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deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

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Bibliografische Daten

fullscreen: deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
cbl
Titel:
Zentralblatt für das Deutsche Reich.
Erscheinungsort:
Berlin
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1873
1918
DDC-Sachgruppe:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch
Weitere Titel:
Central-Blatt für das Deutsche Reich.

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
cbl_1898
Titel:
Central-Blatt für das Deutsche Reich. Sechsundzwanzigster Jahrgang. 1898.
Bandzählung:
26
Herausgeber:
Carl Heymanns Verlag
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1898
DDC-Sachgruppe:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch

Inhaltsverzeichnis

Titel:
Inhalts-Verzeichniß.
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Wörterbuch.
  • deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Volltext

797 Menschensatzung — Mensch. 
zusammenfassenden Sing.: vernunft . singt und redet 
von menschenrecht Voß 4, 221; im vereinzelnden Plur.: 
Zzeitpunkt, worinn . . von menschenrechten und ge- 
wissensfreiheit rede war Schiller 6, 38. — Menschen- 
satzung, f. das von Menschen Festgesetzte, zumal im 
Gegensatz gegen göttliches Gebot. — menschenschen, scheu 
vor Menschen: ein menschenscheuer sonderling: men- 
schenscheu sein. — Menschenschlag, m. Art, Gattung 
von Menschen: ein groszer, schöner, nerriger menschen- 
schlag Seume m. Leben 73; bei einem so achtbaren 
konservativen menschenschlag Bismarck Reden 13, 245. 
— Monschenseele, k. Seele des Menschen; Mensch, mit 
Hervorhebung seiner Seele: jammer! von keiner men- 
schenseele zu fassen Goethe Faust I; in gewöhnlicher 
Rede keine menschenseele nachdrücklich für Niemand: 
hier ist keine menschenseele zu tinden. — Menschen- 
sohn, m. Sohn eines Menschen, Mensch mit Hervor- 
hebung seiner Abstammung: der vater und die mutter 
alles heers der menschensöhne Herder z. Litt. 4, 79; 
von Christus, nach seiner eigenen Bezeichnung des men- 
schen son Joh. 12, 34: der heilige name gottes und 
des menschensohns Immermann Münchh. 2, 173.— 
Menschenverkäufer, m. der Menschenhandel treibt, Sklaven- 
händler. — Menschenverstand, m. dem Menschen eigener 
Verstand, als geistige Fähigkeit: gesunden m. haben; 
Verstand, Sinn in der Rede eines Menschen: gesunden 
menschenverstand in den kanzelvortrag zu bringen 
Herderz. Litt. 1, 121.— Menschenweisheit, f. Weisheit 
der Menschen, namentlich im Gegensatz zur göttlichen. 
— Menschenwerk, u. Werk von Menschen gemacht; gern 
mit dem Beisinn des Kleinlichen, Nichtigen, Hinfälligen, 
Schlechten: ich beware mich in dem wort deiner lippen. 
fur menschenwerk Pf. 17, 4; menschenwerk ist aller 
klugheit künstliche berechnung Schiller Wallenst. Tod 
4, S. — Menschenwert, m. Wert des Menschen in sitt- 
licher Beziehung. — Menschenwitz, m. dem Menschen 
eigener Verstand, menschliche Klugheit: was lockst du 
meine brut mit menschenwitz und menschenlist? 
Goethe Fischer. — Menschenwohl, u. Wohl, Glück der 
Menschen insgesamt: für das m. arbeiten. — Menschen- 
würde, f. sittliche und geistige Würde eines Menschen: 
der menschenwürde starker schirm Schiller 4, 112; 
seine eigene menschenwurde Bismarck Reden 12, 199. 
— Menschwerdung, f. das Werden, Entsteben eines 
Menschen; besonders von der Ankunft Cbristi als Mensch. 
Mensch, n. geringe weibliche Person; ursprünglich 
neutrale Nebenform zu dem Masc. mensch (s. d.), im 
Mhd. herausgebildet, erkennbar nur im Nom. und 
Acc. des Sing., den allgemeinen Sinn des Masculins 
zeigend: ein kranker mensche Lamprecht Tocht. Syon 
2997; bis ins 17. Ih. geblieben: ein solch mensch das 
. ein aufrichtig. rein und lauter herz tregt Luther 
6, 1965; es ist mir unverborgen, dasz kein gott durch 
ein mensch beflecket werden kan Opitz 1, 193; ein- 
geengt auf eine dienende Person, Knecht oder Magd: 
ausz jeglichem hausz hie ein mentsch darzu (zu einer 
Arbeit) leiben D. Städtechr. 2, 274; seit 15. Ih. be- 
sonders bezogen auf eine weibliche Person, und nach 
und nach in starke Form (Gen. mensches, Plur. men- 
scher) übergetreten; im 16. 17. Ih. noch in edler Rede: 
das heilige edle mensch, die jungkfrauw Naria Luther 
5, 83% sie, disz mensch, diese halbgöttinne Fleming 
523; aber auch auf eine Magd, Dirne, Bauerndirne 
