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deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

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Bibliographic data

fullscreen: deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Periodical

Persistent identifier:
cbl
Title:
Zentralblatt für das Deutsche Reich.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1873
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German
Other titles:
Central-Blatt für das Deutsche Reich.

Periodical volume

Persistent identifier:
cbl_1900
Title:
Central-Blatt für das Deutsche Reich. Achtundzwanzigster Jahrgang. 1900.
Volume count:
28
Publisher:
Carl Heymanns Verlag
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1900
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück No. 30.
Volume count:
30
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

Chapter

Title:
4. Polizei-Wesen.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Full text

323 
Acc.: lasz mir raum und zeit, dasz mein gemüth sich 
selbst erst wieder kenne Goethe Claud. 1; sich selbst 
nicht, schlecht, gut kennen; kenne ich mich recht, so 
ist das auch meine krankheit Iffland Bewußtsein 2, 6; 
in bedeutendem Sinne: o, Sie kennen sich, mein fräu- 
lein Lessing Minna 2,7; mit Dat., ich kenne mir, 
weiß, erfahre an mir: ich hatte eine gröszere heiterkeit 
des geistes gewonnen, als ich mir lange nicht gekannt 
Goethe DuW. 8; — Part. kennend, ebenfalls hervor- 
hebend, = kundig: sorgt niemand für ein kennend 
ohr ? Haller 106; der kennende zeichner Klopstock 
1, 259; Inf. kennen, in der Formel ums kennen mit 
solgendem Comp., — um ein Merkchen Schmeller: 
(ein Krüglein das) auf dem ums kennen schlankeren 
bauch die jahreszahl 1597 trägt Friedrich altdeutsche 
Gläser 113. — In Zusammensetzungen: Keunzeichen, n 
Zeichen an dem man etwas kennt, Merkmal: zur losung 
und kennzeichen, daran man die gute catholischen von 
den ketzern unterscheide Fischart Bienk. 715; sie 
sucht auf allen enden (des Schreibens), ob sie einige 
kennzeichen zu bekräftigung ihrer meinung, finden 
möchte Zesen Ros. 20; jeden, in welchem ihr die 
ehrwürdigen kennzeichen der menschbeit erblicket 
Wieland gold. Sp. 1, 4. — kennzeichnen, zum Kennen 
zeichnen, zuerst bei Campe als neugebildetes Wort für 
das fremde charakterisieren angeführt: dasz nicht gerade 
diese reichssteuern 80 gekennzeichnet werden, als 
seien sie höchst ungerechte Bismarck Reden 6, 156; 
(der) den stark reformbedurftigen zustand. öffentlich 
als solchen kennzeichnen kann 11, 91. 
Kenner, m. der da kennt; mhd. kenner in der Spr. 
der Mystiker, der da erkennt: daz kennen ist daz selbe, 
daz der kenner selber ist Myst. 2, 670; uhd. in be- 
deutendem Sinne, der etwas gründlich kennt, sich auf 
etwas versteht: kenner der gedanken, der arzneikunst, 
guter künste, einer sache Steinbach; die kenner 
die . die absicht des dichters errathen, machen immer 
das dunnste häuflein aus Schiller 2, 6; weil wir es 
(das Gedicht) gerade für unsere beste arbeit hielten, 
und jenen für einen schlechten kenner erklären durften. 
Goethe DuW. 5; kenner von gemälden, von antiken 
Adelung; mit zahlreichen Zusammensetzungen, bucher-, 
gesetzes-, kunst-, menschen-, pferde-, weinkenner u. a.; 
dazu: Kennerauge, n. Auge eines der etwas gründlich 
kennt: mit kennerauge mustern. — Kennerblick, m. Blick 
eines gründlichen Kenners. — kennerhaft, in der Weise 
eines Kenners: genaue beschreibung und kennerhafte 
bemerkung der kunstgegenstände Goethe Tagh. 1797; 
die angenommene kennerhafte ruhe Keller Werke 
1, 109. — Kennerin, f. weiblicher Kenner. — kenntlich, 
zu kennen, mhd. und später noch kennclich, kennlich 
(Logau 2, 168, 47), aber auch früh schon mit ent- 
wickeltem t kentlich — erkennbar: daz noch banir, voch 
belme was kentlich in di virre Jeroschin 15518; 
wie später: die schrift ist nicht mehr kenntlich, er ist 
auch im tode noch kenntlich Adelung; der sanft- 
muthige zug um den mund, der ihn aus tausenden 
kenntlich machte Schiller Räub. 4, 2; durch eine 
weisze armbinde kenntlich Freytag Erinn. 232; auch 
botffenkundig, wie bekannt ist: markkötter, welche 
kenntlich keinen ackerbau und keine pferde haben 
Möser Phant. 2, 29. — Kenntnis, (., früher auch n., 
Zustand des Kennens; mud. kennis, und mit im Innern 
entwickeltem t kentenisse, mitteld. kentnisse, mhd. so- 
