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deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

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Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

fullscreen: deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
cbl
Titel:
Zentralblatt für das Deutsche Reich.
Erscheinungsort:
Berlin
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1873
1918
DDC-Sachgruppe:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch
Weitere Titel:
Central-Blatt für das Deutsche Reich.

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
cbl_1906
Titel:
Zentralblatt für das Deutsche Reich. Vierunddreißigster Jahrgang. 1906.
Bandzählung:
34
Herausgeber:
Carl Heymanns Verlag
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1906
DDC-Sachgruppe:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch

law_gazette

Titel:
Stück Nr. 52.
Bandzählung:
52
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
law_gazette

Kapitel

Titel:
1. Konsulatwesen.
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Wörterbuch.
  • deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Volltext

5 haben. 
lustiger freilich mag sichs haben, uber anderer köpf 
wegtraben Schiller Wallenst. Lager 11. 2) haben — 
erhalten, empfangen, doch mit Betonung des Empfangens 
zu Besitz: hier hast du geld; du sollst urlaub haben; 
das beste, was hier zu haben ist; eine bitte hat statt; 
babe dank; was hast du von aller deiner müuhe?; ich 
habe nichts vom kästchen Goethe Wanderj. 3, 17; 
mit persönl. Dat.: hab dir ein böses jar BWaldis 
Esop 4, 60; wer die stelle anders auslegt, mag sichs 
haben Goethe an Zelter 707; in manchen Verbin- 
dungen auch — erlangt haben: wo bat er das geld 
her?; er hat die nachricht aus guter hand; jetzt haben 
wir den dieb; wir sind soldaten der Fortuna; wer das 
meiste bietet, hat uns Schiller Wallenst. Tod 5,2; 
in Bezug auf Geistiges, Vorstellung: denkt euch ein 
mädchen, So habt ihr Henrietten Gotter 1, 89; 
mich hat wunder, mich wundert: das uns alle wunder 
hat Luther Br. 4, 362; früher auch mich hat hehl 
Tischr. 393b), wofür später persönliches ich habe meiner 
reue kein hehl Gotter 3, 407; als Formel etwas 
haben wollen, für Denkrichtung, Ausführung: was der 
schauspieldirector eigentlich mit allem haben wollen 
JPaul Tit. 1, 75; er will das, will es so nicht haben. 
3) am häufigsten = zu eigen, als Besitz, Eigentum, Eigen- 
schaft, Gemeinschaft haben, in mannigfachen Fügungen; 
ohne Obj., im Sprichworte hab ich ist besser als hätt 
ich; auch zum Subst. umgeprägt, im Wortspiele mit 
dem Vogel babicht: der habich ist besser als der hättich 
Hebel 3, 121; mit Gen.: wand ich noch einer salben 
hän Iwein 3423; wenn ich mit menschen und engel 
zungen redet und hette der liebe nicht 1. Cor. 13, 1; 
in neuerer Spr. durch von ersetzt: ich habe noch von 
diesem weine; gewöhnlich mit Acc.; Sachen: geld, 
reichtumer, ein haus haben; Personen: freunde, gegner, 
eine geliebte, gattin, kinder haben; er hat eine Eng- 
länderin zur frau; verhüllend ein mädchen haben, zum 
Beischlaf; wenn dich erst ein dutzend hat, so hat 
dich auch die ganze stadt Goethe Fanst 1; Eigen- 
schaften, geistige Gaben, Alter, Gründe, Recht, Pflicht, 
u. s. w.: ich hab eine schwere sprache 2. Mos. 4, 10; 
macht (1. Mos. 31, 28), ansehen (Sir. 37, 29), gewalt 
(Marc. 10, 42), weisheit (Hiob 26, 3), zuversicht (Ruth 
2, 12) haben; hab ich doch meine freude dran Goethe 
Faunt 1; wie viel jahre hast du? W. Meister 2, 4; in 
öflichen oder bittenden Formeln: haben Sie die güte; 
habt erbarmen!; Krankheiten, Beschwerden, Bedürfnisse: 
wenn ein man an seinem fleisch einen flus hat 3. Mos. 
5, 2; alles was einen feil (Fehler) hat 22, 20; er hat den 
teufel Joh. 10, 21; hunger, durst, seine last, not mit je- 
mand haben, u. s. w.; mit unbestimmtem Obj.: ich habe 
es auf der brust, im halse, verstanden das lbel; fragend: 
was hast du? Goethe Tasso 1, 1. 4) haben in er- 
weiterter Fügung, wobei die Bed. des Besitzes sich in 
die des bloßen Vorhandenseins mehr oder weniger ver- 
liert: er hat nichts nötig; sie haben das haupt be- 
deckt Goethe Du W. 1; waren feil haben; er hat ihn 
lieb; die sache hab ich satt; sie haben jren lon dahin 
Matth. 6, 2; er hat vier pferde im stalle stehn; sie 
haben nichts zu essen; ich habe mich mit dir zu 
besprechen Schiller Iphig. 5, 2; in formelhafter Wen- 
dung: ihr habt gut reden; sie hat gut singen, sie hat 
