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deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

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Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

fullscreen: deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
cbl
Titel:
Zentralblatt für das Deutsche Reich.
Erscheinungsort:
Berlin
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1873
1918
DDC-Sachgruppe:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch
Weitere Titel:
Central-Blatt für das Deutsche Reich.

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
cbl_1889
Titel:
Central-Blatt für das Deutsche Reich. Siebzehnter Jahrgang. 1889.
Bandzählung:
17
Herausgeber:
Carl Heymanns Verlag
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1889
DDC-Sachgruppe:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch

law_gazette

Titel:
Stück No. 9.
Bandzählung:
9
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
law_gazette

Kapitel

Titel:
3. Zoll- und Steuer-Wesen.
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Kapitel

law

Titel:
Ergänzung der Bestimmungen über Ausfuhrvergütung für Branntwein.
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
law

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Wörterbuch.
  • deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Volltext

1233 
die bienen uber dem blubenden quendel Freytag 
Handschr. 1, 263. 
Queugelei, f. wiederholtes oder anhaltendes Quen- 
geln Campe: viel quengelei aller art Bismarck Brief 
1862; es ist eine quengelei Red. 12, 186; Plur. aller- 
hand quengelcien machen. — quengeln, kleinlich, gräm- 
lich klagen oder drängen; Wort nieder= und mittel- 
deutscher Heimat, Häufigkeitsbildung, die man als zu 
mhd. quingen, Nebenform für twingen zwingen gehörig 
ansieht; zuerst von Adelung verzeichnet, Wort der 
täglichen Rede: kinder und alte loute pflegen zu quen- 
geln; Melina fing im wirthshause gleich zu markten 
und zu quängeln an Goethe W. Meister 2, 5; auch, 
wie niederdeutsch, weibisch, füßlich kosen oder faseln: 
dasz sie (alte Jungfern) mit papageien und schoosz- 
hunden quängeln Immermann Münchh. 1, 120. 
Quentchen, n. vierter Teil eines Lotes im früheren 
Gewicht; zunächst von spät-mhd. quintlin ausgehend, 
das selbst Dim. zu mhd. quintin, quentin ist und auf 
mittellat. quintinus, quentinus (eigentlich fünfter Teil 
einer Gewichtseinheit) fußt; neben der nhd. Hauptform 
quentchen, gern auch in Bildern: ein quentchen un- 
gluck Leisewitz Jul. v. Tar. 5, 6; ein quentchen danks 
wird die centner undanks völlig überwiegen Goethe 
Faust II 2; der wagebalken steht, und kurze frist, 
so schnellt ein quentchen mehr in eurer schale, diese 
in die höh Grillparzer 8, 8; auch quentlein: quent- 
lein, der vierdte theil eines lohts Schottel; ein quent- 
lein hoffnung Keller Werke 9, 50; haben sich in älterer 
Spr. andere, die zum Teil auf die älteren mhd. Formen 
zurückgehen, lange erhalten: 3 lot minus 1 quinten 
D. Städtechr. 3, 395; quintle, der achtest teil einer unzen, 
drackmia Maaler;z wueg ain quintat Aventin 1, 402; 
so einer ein quintät wueg 777; gebt mir deren (der Demut) 
ein quinteil zu kaufen Zinkgref 1, 327; ein quintchen 
mutterwitz Günther 519; ein quentin kraft Lei sewitz 
Jul. v. Tarent 1, 6; ein halbes quintlein Hebel 2, 113; 
auch kurz das quent, 2wei, drei quent Adelung. 
Quer, eine gerade Linie kreuzend; entstanden aus 
gleichbed. mhd. twer, das sich mitteldeutsch bereits im 
14. Ih. zu quer umzusetzen anfängt, val. Weiteres unter 
zwerch; querch, quer, fransters###s Schottelzj in eigent- 
licher Bed., selten als Adj.: da sprang er über quere 
benke Uhland Volksl. 648; quere wege, quere balken 
Steinbach, gvere linie Frisch, einer queren hand, 
eines queren fingers breit Adelung; gewöhnlich als 
Adv.: quer liegen, stehen: dasz ich . . mir nicht die 
zeit nahm einen qduer liegenden bogen zurecht zu rücken 
Goethe Du W. 16; quer schreiben, scherzend auch von 
der Vollziehung eines Wechselaccepts, daher er schreibt viel 
duer, macht viel Wechselschulden; erst quer, dann senk- 
recht Droste 336; kreuz und quer, vgl. unter kreuz 4; 
herauf, herab und quer und krumm Goethe Faust J; 
mit näheren Richtungsbestimmungen: wit grer über- 
einander geschlagenen händen Frisch; den weg, der 
duer durchs thal geht Goethe Herm. u. Dor. 1; der 
transit quer durch Deutschland Bismarck Red. 1.1, 295; 
dreht dic augen qduer im kopf wie ein verscheidender 
Grillparzer 7, 187; den knotenstock qduer vor den 
sitz . geschoben Gaudy Erz. 39; ziehen die schiffe 