dann unter Anlehnung an die Form des Part. Prät. 
kantnusse, eine Form die sich zum Teil auch im mund. 
kantenisse wieder findet; im allgemeinen Sinne: kennt- 
nis haben, geben, einem etwas zur kenntnis bringen, 
jetzt auch kenntnis von etwas nehmen, namentlich im 
Kanzleistile; kentnusz von einer sache haben, notitiam 
rei habere Stieler; die kenntnis ihres lichts Haller 
139; auch = Bewußtsein: der kranke liegt ohne kennt- 
Kennzeichen — Kenntnis. 
kentern — Kerbholz. 324 
nis Adelung; in besonderem Sinne, bezogen auf Ge- 
werbe, Kunst, Wissen: mangelnde kenntnis des geschäfts; 
kenntnis des lebens, der natur, vgl. dazu Zusammen- 
setzungen geschäfts -, geschichts-, gesetzes-, lebens-, 
sachkenntnis u. u.; im vereinzelnden Plur.: sich hübsche 
kenntnisse in einer wissenschaft erworben haben; fort- 
schritt welchen eine nation in ihren kenntnissen macht, 
der horizont menschlicher kenntnisse, seine kenntnisse 
ausbreiten Adelung; dazu kenntnisarm, os, -reich, 
-oll; der hofmeister war ein kenntniszloser . mann 
Grillparzer 15, 50; auf eine kenntnisreiche und 
tuehtige weise Goethe DuW. 17; kenntnisvoller mann 
Seume Spaz. 2, 79. 
Kentern, niederd. Wort, frequentativ zu kanten 
(s. d.), umwenden Campe; im Seewesen balken, baum 
kentern, auch wallüsch kentern, ihn zur Gewinnung 
seines Specks auf die andere Seite wenden; intransf. 
das schiff kentert; der strom, wind kentert, wenn er 
sich plötzlich dreht. 
Kerbe, k. Einschnitt, mhd. kerbe neben einem Masc. 
kerp; in allgemeiner Bed.: eine kerbe in etwas machen, 
schneiden, feilen, hauen Adelung; schnitt ich an stat 
eines calenders alle tage eine kerbe auf einen stecken 
und am sontag ein creuz Simfpl. 2, 233; in besonderem 
Sinne: kerbe unten am pteile, welche in die Sehne 
paßt ebd.:; Spalte in der Schreibfeder: kerb, incino, 
erena Schottel; Einschnitt am Kerbholze, beim Zu- 
sammenzählen und Rechnen, und das Holz auch selbst: 
dica kerbe, kerb, kerp, kerfe, kerve, kerf Dief.; so 
zeigt man mirs an dkerben (schreibt man mir die Schuld 
an) Garg. 169; bald sagt des holzes kerbe, die 
vierte stieg ist voll Voß 4, 254; frei: sie haben eine 
schöne rechnung bei mir auf der kerbe (ich habe 
mich zu rächen für manche Unbill von ihnen) Hevse 
5, 333; in zweideutigem Scherze: schreibts meiner 
frawen an die kerben Böhme Liederb. 476, 10; — am 
Körper: arschkerbe,issurc, hiatus podicis Stieler; 
das gemein gewisch von sonst gelümp. da eim die 
fasen zwischen der kerben bleiben Garg. 262; kerbe 
oder spalte zwischen den klaucn (des Rindviehs) 
Jacobsson. — Kerbel, m. ein Küchen= und Heil- 
kraut; ahd. kervola, kervela (Fem.), mhd. kervele, kervel 
(Masc. und Fem.), altengl. cerfille, isländ. kerflll, um- 
geformt aus lat. cacrifolium, das aber selbst aus griech. 
chairépbyllon entstellt ist: kerbel, kerbelkraut, gingi- 
dium, erep)on Schottel; bier itt salbei, blaues 
kerbelkraut Grillparzer 7, 43.— kerben, einschneiden; 
im Niederdeutschen starkes Verbum, altengl. ceorfan, 
mnd. kerven, dem griech. gräphein schreiben, eigentlich 
einritzen, eingraben, urverwandt; ahd. nicht nachgewiesen, 
mhd. kerben als schwaches Verbum, Denominativ zu 
kerbe, auftretend; in allgemeiner Bed.: kerben, inci- 
dere, serrare Schottel; (er) prüfte masz und gewicht, 
und kerbte, schlug und schliff die zeichen in die be- 
treffenden gegenstände Keller Werke 2, 129; im be- 
sonderen Sinne, — aufs Kerbholz schreiben, zum Merken 
und Berechnen einer Schuld: drcare kerben, kyrwen, 
kerven, carven Dief.; spielend mit dieser und der 
vorigen Bed.: und ihre rücken kerbt das schwert mit 
feiger wunden schmach Voß 4, 37; — das Part. ge- 
kerbt, mit Einschnitten versehen: uber das glat artlich 
gekerbet ledere gesäsz (ein hinten so ausgeschnittener 
Rock) Garg. 97; immer das folgende blatt ausgedehnter, 
gekerbter Goethe Metam. der Pflanzen 26; im halb- 
mond, um gekerbte buchten, dehnte reich sich eine 
stadt Platen Abbafss. 1, 219; (Landsknechte) die ge- 
kerbten federhüte auf den rucken tragend Keller 
Werke 2,187. — Kerbholz, n. Holz, auf dem Schuld- 
summen durch Einschneiden bezeichnet wurden, Holz zur 
Berechnung zwischen Schuldner und Gläubiger: apoca, 
dica, ephimerides kerbholz, kerpholz Dief.; bei Berg- 
leuten auch als Befehl im Bergamte zu erscheinen, ver-
	        

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