 
aber einmal so einer in reichlichen zustand, schickt 
sichs grad als äsze das schwein mit löffeln die suppe 
Goethe Rein. F. 10; mit allgemeinem Subj., auf das 
Passen von Zeit und Gelegenzet zielend: es wird sich 
damit wohl schicken Schoch Stud. Leb. 16, 36; es hat 
sich noch nie schicken wollen, dasz ich mir das ver- 
gnugen machen können, an Sie zu schreiben Lessing 
Bries 1757; dasz alles so sich schickt Wieland Ob. 
4, 60; mehr innerlich: eines schickt sich nicht fur alle 
Goethe Beherzigung; schickte es sich für einen oheim, 
sein schwesterkind zu loben Grabbe 3, 559; nennen 
Sie mich nur nicht immer du, das schickt sich gar 
nicht Gaudy Erz. 88. Landschaftlich ist das Verbum 
in verwandtem Sinne auch intranfs.: etwas Schickt, 
bilft, fördert, reicht zu etwas aus. 3) am häufigsten 
trans. schieken — abordnen, senden, Personen und 
Sachen: dõ schiche er tengen dan zwene siner man 
Nib. 851: schicken dir hicmit ein purpur und gulden 
kronc 1. Macc. 10, 20; doten zu. nach einem, an einen, 
geschenke ins haus, einen nach hause, ins bette. in 
die verbannung, ins elend, auf kundschaft (Keller 
Sinnged. 329), fort, hinweg, hinaus, herbei, einem ein 
verbot, eine mahnung, warnung, grusz (Rückert 
Liebesfr. 2, 1) schicken; er schickt seinen sohn auf 
reisen, u. s. w.; in besonderen Wendungen mit Beisinn: 
oinen heim schicken, mit etwas Vorgebrachtem scharf 
abweisen; jemanden in die andere welt schicken, die 
Ursache seines Todes jein Adelung: dich nach der 
hölle schicken Lichtwer Fab. 4, 3; feindlich: ich wil 
frembde nber dich schicken Hes. 28, 7; ich wil pestilenz 
und blutvergieszen unter sie schicken 23; dssz ihr sic 
gegen die ungläubigen schicken mögt Schiller Fieslo 
3, 1; zudringlich: einem ctwas uber den hals schicken; 
schickt mir nur einen mönch her auf den hals Tieck 
Oct. 312; hänselnd einen in den april, vgl. dort; das 
heiszt ja einen chrlichen menschen ordenllich in april 
schieken Gaudy Erz. 81; zum Verkauf: ein fucer 
(Korn) zu markte geschickt Möser Phant. 2, 53; zum 
Lernen kinder in die schulc schicken; o der ihor! man 
moys ihn in die schule schicken Hagedorn Od.5, 7; 
mehr scherzend cin buch in die welt schicken, es heraus- 
geben; wurde man gar nicht den mut haben, diesen 
unsinn in die welt zu schicken Bismarck Red. 12, 236; 
in die Bed. werfen übergehend: einem einen stein in 
die fenster schicken; — absichtlich sallen lassen: der 
herr ein ander kirschlein zur erde schiekt Goethe 
Legende 55; — ohne Obj.: er hat geschickt und fragen 
lassen; so wil ich darnach schicken 1. Mos. 27, 15; 
nach drot, nach wein, nach dem doctor, der wache 
schicken (oberdeulsch um brot, um den doctor) Ade- 
lung; ich habe nach Antwerpen um ihn geschickt 
M. Heyne, Deutsches Wörterbuch, 111. 
schicklich — Schickfal. 322 
Goethe Egmont 1. 4) Part. der Vergangenbeit ge- 
schickt adjectivisch oder substantiv gebraucht, an ver- 
schiedene Bed. des Verbums anlehnend; in alter Spr. 
ceingerichtet, gefügt, gestaltet: ein tier .. daz muose 
wol gezieret sin, geschicket als cin helfant Wigal. 
267, 20; scin pluom ist 80 schonn geschickct als ain 
weintraub Megenberg 313, 19; sähig: er hät gar 
scharpf klücn. geschickt ze reizen und ze vähcn 167, 33; 
empsänglich: welhe menschen geschickt sint zuo der 
wazgzersuht 351, 30; bereit: das sio auf selbigen tag 
geschickt weren Esther 3, 14; tüchtig, passend, tauglich: 
zum streit geschickt 2. Chron. 26, 13; geschickt zu 
dienen Dan. t, 1; ein stück küs'’ macht erst ge- 
schickt die zunge, wein zu schmecken Hv Kleist zerbr. 
