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deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

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Bibliographic data

fullscreen: deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Periodical

Persistent identifier:
cbl
Title:
Zentralblatt für das Deutsche Reich.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1873
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German
Other titles:
Central-Blatt für das Deutsche Reich.

Periodical volume

Persistent identifier:
cbl_1896
Title:
Central-Blatt für das Deutsche Reich. Vierundzwanzigster Jahrgang. 1896.
Volume count:
24
Publisher:
Carl Heymanns Verlag
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1896
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück No. 20.
Volume count:
20
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Full text

717 
Magens. — Magenbrennen, Idrücken, n. Gefühl des 
Brennens, Drückens im Mageu. — Magengeschwür, n. 
Geschwür im Magen. — Magenkrampf, m. Krampf im 
Magen. — magenkrank, krank im Magen; dazu Magen- 
krankheit, . — Magenkrebs, m. krebsichte Entartung 
des Magens. — Magenleiden, n. wie Magenkrank-= 
heit; dazu magenleidend. — Magenmund, m. Offnung 
des Magens, die die Nahrung empfängt. — Magen- 
pflaster, n. Pflaster zur Heilung des Magens; scherz- 
haft von einer guten nahrhaften Speise. — Magen- 
pulver, u. Pulver zur Heilung des Magens. — Magen- 
saft, m. Saft des Magens zur Verdauung der Nahrung. 
— magenstärkend, zur Stärkung des Magens dienend; 
dazu Magenstärkung, f. Stärkung des Magens; zur 
Stärkung des Magens Dienendes, z. B. Wein, Speise. 
— Magentropfen, m.. gewöhnlich im Plur., Tropfen 
für einen kranken Magen. — Magenwasser, u. Magen- 
tropfen. — Magenwurst, f. gefüllter Schweinemagen in 
Form einer Wurst. 
Mager, fettlos, fleischlos; gemeingerm., nur im 
Goth. unbezeugtes Wort, altnord. magr, altengl. mäger, 
alts. ahd. magar, mhd. mager; Urverwandtschaft zu dem 
gleichbedeutenden lat. macer, griech. makrös lang, groß, 
wird angenommen. Die Steigerungsformen in der 
Schriftspr. ohne Umlant, der mägrere, mägerste sind 
mundartlich. Es steht von Menschen und Tieren: magere 
leute, eine magere schönheit; magere kühe (1. Mos. 
41, 3. 4); von liebe mager werden Maaler; ich bin 
so dürr und mager worden H Sachs Fastn. Sp. 1, 19; 
auch von persönlich Gefaßtem: der mond schwillt an, 
und wird dann wieder mager Schiller 1, 244; von 
Speisen, zunächst von dem Fleische eßbarer Tiere: ein 
magres rippenstück, das magre vom schinken; dann 
von solchen, die nicht reichlich mit Fett versehen sind: 
magre kost Schiller Pegas. im Joche; bei magerm 
kohl Wieland Perv. 3, 382; magerer käse (auch als 
Zusammensetzung magerkäse); vom Boden und dem 
was darauf wächst: was fur land sei, obs fett oder 
mager sei 4. Mos. 13, 21; die sieben mager ehern 
1. Mos. 41, ; das thor war mit etwas magerem 
kranzwerk behangen Keller Seldw. 2, 179; mit allerlei 
magerem strauchwerk Werke 1, 271; in der Gewerbsspr.: 
magerer thon, der sich nicht gut kneten läßt, magerer 
fluszsand, wenig thonhaltender, mageres erz, von wenig 
Gehalt, magere schlacken, solche von armen strengen 
Kupfererzen; bei Maurern magere steine, die ihren 
Platz nicht gehörig ausfüllen, bei Zimmerleuten mager 
von zu dünnen Bändern oder Zapfen; magerc schriften 
bei Buchdruckern, die nicht einen kräftigen Schnitt haben 
(Gegensatz fett 5); magerer wein, von geringem stoff- 
lichem Gehalt; bildlich von Dingen, mit der Vorstellung 
des dürftigen und kärglichen: mageres einkommen, 
magere beute, eine magere unterhaltung, u. s. w.;: 
100 wagre zecchinen Schiller Fiesko 1, 9; die ehre 
freilich ist ein bischen mager Platen Abbass., Prolog 
31; in den magern dienst Bismarck Reden 14, 93.— 
Magerkeit, k. Magersein; früher auch als magerheit 
macies Dief., selbst noch in neuerer Spr.: bis zur 
magerheit JPaul grönl. Proz. 1, 40; doch ist mager- 
keit seit Alters gewöhcher: Maces magercheit, mager- 
keit Dief.; ein mensch so vor magerkeit ganz ein- 
gedorrt ist Stein bach; den durren Cassius, dessen 
magerkeit Julius Cäsar fürchtete CF Meyer Pesc. 
151; bildlich: m. eines einkommens, eines drama- 
tischen stucks, u. a. — mägerlich, ein wenig mager, 