ehend: sehet, mensch, da habt ihr euren herrn 
Simpl. 4, 49; Grethe, du bist ein flinkes mensch 
Rabener 3, 263, mundartlich, besonders oberdeutsch, 
noch jetzt; endlich in harter und unedler Rede, mit 
verächtlichem oder üblem Nebensinne: endlich war es 
entschieden worden: dasz der kerl das mensch haben 
solle Lessing Brief 1790; Fritz hing sich an ein luder- 
liches mensch Minna 3, 2; ihr lüderlichen schurken 
und unverschämten menscher: Weiße kom. Op. 2,24.— 
Menschheit — menschlich. 798 
Menschheit, f. menschliche Art, Gesamtheit der Menschen, 
ahd. mannischeit, mennischeit, mhd. menscheit; 1) als 
menschliche Art, in geistlichen Schriften besonders gern 
von Christus: ist vom bimel herab komen und hat die 
menscheit an sich genomen Keisersberg Seelenpar. 
37b; aber alt auch im Allgemeinen, vom Menschen 
selbst: diu brœde menscheit Freidank 69, 14; vor 
dem engeren geistlichen Sinne später gewichen, Gott- 
sched in einem Briefe an Lichtwer 1757 (ogl. Lichtwers 
Schriften, Einleitung XXV) schreibt: die menschheit 
klingt bei uns im deutschen so fremd, dasz man sie 
blos im theologischen verstande, bei der menschheit 
Christi, als ein theologisches kunstwort leiden will; 
doch ungefähr um dieselbe Zeit oder schon früher wieder 
empor gekommen, als Bezeichnung des menschlichen 
Wesens schlechthin, nach allen seinen Seiten: ein welt- 
weiser indem er sich über die grenzen der mensch- 
heit erhebet Kästner verm. Schrift. 1, 45 (von 1742); 
wurde die menschheit jemals so entmenscht? Klop- 
stock 2, 163; länger hält es die menschheit nicht aus 
(die menschliche sinnliche Natur) Wieland Ob. 7,15; 
in bedeutendem Sinne, als hervorragende menschliche 
Art: der menschheit würde Schiller Künstler 443; in 
dem gefühl der innigsten, reinsten menschheit Goethe 
Stella 2; im Gegensatz zu Standes= oder gesellschaft- 
lichen Begriffen: wir wollen schen, ob die mode oder 
die menschheit auf dem platze bleiben wird Schiller 
Kab. 2, 3; menschliche Art zu fühlen, wie gewöhnlich 
menschlichkeit (s. d.): ich glaube an menschheit Goethe 
die Vögel. 2) Gesamtheit der Menschen; im Mhd. als 
mennescheit vorhanden, dann eingegangen, ebenso wie 
die vorige Bed. wieder empor gekommen, von Adelung 
noch getadelt, aber vor seiner Zeit und später häufig: 
wenn keine thorheit mehr wird sein, so wird die 
menschbeit gehen ein Logau2, 106, 36; schuldigkeit 
der menschheit Brockes 1, 152; der menschheit ganzer 
jammer faszt mich an Goethe Faust I; in verengtem 
Sinne, Gesamtheit von Menschen, zeitlich zusammen- 
gehörig: die aufgeweckte, nuchterne menschheit, die 
Jetzt gottlob solche kinderschuhe ausgetreten hat Heyse 
Par. 1, 95; in mundartlich anklingender Rede von räum- 
lich zusammengehörigen Menschen: es war eine grosze 
menschheit auf dem platze; bevor die menschheit wieder 
nach dem pastor hinhörte Immermann Münchh. 
1, 131. — menschlich, dem Menschen eigen oder an- 
gehörig, nach Geschlecht, Gestalt, äußeren und inneren 
Eigenschaften, ahd. mannisclih, mhd. menneschlich, 
menschlich: menschliches geschlecht, die menschliche 
gesellschaft; der menschliche körper, eine menschliche 
stimme, menschliches gesicht, herz; menschliche gute, 
weisheit, bosheit; menschlich denken, fühlen, trachten 
u. a.; von der menschlichen natur Jac. 3, 7; der du 
an menschlichen dingen so herzlichen antheil nimmst 
Goethe W. Meister 1, 11; in menschlich absehbarer 
zeit Bismarck Reden 14, 197; es ist ja menschlich 
natürlich 16, 279; mit Betonung menschlicher Schwach- 
heit: sprichwörtlich irren ist menschlich; ich habe 
menschlich, jugendlich gelchlt Schiller M. Stuart 
3, 4; entstellungen, die in böswilliger absicht erfunden 
und in menschlicher dummheit geglaubt werden Bis- 
marck Reden 15, 222; auf das Empfindungsleben und 
die erbarmende Liebe des Menschen deutend: mensch- 
liche gefühle, regungen; das stillste moenschliche ver- 
gnugen Gleim 2, 226; unter den sachwaltern ver- 
breitete sich der humanismus, und alles wetteiferte, 
auch in rechtlichen verhältnissen höchst menschlich zu 
scin Goethe Du W. 13; indem sie sich gegen das un- 
glück menschlich erwies Keller Werke d, 192; aus 
einer schönen menschlichen regung CF Meyer Pesc. 
51; in der älteren Formel menschlich und möglich, 
wofür jetzt menschenmöglich (l. d.): darum sie alle 
menschliche und mögliche macht anwendeten, die
	        

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