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Abriß der Staatsbürgerkunde.

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Bibliographic data

Object: Abriß der Staatsbürgerkunde.

Monograph

Persistent identifier:
eckardt_abriss_staatsbuergerkunde_1912
Title:
Abriß der Staatsbürgerkunde.
Author:
Eckardt, Dr. Paul
Place of publication:
Leipzig und Berlin
Publisher:
Teubner
Document type:
Monograph
Collection:
bayern
Publication year:
1912
DDC Group:
320
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German
Other titles:
für Handels- und kaufmännische Fortbildungsschulen
Subtitle:
Zunächst: Im Anschluß an Ph. Ebeling, Handelsbetriebslehre

Chapter

Title:
VIII. Die Ordnung des Rechtswesens.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Abriß der Staatsbürgerkunde.
  • Title page
  • Inhalt.
  • Introduction
  • I. Die Familie.
  • II. Die Gemeinde.
  • III. Kirche und Schule.
  • IV. Die mittleren Verwaltungsbezirke.
  • V. Die Bundesstaaten.
  • VI. Das Deutsche Reich.
  • VII. Das Finanzwesen.
  • VIII. Die Ordnung des Rechtswesens.
  • IX. Deutschland als Wirtschaftseinheit.
  • X. Die deutsche Kriegsmacht.
  • Literatur.

Full text

Strafrecht. Strafverfahren. Deutschlands innere Entwickelung. 27 
von zwölf Geschworenen (Laien) gefällt wird. Auf Grund eines richterlichen 
Haftbefehls können die eines Verbrechens Angeschuldigten oder Fluchtverdächtigen 
in Untersuchungshaft genommen werden. 
IX. Deutschland als Wirtschaftseinheit. 
1. Innere Entwickelung. Unsere Vorfahren waren ein Jäger= und Hirten- 
volk, der Ackerbau spielte in ihrem Haushalt eine untergeordnete Rolle und 
wurde den Frauen und Unfreien überlassen. Erst nach der Völkerwanderung 
begannen die einzelnen Stämme die Ackerflur an ihre Angehörigen aufzuteilen, 
und Deutschland wurde allmählich ein Land, das über seinen Bedarf hinaus 
Getreide erzeugte. Diese Stellung nahm es auch im 19. Jahrhundert noch ein, 
bis in den 70er Jahren ein Umschwung eintrat, der mit der wachsenden Be- 
völkerung und dem Aufblühen der Industrie im inneren Zusammenhange steht. 
Das Gewerbe war Jahrhunderte hindurch nicht über den Rahmen des 
Kleinhandwerks hinausgekommen. Die Zersplitterung des Reiches in Hunderte 
von kleinen Staaten, die vielfachen Kriege, die Erschwerung des Handels durch 
unzählige Abgaben und Zölle, die Eifersucht der Städte untereinander ver- 
hinderten eine kräftige Entwickelung der Industrie. Nur einige Städte, besonders 
in Süddeutschland, erzeugten Waren für die Ausfuhr (Augsburger Tuch). 
Der erste Staat, der durch einheitliche Leitung zu einer industriellen Ent- 
faltung gelangte, war Preußen. Durch die zum Teil harten Maßnahmen seiner 
Herrscher im 17. und 18. Jahrhundert (besonders Friedrich Wilhelms I.) wur- 
den die bestehenden Gewerbe gefördert und eine Reihe neuer Industrien ein- 
geführt. Man nennt diese weitgehende staatliche Bevormundung Merkantilis- 
mus; er war auch in den übrigen deutschen Staaten zu finden, jedoch nicht in 
dem Maße wie in Preußen. 
Im Laufe des 19. Jahrhunderts trugen eine Reihe von Umständen zu dem 
gewaltigen Aufschwung des Handels und Gewerbes bei, den wir heute beob- 
achten können. Die Erfindung der Werkzeugmaschinen (mechanischer Webstuhl, 
Spinnmaschine), der Dampfmaschinen und der Eisenbahn, die Beseitigung der 
inneren Zollgrenzen durch Schaffung des Zollvereins und schließlich die Ver- 
einigung der deutschen Einzelstaaten zum Deutschen Reich gestalteten das Ver- 
hältnis der einzelnen Berufsgruppen zueinander völlig um. In welchem Maße 
die Verschiebung sich auch in den letzten Jahrzehnten noch vollzogen hat, zeigt 
uns deutlich die Tabelle I. Aus ihr ist besonders die hohe Vermehrung der in 
Handel und Gewerbe Tätigen ersichtlich. 
Hand in Hand mit der Vermehrung der in der Industrie beschäftigten Per- 
sonen geht eine starke Zunahme der Großbetriebe. Aus dem Handwerk ent- 
wickelt sich die Fabrik, im Handel treten die großen Spezialgeschäfte, Waren- 
häuser und Großbanken auf, und die modernen Verkehrsanstalten erfordern. 
Hunderttausende von Angestellten. Dadurch entstehen die Arbeiterklasse und die 
große Zahl von Beamten, alle in unselbständigen Stellungen. Einem Leiter 
unterstehen oft Tausende von Angestellten, die Interessengegensätze beider 
werden immer schärfer, die Arbeiter einerseits und die Arbeitgeber andererseits 
schließen sich zu Verbänden zusammen. 
Str. Pr. O. 
– * 112.
	        

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