Krug 10; in bedeutendem Sinne, = kundig, verständig: 
zur narung bilft nicht geschickt sein Pred. Sal. 9, 11; 
diejenigen .. die geschickt und redlich sind Rabener 
3, 123; geschickte ärzte, handwerker, turner, reiter, 
tünzer; geschickte arbeiten, bewegungen; sic hatte 
mit geschickter muh wohl zwanzig kinder aufgezogen 
Gellert 1, 336; etwas geschickt anfangen, u. s. w.; 
auch — artig, sügsam: Sie sollen auch beschert kriegen, 
wenn Sic recht geschickt sind Goethe Weriber 11; — 
nach schicken 3, in älterer Spr. — abgeschickter, Bote, 
Gesandter: einer des bapsts geschickten Uvr Hutten 
in Wackernagels Leseb. 3, 215. 
Schicklich, in der Art des Fügens, Passens, an- 
gemessen, gehörig; im 15. Ih. bereits als schicklich 
ezeugt, aber erst in der neueren Spr. viel gebraucht; 
von Personen: er ist nicht schicklich zum gehorsam, 
intneritus est obsequi Stieler, in dieser Weise kaum 
mehr; wie konnte man Ihnen einen schicklicheren hof- 
meister wunschen Wieland gold. Sp. 1, 8; von Art, 
Weise, Umständen, Dingen: schickliche antwort geben, 
sich in allen umstünden auf die schicklichste art zu 
betragen wissen Adelung: jedem cinen schicklichen 
platz zu seinen thaten anweisen Grillparzer 10, 254; 
ein schickliches bild Grabbe 1, 416; schickliche ord- 
nung Freytag Bild. 1, 19; ist Europa jetzt der schiek- 
lichste erdraum zur ausbildung von völkern mit scharf- 
ausgeprägter persönlichkeit Pesches Völkerlunde 557; 
als Subst. im Neutr.: die schmale mittelbahn des 
schicklichen Schiller Karl. 2, 15; da ihm nichts 
schickliches und kluges einfiel CF Meyer Jenatsch 110; 
etwas ist schicklich, wird für schicklich gehalten; jeder 
glanbt, es sei auch schicklich, was ihm nutzlich ist 
Gocthe Tasso 2, 1; dasz es nun schicklich wärc, wenn 
ich darauf düchte, ihm den betrag einzubündigen 
Keller Werke 1, 116; das mag fur kleine scelen schick- 
lich heiszen Körner Rosamunde 2, 2; mit persönlichem 
Dat.: dann war ihnen schicklich, von der gattin ent- 
fernt . . die nachtruhe zu hulten Freytag Bild. 
1, 2490; adverbial: gesicht, das von dem leicht aber 
schicklich geordneten haar umrahmt wurde Keller 
Sinnged. 195; dazu: seine gesundheit durfte doch 
schicklicherweige nicht in bier getrunken werden 
Gaudy Erz. 37. — Schicklichleit, f. in älterer Spr. 
Ordnung, Fügung und ihre Weise: fspostio schick- 
lichkeit Dief.; Jokum schicklichkeit des glucks ebd.; 
in neuerer Spr. schickliche Art: (zwei Lustspiele) haben 
bierzu (hinter einander aufgeführt zu werden) auch alle 
äuszere schicklichkeit: das erste stuck ##t von funf 
akten, das sndere von cinem Lessing Dram. 21; in 
Bezug auf Gesühl, Benehmen: die schicklichkeit um- 
gibt mit einer maucr das zarte geschlecht Goetbe 
Tasso 2, 1; fragen des guten geschmarks und der sehick- 
lichkeit Bismarck Red. 2, 79; schickliches Ding: unscre 
freunde konnten auch bier, nach allen falls uberstandener 
schicklichkeit, auch dicses unschickliche nicht unter- 
lassen Goethe Du W. 18. — Schicksal, n. Fügung, Ge- 
schick, neuere Bildung zu schicken, von Stieler als 
schickscl sartuna verzeichnet, auch im Simpl. 3, 432 
2t
	        

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