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Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

Periodical

Persistent identifier:
cbl
Title:
Zentralblatt für das Deutsche Reich.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1873
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German
Other titles:
Central-Blatt für das Deutsche Reich.

Periodical volume

Persistent identifier:
cbl_1893
Title:
Central-Blatt für das Deutsche Reich. Einundzwanzigster Jahrgang. 1893.
Volume count:
21
Publisher:
Carl Heymanns Verlag
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1893
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück No 47.
Volume count:
47
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

Full text

305 
und vermögen hinaus GKeller Seldw. 2, 325; ver- 
hülled ein naturliches bedurfuis; ein bedurfuis befrie- 
igen. — hedürftig, Ableitung von unlergegangenem Fem. 
bedurft, Notdurfthabend, branchend: bedurftig, der etwas 
bedarf Henisch; mit Gen.: des rats, trostes, der ruhe, 
erholung, bilfe bedurftig; seines nahrung bedörftigen 
leibes Simpl. 2,60; absolut das bedurftige herz Schiller 
Spazierg. — beduseln, dufelig machen, namentlich in 
Trunkenheit, einen; den beduselten und rothnasigen 
musikus Keller Seldw. 2, 217. 
Beehren, Ehre anthun; vorwiegend in höflicher Wen- 
dung: einen mit einem trunke wein beehren Stieler; 
bedürstig Beerc. 
ich bitte, er wolle meine hochzeit mit seiner gegen- fl 
wart beehren ebd.; beehren Sie mich bald wieder, sagt 
ein Verkäufer oder Wirt zu einem scheidenden Kunden 
oder Gast. — bceeiden, eidlich beschwören oder ver- 
pflichten: beaiden, einem ein aid aufladen, mit aid 
verbinden Schwarzenbach Synon. 17½; einen zeugen, 
seine aussage beeiden; ein beeideter beamter. — be- 
eidigen, gleicher Bedentung: die aussage ist beeidigt, 
beeidigte zeugen Stieler. — beeifern, in ällerer Spr. 
Eiser, Zorn anwenden, tranf.: beeifern, worüber eifern 
Stieler: einem mit bceifern zu viel tuhn ebd.:; auch 
mit Eiser suchen Frisch als Wort der Kanzlei; dasz ich 
alles beeifern werde, was zu des reiches dienst gehört 
Adelung als dabin gehörige Wendung; refl. sich eisrig 
bemühen (Adelung) einzige jetzt gebliebene Bed.;: jedes 
der beiden beeifert sieh um die wette höhere zinsen 
zu entrichten Goethe Div. 9, 15. — beeilen, Eile an- 
wenden; noch bei Campe nicht aufgeführt, aber 1782 
bei Schiller: mich däucht, die schauspieler hatten 
sich noch beeilet 2, 374; jetzt häufig: seine schritte; 
er beeilte sich, die nötigen schritte zu thun. — be- 
einflussen, Einfluß ausüben (ebenso neu), jemanden, den 
gang einer untersuchung. — beeinträchtigen, Eintrag 
thun, Unrecht zufügen, Adelung als Rechkswort: einen, 
einen in etwas beeinträchtigen. — beeisen, mit Eis 
versehen, überziehen: der wind beeist das land Opitz 
2, 71; aus nords beeisten hallen Schiller Hero; auf 
beeister bahn Droste 328. — beelenden, elend machen, 
jammern: der unnaturlich gluckliche ton beelendete 
die gute gräfin CFMeyer Nov. 2, 223; in anderm 
Sinne, vgl. be- a. E. — beenden, Ende machen, Ade- 
lung als Kanzleiwort, heute allgemein, hänfigere Neben- 
lorm beendigen; eine sache, streit. — beengen, enge 
emschließen Stieler; in Bezug auf Lage, Stimmung: 
verhältnisse hatten ihn nie beengt Goethe DuW. 
14; dasz es ihn gar nicht beenge, unter so geringen 
lenten zu sitzen Immermann Münchh. 3, 53. — be- 
erben, Erbe sein, schon mbd.; in älterer Spr. als Erbe 
erlangen: beerbe du was ich beerben sol Ruth 4,6; 
das jr den segen beerbet 1. Petr. 3, 9; auch -ver- 
erben: beerbet es auf ewre kinder ewiglich Efra 9, 12; 
neuer, als Erbe folgen, der sohn beerbt seinen vater; 
alle kamen und wollten ihn beerben CF Meyer Norv. 
1, 126; wie ein abgeschiedner sind wir schon beerbt 
Schiller Picc. 2, 5; Part. beerbt, mit Erben versehen: 
das guht ist beerbet Stieler; die ehleute sind beerbt 
Steinbach. — beerdigen, unter die Erde bringen: 
erdigen, beerdigen sepelmme Schottel; als vornehmes 
Wort für begraben wahrscheinlich zu dieser Zeit erst 
gebildet: er ist stattlich beerdiget worden Stieler; 
lasz beerdigen mieb des bruders asche Platen Abbass. 
1. 118.— Beerdigung, f. das Beerdigen Stieler, un- 
kosten zur beerdigung Steinbach; zur beerdigung 
Bhen, einer b. beiwohnen. 
Beere, s fleischige Frucht von Pflanzen und Standen; fangen 
