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Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

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Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

fullscreen: Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
cbl
Titel:
Zentralblatt für das Deutsche Reich.
Erscheinungsort:
Berlin
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1873
1918
DDC-Sachgruppe:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch
Weitere Titel:
Central-Blatt für das Deutsche Reich.

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
cbl_1906
Titel:
Zentralblatt für das Deutsche Reich. Vierunddreißigster Jahrgang. 1906.
Bandzählung:
34
Herausgeber:
Carl Heymanns Verlag
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1906
DDC-Sachgruppe:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch

law_gazette

Titel:
Stück Nr. 10.
Bandzählung:
10
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
law_gazette

Kapitel

Titel:
3. Polizeiwesen.
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Wörterbuch.
  • Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

Volltext

29 
auf dem deckel baben sich, sind abgerieben; münzen 
reiben sich im verkehr ab. — abreichen, erreichen: vom 
schiff es (das Riff) springend abzureichen Schiller 
Tell 4, 1; darreichen, einem etwas; vgl. verabreichen. — 
Abreife, k. das Wegreisen (18. Ih. Frisch); abreise 
bestimmen, festsetzen, bewerkstelligen, a. erfolgt; wenn 
ich ihn vor meiner abreise nicht mehr sehe Freytag 
Valentine. — abreisen, hinwegreisen Stieler, von, 
nach einem orte; durchlaucht lassen anfragen, wann Sie 
abzureisen gedenken Freytag Valentine; reisend zu- 
rücklegen: der arzt . nannte ihm die ungeheure meilen- 
zabl, welche er wenigstens abzureisen habe Immer- 
mann Münchh. 2, 90. — abreißen, 1) intrans. reißend, 
spaltend, getreunt werden: der faden, der henkel, die 
kette reiszt ab; bildlich: das gespräch risz plötzlich ab; 
plötzlich aber .reiszt die reihe ab Bismarck Reden 
3, 196; der besuch reiszt gar nicht ab, dauert sort- 
gesetzt, auch allgemein das reiszt gar nicht ab. 2) tranf. 
reißend trennen, einen zettel von der wand, einem den 
rock vom leibe; bildlich schon früh: ach der vaig hunt, 
waxz bät er uns armen sclichait ab gerizzen! Megen- 
berg 234; den christlichen namen wil ich .euch ab- 
reiszen Luther 3, 1185; persönlich: (er hat) die un- 
terthanen von ihrem rechtmäszigen könig abgerissen 
Klinger Konr. 3, 2; refl. das pferd hat sich von der 
krippe abgerissen; reißend niederlegen, gebäude, brucken, 
geruste. 3) im Part. von etwas im Zusammenhang 
gestörten: abgerissene worte; wir pflogen abgerisznes 
gespräch Goethe Ven. Epigr.; (was du) an driefen 
oder abgerissenen concepten bei dir führst Schiller 
Karl. 4, 5; noch in engem Anschluß an 2: den abge- 
rissenen faden ihrer mittheilungen Heus. e Par. 3, 1; 
die tradition ist abgerissen Taylor Ant. 363. 1) ab- 
nützen so daß etwas reißt, gewand auf der reise (IAyrer), 
jetzt meist mur noch im Part. abgerissene kleider, schuhe; 
baher ein abgerissener kerl; abgerissene soldaten Goethe 
Camp. i. Frankr. 5) einen Umriß von etwas nehmen 
zeichnen nach einer alten Bedentung von reiszen (s. d. 
wie Archimedes seine muster inn staub abrisz Mathe- 
sius Sar. 103b; die fratze mit einer groben feder auf 
dem papier abzureiszen Schiller 10, 498. — abreiken, 
wegreiten, von der schlacht Stieler; es ist zeit dasz 
ich abreite GKeller Sinnged. 369; reitend durchmessen, 
eine strecke weges; reitend abrichten, ein pferd; reitend 
zuvorkommen, einem den rang; reitend abnützen: das 
das pferd abgeritten wurde Weist. 5, 400 (15. Ih.); 
übertragen: wenn ich mich nicht abritte und abarbeitete 
Goethe Clandine. — abrennen, weg, losrennen (beim 
Wettrennen) Goethe 29, 262; rennend durchmessen, 
die strasze, die ganze wegstrecke; rennend verlieren 
machen, sich fast die beine, die schuhschlen; den stieren 
wirft man sandsäcke vor. um .. die hörner abzurennen 
Reiske Thuchd.; bildlich: ein eisen abrennen, von ge- 
fallenen Jungfern, viel im 16. Ih.; sich die hörner ab- 
rennen, den Mutwillen verlieren; rennend abgewinnen, 
einem den preis Lohenstein. 
Abrichten, 1) völlig gerade machen, bei Manrern, 
Buchbindern, Bergleuten vom richtigen Abmessen und 
Einrichten einer Fläche. 2) völlig richtig machen, etwas 
bisher nicht in Ordnung seiendes, in älterer Spr.: mime 
herren sinen schaden abezerihtende Weist. 1, 673 
