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Meyers Großes Konversations-Lexikon. Erster Teil. (1)

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Bibliographic data

fullscreen: Meyers Großes Konversations-Lexikon. Erster Teil. (1)

Periodical

Persistent identifier:
cbl
Title:
Zentralblatt für das Deutsche Reich.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1873
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German
Other titles:
Central-Blatt für das Deutsche Reich.

Periodical volume

Persistent identifier:
cbl_1901
Title:
Central-Blatt für das Deutsche Reich. Neunundzwanzigster Jahrgang. 1901.
Volume count:
29
Publisher:
Carl Heymanns Verlag
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1901
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück No. 4.
Volume count:
4
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

Chapter

Title:
2. Finanz-Wesen.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Meyers Großes Konversations-Lexikon.
  • Meyers Großes Konversations-Lexikon. Erster Teil. (1)

Full text

314 
sollen das Saatbett fertig herstellen und jede weitere 
Bearbeitung durch Egge, Kultivator, Schollenbrecher 
u. dgl. übeu üssig machen. 
Die altbekannten Zinkeneggen sind nicht gut mit 
Sitzgelegenheit zu versehen, wohl aber ist dies bei den 
neueren Scheibeneggen mit runden oder stern- 
förmig gezackten Scheiben möglich. Zum Streuen 
künstlichen Düngers kann jede breitstreuende Sä- 
maschine benutzt werden, doch hat der jetzt als Ersatz 
des Chilesalpeters im Inland erzeugte Kalkstickstoff die 
unangenehme Eigenschaft, daß er als feines Pulver 
ausgestreut werden muß, das bei Wind eine gleich- 
mäßige Verteilung ausschließt, da der Dünger stark 
stäubt, wobei er außerdem einen schädlichen Reiz auf 
Augen und Schleimhäute der Arbeiter ausübt. Hier 
soll ein Vorschlag Abhilfe schaffen, der dahin geht, vor 
und hinter dem Streuschlitz einen Vorhang oder eine 
Schürze von dem Kasten des Düngerstreuers herab- 
hängen zu lassen, von denen die hintere etwas auf der 
Erde schleppen und so eine gleichmäßige Düngerver- 
teilung bewirken soll. Vielleicht noch mühsamer, jeden- 
falls aber zahlreiche Arbeitskräfte erfordernd, ist die 
Aufbringung des Stalldüngers auf den Acker undseine 
leichmäßige Verteilung. Mit Freude wird daher der 
Landwirk eine selbsttätige Vorrichtung zur gleichmäßi- 
gen Verteilung des Stalldüngers begrüßen, die ihm 
viele Menschenarme erspart und dabei noch bessere, 
leichmäßigere Arbeit leistet. Das einfache und billige 
Vert besteht aus einem zweirädrigen, an den Dün- 
gerwagen anzuhängenden Karren, auf dem eine Bür- 
sten= oder Stachelwalze wagerecht gelagert ist, die, von 
den Fahrrädern angetrieben, den Dünger aus einem 
darüber befindlichen Einfülltrichter entnimmt und ihn 
nach rückwärts schleudert. Vorbedingung dabei ist 
nur, daß der Dünger keine langen SKohyhalme ent- 
hält, was bei moderner Stallwirtschaft ohnehin für 
selbstverständlich gilt. 
Vielfach hält man es für vorteilhaft, den Kunst- 
dünger in die Saatfurchen einzubringen, was mit 
Hilfe der Drillmaschinen genau wie bei der Saat 
selbst erreichbar ist. Drillmaschinen sollten auch mit 
Sitz ausgerüstet werden, wenn auch die Sitzanord- 
nung vor dem Streukasten, wie sie z. B. die Firma 
Siedersleben anfertigt, noch verbesserungsfähig sein 
dürfte. Bei diesen Drillmaschinen wird das Streu- 
gut (Saat oder Dünger) durch Schub= oder Schöpf. 
räder (Tafel II, Fig. 4) aus dem Vorratskasten ent- 
nommen und in das Saatrohr befördert. Vor diesem 
Saatrohr geht ein Furchenschar, und hinter ihm be- 
wirken Zustreicher ein Bedecken der Saat mit Erde, 
die dann meistens noch durch Druckrollen fest an- 
gedrückt wird (Tafel II, Fig. 5). 
Schmerzenskinder der Landwirte und Fabrikanten 
sind bisher noch die Kartoffellegemaschinen. 
Vielleicht wird der Leutemangel auch hier seine zwin- 
gende Macht zeigen und ihre Einführung beschleunigen. 
Vorbedingung ist, daß der Landwirt für ein in der 
Größe gleichmäßiges Saatgut sorgt, dann werden die 