altes gemeingerm. Wort, goth. basi. altnord. ber, ahd. was wir bringen 1814 1; das müdchen. 
beri, mhd. bere, ber, dunkler Abstammung: Geschlecht 
bis ins mhd. Neutr., erst hier entwickelt 105 aus dem 
vielgebrauchten Plur. diu ber ein semininer Sing. gleicher 
Form (daz halt sie viht gein einer der Siet 4, 121), 
M. Heyne, Deutsches Wörterbuch, 1. 
306 
der frühe schon den Plur. bern entstehen läßt: ertbern 
suchen Minnes. 3, 305, während noch Luther und 
Spätere, bis ins 17. Ih. an dem Plur. beerc, beer fest- 
balten: nam die beer und zudruckt sie in den becher 
1. Mos. 40, 11; ire drauben sind gall, sie haben bittere 
äbeere 5. Mos. 32, 32; schneite die drauben auf erden. 
denn jre beer sind reit Offenb. 14, 18; ungewöhnlich 
beerlein von einer Kirsche Goethe Legende 53; nähere 
Bestimmungen durch zum Teil verdunkelte Zusammen- 
letzungen, vgl. brom-, erd-, him-, Johannis-, stachel-, 
weinbeere u. a. — beerenförmig, in Form von Beeren. 
— Beerenmost, m. Most der von selbst aus den Beeren 
ießt. — Beerenwein, m. der aus solchem Most gewon- 
nene Wein, auch beerwein; börwein Garg. 105.— beerzt, 
mit Erz beschlagen: beerzte huse Rückert Liebesfr. 2, 38. 
.Beet, u. Abteilung eines Garlen= oder Pflanzlandes 
für das Anpflanzen; Nebenform von bett, "46 d.), erst 
im 17. Ih. und wie es scheint von Schlesien her aus- 
gekommen (wo es nach Weinhold auch bestimmter 
Ackerteil und zugleich Flächenmaß ist), AGryphins 
schon hal die Schreibung beet; willst du nicht der 
blümlein warten, die im beete freundlich stehn? 
Schiller Alpenj.; blumen-, garten-, rasenbect. 
Befähigen, fäbig machen, sich zu etwas; er ist zu 
solchen arbeiten nicht befahigt; ein höchst befäbigter 
kopf. — Befähigung, k. Befähigtsein; er hat die be- 
fähigung, unterrichl zu erteilen. — befahren, 1) starkes 
Verb, Prät. befahr, fahrend beschreiten, auf etwas fahren, 
weg. strasze, wasser, meer Frisch; belahrene gleise 
Droste 228; bergmännisch stollen, schächte (Goethe 
Tagh. 1807), gruben: befahrenes volk. Matrosen, die 
ost zur See gewesen sind, übertragen befahren, erfahren 
Henisch. 2) schwach, Prät. bekahrte, in älterer Spr. 
Gesahr, Hinterhalt dereiten: o, nit wollest mich befahren 
Spee 189, 139; refl. Gesabr fürchten, mit Gen.: be- 
fahren, befürchten, in sorgen stehn, besorgen Henisch; 
wer auf der erden ligt, darf sich keines fals befahren 
ebd.; noch bei Goethe sich einiger opposition zu be- 
fahren 46, 155; trans. etwas: es ist zu befahren Frisch; 
sein nichts befahrendes herz Wieland Am. 6,6; was 
habt ihr zu befahren? Schiller Eisenh.; durch die 
beerenförmig — Befangenheit. 
neueren Verdeulschungsbestrebungen für fremdes riskieren 
wieder in Anfnahme gekommen: ohne befahren zu mus- 
sen, ihr vor die augen zu kommen Heyse Par. 2, 188. 
— Befall, m. das Besallen; landwirtschaftlich was das 
Obst befällt, Wurm, Kranlheit: dasz von truhobst vicles 
in folge befalls unreif und unentwickelt abgefallen ist 
Zeitung 1884. — befallen, auf einen sallen, plötzlich 
über einen kommen, mhd. bevallen in weiterer Anwen- 
dung, jetzt auf Unglück, Krankheit, Stimmnung einge- 
schränkt: mit einer krankheit befallen werden Stieler; 
mich befullt eine uble ahndung Schiller Kab. 3,6; 
ein fieber diesen herrn beffel Sanherib; jene strenge 
und gemessene stimmung velche die weiber immer 
während einer wösche befällt Keller Seldw. 1, 219.— 
befangen, sangend, sassend umgeben, mhd. bevehen: 
eigentlich: der garte ist mit mauren wol belangen 
tieler; die maurenpfeiler befangen mich Goethe 
Faust 1I; indem sah unser wandernd paar sieb un- 
vermerkt in einem park befangen Wieland Ob.2, 
25; übertragen mit schlaf befangen Henisch; bielten 
schwere träume mich befangen? Uhland 129; vor- 
urtheile, welche den geist beingen Ranke Päpste 1,62; 
in einer arbeit, einem unternehmen befangen sein; ohne 
Zusatz gern von geistiger Eingenommenheit, Verlegen- 
heit: er ist in gröszerer gesellschaft befangen; wie be- 
auf einmal sind mir hand und herz Goethe 
zu allen 
jungen leuten in ein befungenes verhöltnis zu bringen 
Keller Seldw. 2, 206; rechtlich: seine guter sind be- 
sangen (mit Beschlag belegt) Stieler. — Befangen- 
heit, 1. Zustand eines Befangenen, Verlegenen: mit be- 
20
	        

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