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Kriegführung und Politik.

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Bibliographic data

Full text: Kriegführung und Politik.

Monograph

Persistent identifier:
ludendorff_kriegfuehrung_politik_1922
Title:
Kriegführung und Politik.
Place of publication:
Berlin
Publisher:
E. G. Miller & Sohn
Document type:
Monograph
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1922
DDC Group:
Politik
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Full text

276 VIII. Außenpolitik und Stellung der Kriegführung zu den Friedensfragen. 
„Ich hatte damals den bestimmten Eindruck — und dieser Eindruck ist 
durch spätere Mitteilungen bestätigt worden —, daß der Nuntius meine Er- 
klärungen als geeignet ansah, den Frieden wesentlich zu fördern.“ 
Auch Seine Majestät der Kaiser sprach sich am 29. Juni nach 
dem Bericht des Reichskanzlers dahin aus, daß der Papst berufen 
sei, den Frieden herbeizuführen; leider sprach der Kaiser auch von 
den Verdiensten der Sozialdemokratie um den Frieden. Es ist be- 
zeichnend für das Denken des Reichskanzlers, daß er diese An- 
schauung bei dem Kaiser hervorrief, statt auf die Schädlichkeit ihrer 
Wirkung hinzuweisen, die durch Stockholm auch für ihn klar zutage 
getreten war. 
Es wird oft behauptet, diese Friedensanregung hätte erfolgreich 
werden können, aber nicht angegeben, worauf sich diese Behauptung 
stützt, auch nicht angegeben, welche Stellung die Entente zu jenem 
Friedensschritt einnahm, ob er überhaupt zu ihrer Kenntnis ge- 
kommen ist. Die Beantwortung dieser Fragen wäre von ausschlag- 
gebender Wichtigkeit. Was der Reichskanzler dem Nuntius über 
seine Ziele und Pläne mit Belgien und Elsaß-Lothringen mitteilte, 
war sehr weit entgegenkommend. Es wäre demnach auch von hoher 
Bedeutung, zu wissen, ob die Entente diese Vorschläge erfahren und 
warum sie sie nicht angenommen hat'). Ihr Kriegswille würde 
dadurch ins richtige Licht gesetzt. 
War Ende Juni die Möglichkeit vorhanden, mit dem Feind in 
Besprechung zu kommen, und diese Möglichkeit sah der Reichskanz- 
*) Jesuitenpater Leiber hat sich über den Friedensschritt des Papstes ver- 
schiedentlich geäußert, so in den „Stimmen der Zeit“, Januar-Heft 1921, Band 100, 
in einem Vortrage in Kaiserslautern und in der „Germania“ vom 16. April 
Nr. 188. Vgl. auch „Kölnische Volkszeitung“", Nr. 283 und 299 vom 15. und 
21. April. Nach jenem Vortrage nannte der „Pfälzische Volksbote“ bereits die 
Bedingungen, denen die Entente zugestimmt hätte. Pater Leiber stellt demgegen- 
über fest, daß er in den „Stimmen der Zeit“ nichts über Verhandlungen des 
Vatikans mit Frankreich und Italien gesagt habe. Dagegen bezeichnet er eine 
Fühlungnahme mit England als wahrscheinlich. 
Nachdem Pater Leiber in der „Kölnischen Volkszeitung“ vom 21. April 1921 
den Sturz des Reichskanzlers v. Bethmann als nachteilig für die Vermittlung des 
Papstes hingestellt hat, fährt er fort: „Dann schufen oder offenbarten die inneren 
politischen Vorgänge unsere innere Schwäche, und in genau dem Maße, wie sie 
das taten, trieben sie im französischen Parlament und Volk den Kriegswillen und 
die Kriegsziele in die Höhe. Kriegsbegeisterung und Kriegsansprüche standen dort
	        

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