kcine schulden zu bezahlen Simpl. 3, 426; ironisch: 
rath, majestät? bat sich da was zu rathen Schiller 
Turandot 2, 2; gekürzt, in gewöhnlicher Rede: es hat 
sich was!; in geschüften? hat sich wol Parasit 2, 7; 
— auch in einfachen Fügungen, mit bloßer Betonung 
des Vorhandenseins: wir haben gutes wetter; wir haben 
kaum noch fünf minuten bis zum bahnhof; du hast 
noch zeit; ihr habt hohe zeit zu gehen (es ist für euch 
hohe Zeit); Dschengis hatte hohoe zeit, mit seinem 
untergebenen unsichtbar zu werden Wieland gold. 
Sp. 2, 8. 5) unpersönliches es hat — es ist vorhanden: 
Habedank — habhaft. 6 
es wird fur und fur keine not haben Ps. 10, 6; ich 
will gewisz der erste sein, wos noth hat Goethe 
Elpenor 2, 2; so hat es gute wege Lessing Nath. 
4, 7; bei Ihnen hat es eine ausnahme alte Jungfer 
2, 3; = es gibt: matte darauf es vil mäder hat Pauli 
Schimpf Cap. 61; es hat bei uns auch hier sehr gutes 
feistes land Opitz 2, 87; jetzt noch oberdeutsch mund- 
artlich. 6) haben als Hilfszeitwort, zur Umschreibung 
des Präteritums für transitive Verben (sein für in- 
transitive); in einigen Fällen Schwanken, so daß auch 
für intransitive Verben haben verwendet wird: warumb 
hastu heimlich geflohen? 1. Mos. 31, 27 (neben bistu, 
andere Lesart); wir haben schedliche wege gegangen. 
Weish. Sal. 5, 7; der ich nicht vergeblich gelaufen 
habe Phil. 2, 16; hab ich von jugend auf nicht auf 
wilden pferden geritten? Zachariae Phaeton 1, 165; 
hat das evangelium am allerstärksten gewachsen Luther 
8, 263, u. s. w. In Verbindung mit den Hilfsverben 
können, mögen, dürfen, mussen, sollen, wollen, steht 
statt des Part. der letzteren ein Inf., wenn ein anderer 
solcher vorausgeht oder folgt: ich habe nicht gekonnt, 
gedurft, aber: ich habe nicht können kommen, ich 
habe nicht gehen dürfen u. s. w.; demselben Brauche 
folgen auch die Verben helfen, hören, lehren, lernen, 
fühlen: ich habe es nicht schlagen hören; (diese Weise) 
hat ihn sein ziel erreichen hellen Lessing Dram. 49. 
7) das Part. Prät. habend in älterer Spr. von Dingen, 
die besessen werden: bei habenden dingen darben Klugr. 
1513; dein zu mir habendes hohes vertrauen Simpl. 
2, 11; die jetzt in händen habenden bücher Leise- 
witz Briefe 254; seit dem späteren 18. Ih. verschwunden; 
— der Inf. als Subst., namentlich in kaufmännischer 
Spr., soll und baben lat. debet und crecit wieder- 
gebend: sein soll übersteigt sein haben bedeutend; soll 
und haben Roman von Freytag; damit beim scheiden 
aus der welt mein soll und haben sei bestellt Keller 
Werke 10, 69. — In Zusammensetzungen: Habedank, 
ursprünglich die Formel habe dank! (haben 2), als 
subst. Masc. verwendet: die reine, winkt mir lieb- 
lichen habedank Voß 4, 24. — Habenichts, m. fpöttische 
Bezeichnung eines nichts Besitzenden, aus imperativi- 
schem habe nichts: er ist ein habenichts; auch als 
Eigenname, sogar adlicher, für einen hochmütigen Armen: 
dieser herr von Habenichts. — Haberecht, m. spöttische 
Bezeichnung eines der immer Recht haben will, aus 
imperativischem habe recht: der verdammte haberecht! 
Lessing vor Diesem 3. — Habgier, k. Gier nach Habe 
Adelnung. — habgierig, nach Habe, Besitz gierig: das 
junge habgierige mäckchen Goethe Wahlverw. 2, 18; 
der unersättlich habgierige feind Treitschke 2, 314. 
— Habseligkeit, k. Besitz, Gut, opulentia, Kabenkia 
Stieler; im Plur.: ich hab alle meine habseligkeiten 
zu gold gemacht Schiller Fiesko 5, 15; in neuerer 
Spr. oft mit leise verächtlichem Beisinne, — geringe 
Habe: seine habseligkeiten zu retten Goethe W. Meister 
4, 3. — Habsucht, k. Sucht nach Habe, Besitz: wenn 
seiner habsucht was entgeht Hagedorn Od. 2, 10; in 
edlerem Sinne: diese habsucht (nach geistigen Schätzen), 
würdig schöner seclen Schiller 4, 20. — habsichtig, 
von Habsucht ergriffen: habsuchtige menschen, bab- 
süchtiges verlangen. Z 6 
Habhaft, mit Habe, Besitz versehen; in der älteren 
Rechtsspr. habhafte hand (Hand des Diebes, die das 
gestohlene Gut noch hält) Haltaus besitzend, begütert: 
ist an gelt . habhaft worden Frölich Stob. 200; in 
neuerer Spr. nur in der Verbindung habbaft werden, 
mit dem Gen. der Person oder Sache: um der frucht 
eines baumcs habhaft zu werden Wieland gold. Sp. 
1, 1; der handschrift habhaft zu werden Freytag 
Handschr. 2, 305; ich fing zusammen, wessen ich hab- 
haft werden konnte Keller Werke 1, 99; dafür mit 
Acc.: ich will nur eilen ihn wieder persönlich habhaft 
17
	        

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