Üüber die wiesen wie grosze schwäne quer über 
Moltke 4, 14; einen . . strich quer über die nase 
Grabbe 1, 381; quer uber den hof Freytag Handschr. 
1, 115; — übertragen, von einer sittlich nicht geraden 
Richtung, als Adj.: auf einem queren weege was hohlen, 
obliquo Vn#ere petere aliquid Stein bach; das steuer- 
wesen ging . durch unendliche krümmungen und 
dueere processe in seinem laufe fort Möser osn. Gesch. 
1. XXV; als Adv. — nicht gerade, nicht glatt, un- 
erwünscht: etwas geht, kommt einem quer; das schick- 
sal musz einen groszen mann aus mir haben wollen, 
weils mir so qdueer durch den weg streicht Schiller 
M. Heyne, Deutsches Wörterbuch, II. 
Ouengelei — quer. 
1234 
Räub. 1, 2; da kann ich keinen tag abwesend sein, 
ohne dasz alles quer geht Hauff 10, 37; mir ist auf 
erden wenig quer gegangen Strachwitz Ged. 2; diese 
fragen kamen dem wirthe quer Freytag Soll 1, 110; 
das kam ihm quer, dasz der herr baron die spielhahn- 
feder nach vorn tragen Heyse 8, 283; quer schen, 
blicken, Zeichen einer ärgerlichen Gemütsstimmung: 
dasz er solche zierrathen quer ansche Goethe DuW. 
17; die jungfrau blickt ein wenig quer Droste 168; 
von geistiger Verschrobenheit oder Unbeständigkeit: ein 
duerer kopf, vgl. duerkopf; dasz ich dies und das be- 
ginne, heute grad und morgen duer Lenau 123; 
einen quer treiben, in verkehrte Richtung, Verlegenheit 
versetzen. — Zusammensetzungen: Oueraxt, k. Zimmer- 
mannsagt, die an jeder Seite ihres Gehäuses ein Blatt 
hat, Krenzaxt. — Guerbalken, m. Balken welcher in die 
Quere geht. — Qnerband, n. in die Quere gehendes 
Band. Bei hölzernen Brücken Stützhölzer zu beiden 
Seiten der Jochpfähle. — querdurch, Zusammenrückung 
von duer und durch: der risz gieng querdurch. — 
OQuerfeld, n. das quere Feld, Feld ohne gerade durch- 
führenden Weg; gewöhnlich im adverbialen Acc.: quer- 
feld, per campum ubi nulla via Frisch; hier (über 
das Auge) liegt guerfeld ein schlag, blutrünstig 
Hofleist zerbr. Krug 1; gewöhnlicher mit weiterer 
Richtungsbestimmung, besonders querfeldein: lief damit 
(mit dem Hute) auerfeld ein Weise Erzn. 165; 20g 
dann querfeldein auf ein einzelnes häuschen los 
Gaudy Erz. 165. — Querfinger, m. Finger der Breite 
nach genommen, als Maßbestimmung: zwei querfinger 
breit. — Onerflöte, k. Flöte die quer an den Mund 
gesetzt wird: querflote sistula obliqua Dief.-Wülcker; 
modulazion, die ein meister aus einer duerflöte hervor- 
bringt Wieland Sylv. 6, 3. — Onerfrage, f. Zwischen- 
frage, die eine andere durchkreuzt. — QOnerfurche, f. 
Furche die der Quere, nicht der Länge nach geht. — 
OQuergasse, k. Gasse, die eine andere nach der Länge 
laufende schneidet: der fremde schlug . die nächste 
duergasse ein Heyse 5, 165. — Ouerhand, k. Hand 
der Breite nach genommen, als Maßbestimmung: es 
giengen leisten herumb .. einer quchrhand hoch Hes. 
40, 43. — querhin, quer und hinwärts: dem wider- 
sacher .den degen querhin durch den leib zu jagen 
Hv Kleist Amphitr. 3, 10. — Querholz, u. Holz was 
quer liegt (z. B. bei Bauten) oder quer befestigt ist oder 
wird. — Onerkopf, m. verschrobener Kopf (val. unter 
quer): seinen querkopf aufsetzen, seinem querkopfe 
folgen; Inhaber eines solchen: querkopf, der du bist 
Hr' Kleist Herrmannsschl. 3, 3; ich bin ein querkopf 
und ein unwirsches ding Freytag Handschr. 2, 70; 
mein älterer bruder, der für einen querkopf galt 
Keller Werke 3, 1741. — Ounerlinie, f. quer laufende 
Linie. — Querpfeife, k. Pfeise die qguer an den Mund 
gesetzt wird: qver- e½ 2werchpfcife, tibia militaris 
Stieler; suchte ich das alte flötenkästchen herrvor 
und legte die qduerpfeife . hinein Keller Werke 
3, 65. — Ouersack, m. Sack, Reisesack, der quer über 
der Schulter getragen oder quer über das Pferd gelegt 
wird. — Ouerschiff, v. Schiff in Kirchen, das das 
Langhaus durchschneidet. — Querschnitt, m. Schnitt 
nach der Quere; bei Zeichnungen und Rissen: die 
üblichste form der schienen zeigt im querschnitt die 
tigur eines T Moltke 2, 238. — Querstraße, f. breite 
Ouergasse: querstrasze die . gegen das freic feld hin- 
aus liek Grillparzer 11, 262. — Querstreifen, m. 
nach der Quere lausender Streifen: schlange mit 
citronengelben querstreifen Hebel 2, 33. — Quer- 
strich, m. Strich nach der Quere; bildlich für die Durch- 
kreuzung eines Planes: dasz uns das gluck so einen. 
duerstrich machte Lessing Ind. 1; ob das keinen quer- 
strich durch unsre rechnung macht? Iffland Spieler 
4, 1; dafür: nicht der natur durch einen queerstreich. 
78 
Queraxt — Ouerstrich.
	        

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