häufig gerügten Versager bei dieser Maschinenart fort- 
fallen. Auch hier stellt die Industrie sehr leistungs- 
fähige Kartoffelsortiermaschinen zur Verfügung. 
Die Maschine von Pollert, Schneidemühl (Tafel 11, 
Fig. 6), zeigt eine umlaufende Trommel mit verschie- 
denen, durch Wände abgeteilten Kammern mit Män- 
teln verschiedener Siebgröße. Die Kartoffeln durch- 
wandern allmählich sämtliche Kammern, werden von 
Staub und Erde befreit und sorgfältig nach der Größe 
sortiert. Die Kartoffeln gleicher Größe kommen nun 
III. Technik und Kriegführung 
in die Kartoffellegemaschine, die nach der Bauar-. 
der Gebr. Lesser, Posen (Tafel II, Fig. 7), mit einem 
Löffelrad arbeitet. Aus dem Vorratsbehälter rollen 
die Kartoffeln in dünner Schicht dem Löffelrude zu. 
Am Umfang des Löffelrades sitzen die Lochspaten, jeder 
an einem besonderen Kasten. Die von einem Löffel 
erfaßte Kartoffel wird von einem feststehenden Finger. 
an dem der Löffel vorbeistreicht, in den obenerwähn. 
ten Kasten hinter dem Lochspaten hinübergestoßen und 
rollt aus dem Kasten heraus, wenn dieser die tie'fi- 
Stellung einnimmt, nachdem der Spaten das Pflanj- 
loch hergestellt hat. Bor dem Stechspaten geht ein 
Schar oder ein Furchenzieher nach Art der Federzabn- 
kultivatoren zum Auflockern des Bodens, hinten fol- 
gen Zustreicher, Häufelschare oder Häufelscheiben. 
Ist die Saat bestellt, so darf zum Gedeihen der 
Regen nicht fehlen. Da die Niederschlagsmenge in- 
desse häufig zu gering ist, so hat man Apparate 
ur künstlichen Beregnung hergestellt und er- 
sounliche Ergebnisse damit erzielt. Auf einem leick: 
fahrbaren Karren (Tafel II, Fig. 8) ist in ungefähr 
1½ m Höhe über dem Boden ein mit Sieblöchern oder 
mit einzelnen Sprühköpfen versehenes langes Kodr 
wagerecht gelagert, dem Druckwasser durch einen 
Schlauch von einer Pumpe oder einer am Feldrande 
verlegten Druckleitung zugeführt wird. Man kann 
auch mehrere Karren mit den Sprengrohren duro# 
Schlauchstücke kuppeln und so die ganze Fekdbreie 
gleichzeitig besprengen. 
Die Einbringung der Ernte kann heutzutage nur 
noch unter Heranziehung zahlreicher Maschinen cr. 
folgen. Zu diesem Zwecke findet man auch auf kleine 
ren Bauernhöfen meist eine Mähmaschine. Vor 
dem Kriege sind allein für Maschinen dieser Art noch 
12 Millionen Mark jährlich in das Ausland, mein 
nach England und Amerika, abgeflossen. Besonder- 
erwähnt sei hier die Mähmaschine von Fahr. Gon- 
madingen (Tafel II, Fig. 9 und 10), deren Schneid- 
werk durch einen Fußhebel in die aufrechte Stellunz 
geschwenkt werden kann, wie das beim Fahren auf 
der Landstraße oder beim Ausweichen vor einem 
Baum oder Stein während der Arbeit nötig wird. 
Durch diese Neuerung wird die Maschine auch zur 
Benupur durch Einarmige geeignet. Die Einrich 
tung der Maschinen zum Mähen von Gras und Ge- 
treide ist im wesentlichen die gleiche. Ein mit drei- 
eckigen Messern besetzter Messerbalken wird durch ein 
Kurbelgetriebe schnell hin und her bewegt und schnel 
det hierbei die Gras= oder Getreidehalme ab, welche 
wischen die einzelnen Finger des wagerecht über den 
Boden gleitenden Fingerbalkens geraten. Bei den 
Getreidemähern kommt noch eine Ablegevorrichtung 
hinzu, die aus mühlenflügelartig bewegten Schlan- 
armen besteht, welche die Lalme auf eine hinter dem 
Messerbalken angeordnete Plattform niederschlagen 
und sie dann nach Ansammlung einer bestimmten 
Venge von dieser Plattform abstreichen. Bei den 
Bindemähern (Tafel III, Fig. 1) findet statt der 
Plattform ein endloses Fördertuch Verwendung, das 
die Halme einem geneigten Tisch zuführt, auf dem sie 
durch schwingende Packerarme zu einer Garbe ver- 
einigt werden. Das Umschnüren und Verknoten der 
Bindeschnur erfolgt hier durch ein ganz selbsttäng 
arbeitendes Getriebe. Diese Maschinen stellen große 
Anforderungen an die Zugtiere; man sollte daher, 
um diese wenigstens von den seitlichen und senkrechten 
Stößen der Deichsel zu entlasten, stets eine Borkarre 
benutzen, welche zugleich die Lenkbarkeit erhöht.
	        

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