tärglich: mägerlich . verschen (mit Rüstung) Garg. 
426; den mägerlichen wuchs (eines Weibes) Keller 
Werke 2, 107. — magern, mager werden: mageren. 
mager werden Maaler; die rosse, müd, vom 
schlachtenritt gemagert Lenau 307; vgl. abmagern. 
auch — mager machen: magern, pro mager machen 
Stieler, was sonst in älterer Spr. mägern heißt. 
Magenbrennen — magern. 
718 
Magie, k. Zauberkunst; in älterer Spr. im lat. Ge- 
wande magia, seit 17. Ih. in der heutigen Form ein- 
gebürgert; auch in freierer Bed. = Zauberkraft: der 
schönheit hohe, himmlische magie Schiller Karl. 2, 8. 
— magisch, der Zauberkunst gehörig oder gemäß; Bil- 
dung schon des 16. Ih., vielleicht durch Paracelsus 
in Anfnahme gebracht (vgl. Germ. 29, 353); magische 
latern, magische bücher Frisch; magische sprüche für 
noth und gefahr Geibel 1, 5; der magische schneider 
(der zu der Geisterwelt in Beziehung steht) Immer- 
mann Münchh. 2, 131; auch — zauberkräftig, in neuerer 
Spr. in strengerem oder freierem Sinne: der ideengang 
hat etwas magisches Seume Spaz. 2, 5; ihr bild 
schlosz einen mag'’schen kreis um meine seele Körner 
Rosam. 5, 5; das mich magisch nach sich zieht Grill- 
parzer 6, 278; geheimnisvoll anziehend für das Auge: 
mit magischen wolken uüberzogen liegt . Foligno unten 
im thale Seume Spaz. 1, 102. 
Magnét, m. Name des Eisen anziehenden Steines, 
eigentlich der aus Magnesia in Thessalien kommende; 
übertragen auf das magnetische Eisen= oder Stahlstück. 
Der Name zufrühest im Mhd. übernommen in einer 
dem Lateinischen näheren Form, Nom. magnes. in den 
andern Kasus des, dem magnéten, woraus seit 15. Ih. 
Unser heutiges magnet entstanden ist: magnes magnet, 
magnethe, mangneet Dief.; in schwacher und starker 
Declination: des magneten wunderkrast Brockes 9, 59; 
der stoffe gewalt, der magnete hassen und lieben 
Schiller Spaz. 131; bildlich: liebe . der allmächtige 
magnet 4, 15; dieser mensch ist ein magnet. alle un- 
ruhigen köpfe fliegen gegen seine pole Fiesko 1, 2.— 
Zusammensetzungen: Magnetberg, m. aus Magnet be- 
stehender Berg der Fabel, der das Eisenwerk der Schiffe 
anzieht; in der Form magnetenberg Goethe Werther I. 
— Magnetnadel, f. magnetisch gemachtes Eisenstäbchen, 
acus magnetica, nautica Stieler; bildlich: ieh habe 
in allen diesen kämpfen nur einc einzige magnetnadel 
gehabt, die mich leitete Bismarck Reden 12, 151; 
gegen die fortschrittsfraktion bin ich seit 20 jahren 
so stetig wie eine magnetnadel immer gewesen 13, 113. 
— Magnetstein, m. Stein als Magnet, sickerftes, lapis 
heraeleus Stieler; in der Form magnetenstein 
Brockes 9, 62; als Arznei für Kreißende: in der 
höchsten noht stiesz man zr magnetstein zu Garg. 196. 
Maguétisch, mit der Krast des Magnetes versehen: 
magnetischer stein, stahl, magnetisches eisen; magne- 
tische kraft, kur; bildlich, von einer Kraft der An- 
ziehung ohne Widerstand: die söhne der wuste, magne- 
tisch angezogen von Huons helm Wieland Ob. 2,3. 
Mahd, k. Handlung des Mähens und Gemähtes; 
mhd. mäd als Neutr., wie landschaftlich noch jetzt; von 
Hen und Getreide gebraucht: die mad, das abgemähcte 
gras Frisch; wie schwingt sie die sense, wie streckt 
sie die mahden danieder! Uhland 238; mein frah- 
korn ist geschnitten — o dreiste, frische mahdü! 
Freiligrath 2, 115. — Mähder, m. der da mäht, 
ahd. madari, mhd. mädeere, mieder; im ältern Nhd. 
anch noch ohne Umlant: seca, /bagsseca, messor 
mader neben meder Dief.; in neuerer Spr. nur um- 
gelautet: die mähder des feldes Uhland 239.— mähen, 
Gras oder Getreide schneiden; westgerm. Wort, mit ver- 
schiedenem Stammschluß erscheinend, altengl. mäwan, 
ahd. mäjan, mhd. miewen, mæjen, später auch margen, 
megen, meien, maien, mæen, mecn, metere, saleare 
Dief.; mit dem heutigen h seit 15.Ih.: mehen ebd.; 
seit 17. Ih. übereinstimmend mähen geschrieben; urver- 
wandt zu griech. a-mäd mähe, ernte, ä-mé-tos Ernte, 
Herbst, auch zu dem lat. erweiterten metere ernten. In 
eigentl. Bed.: gras, heu, getreide mähen; s0 man daz 
gras mæwet Br Berthold 1, 369; (sie) band den 
weizen, welchen Wilhelm mähte Hölty 60; auf den 
matten gemühtes gras Wieland Sixt n. Klärchen 1, 74; 
Magie — mähen.
	        

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