(v. 1320); eine summe geldes, gebuhr, schuld, auslage 
adrichten im 16. 17. Ih., auch glänbiger, befriedigen; 
ironisch einen adrichten, abfertigen, gebührend bezahlen: 
der wirdt billich so abgericht,, wie diesen vischern 
die geschicht Waldis Esop 2, 23. 3) völlig recht oder 
gelciicz machen, ausbilden, einen Menschen, früher und 
noch bis 18. gb. in edlem Sinne, einen in dem fran- 
zösischen abrichten Stieler; Hamlet wenn cr die 
komödianten abrichtet Lessing Dramaturg. 5; aber 
früh auch in niedrigem und verächtlichem, abrichten und 
verfüren commovere Maaler; zu elwas, auf etwas, 
abreichen — abrichten. 
30 
auf alle schelmstucke abgerichtet Stieler; der junge 
Sforza, den man schon abgerichtet hatte Goethe Benv. 
Cell. 2, 7. 4) von Tieren, pferde, bunde, falken; älter 
frei, von einem belebt gedachten Instrument: von ihr 
hab ich zu klingen die lauten abgericht Opitz. 5) im 
Bairischen tisch abrichten, abdecken, Echeufat von tisch 
richten. — Abrichtung, f. nach den Bedentungen des 
Verbums; da Sie mehr begehren als die abrichtung für 
ein brotstudium Freytag Ahnen 6, 350. — abriegeln, 
durch Riegel absperren, thure, stube. — abrinden, Rinde 
entziehen, brot, einen baum. — abrindig, adj. von Rinde 
los: abrindiges brot, abgebackenes. — abringen, ringend 
abnehmen: einem versprechen, beute; das der wildnis 
abgerungene Westpreuszen Bismarck Reden 3, 149; 
dir das geständnis abringen Heyse Par. 2, 339; ringend 
quälen, sich: wie er sich da so erbärmlich um den 
testamentartike! abquäle und abringe JPaul Flegels. 
1, 10. — Abriß, m. zu adreiszen, meistens wie 5, Skizze, 
Umriß, zeichnerisch, aber auch schriststellerisch: kurzer 
abrisz der preuszischen geschichte; im 17. Ih. schon 
vorhanden: zum entwurf oder abrisz Lehmann speir. 
Chron. 4,C 12. 
Abrollen, 1) intranf. rollend davon eilen; ein stein, 
felsstuck, wagen, karren rollt ab; daher einer rollt auf 
leichtem geführt ab; von der Zeit, eine stunde rollt 
nach der audern ab; von Muf#, bei dem rasch ab- 
rollenden presto Voß Luise 1, 264. 2) trans. rollend 
entfalten, ein gemälde, und übertragen ein zeitbild 
(Schiller Wallenst., Prolog 123); refl.: das zeitbild 
rollt sich vor unsern augen ab. — abrosten, rostend 
vergehen. 
Abrücken, 1) tranf. stoßend wegbewegen, den stubl 
von der wand, den tisch vom sofa; auch zeilen von 
einander. 2) intrans. als Sitzender plötzlich sich weg- 
bewegen, er ruckte weiter von ihm ab; wegmarschieren, 
von Hruppen, die truppen ruckten ins quartier ab. — 
abrusen, wegrufen, einen zum spaziergange; einen men- 
schen von der arbeit abzurufen Freytag Journ. 1,2; 
auch einen von seinem posten (bgl. abberufen); abge- 
rufen wercken für sterben: wenn mich gott abruft; etwas 
Vergangenes oder Geschehenes verkünden, namentlich die 
stunde, seitens des Wächters (Voß Luise 3, 2, 666); 
dafür auch der nachtwächter ruft schon ab Goethe 
Götz; den bahnzug adrufen, im Wartesaal sein Abgehen 
tund thun. — abrühren, fertig, gänzlich rühren, fleisch- 
bruhe mit einem ei; pflaumen, sie durch Rühren von 
den Kernen lösen. — abrunden, zur völligen Rundung 
führen, eine ecke, platte; das wasser hat die geschicbe 
abgerundet; von Körperteilen, abgerundete schultern, 
ihre wangen runden sich hubsch ab; von Darstellung 
und Stil, strophe auszubilden und abzurunden Goethe 
Wanderj. 1, 5; schien der schwank gehörig durchdacht 
und abgerundet Keller Seldw. 2, 136; bei Übergabe, 
Zahlung, sein grundstuck durch ankauf des benach- 
barten; eine abrundende summe CF Meyer Nov.2,1941. 
— abrupfen, rupfend entfernen: magstu mit der hand 
ehren abrupfen 5. Mos. 23, 25; dlumen, fruchte: einen 
vogel, bildlich: juwelenkolidri abzurupfen (plündern) 
IJPaul Vorsch. d. Aesth. 1, 15. — abrüsten, Gerüstetes 
entfernen, ein haus, vom Baugerüst entblößen. Neuer- 
dings in Bezug auf Kriegsbereitschaft, Rüstung wieder 
rückgängig machen. Dazu Abrüstung, f. (des preuszi- 
schen heeres Treitschke 1, 228).— abrutschen, rutschend 
davon gleiten: wie ich so auf dem sandhugel biu- 
trolle, rutscht der plunder unter mir ab Schiller 
Ränb. 3, 2; von Personen, ich rutschte auf der glatten 
fläche ab; in derber Rede, auf der eisenbahn abrutschen, 
davon fahren; der alte ist abgerutscht, gestorben. — 
abrütteln, rüttelnd entsernen: rüttle ab den dumpfen 
trübsinn H Heine 15, 55. 
Absage, 1. absagende Erklärung, eine absoge an einen 
thun. — absagen, sagend widerrufen oder sich losmachen, 
Abrichtung — absagen.
	        

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