Staatsbibliothek des ewigen Bundes Logo
  • Doppelseitenansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

fullscreen: deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
cbl
Titel:
Zentralblatt für das Deutsche Reich.
Erscheinungsort:
Berlin
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1873
1918
DDC-Sachgruppe:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch
Weitere Titel:
Central-Blatt für das Deutsche Reich.

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
cbl_1906
Titel:
Zentralblatt für das Deutsche Reich. Vierunddreißigster Jahrgang. 1906.
Bandzählung:
34
Herausgeber:
Carl Heymanns Verlag
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1906
DDC-Sachgruppe:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch

law_gazette

Titel:
Stück Nr. 32.
Bandzählung:
32
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
law_gazette

Kapitel

Titel:
5. Polizeiwesen.
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Wörterbuch.
  • deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Volltext

9 Haderkatze — Hafer. 
Lappen, Bettlerskleid: eæuvie hader Dief.; die merterer 
gingen in haddern und bösen kleidern herein (ein- 
her) Luther Ausleg. der zehen Gepot 1528; in hundert 
hadern (meines Rockes) Bürger nothgedrungene Existel; 
der neueren Spr. mehr und mehr fremd geworden, außer 
bei Gewerken: hadern zur Papierbereitung, hadern sam- 
meln, sortieren, schneiden, weichen, stampfen u. s. w. 
— Zusammensetzungen zu 1 und 2: Haderkatze, f. Schelte 
für eine zanksüchtige Person. — Haderlumpen, m. Fetzen, 
Lumpen, Zusammensetzung aus gleich bedeutenden Wör- 
tern: bettlers mantel . gellickt von vielen haderlumpen. 
Luther Tischr. 2702; Träger von Fetzen, zerlumpter 
Mensch: pannucius baderlump Dief.; haderlumpen-- 
mann, oder kürzer, spottend haderlump, der Hadern- 
sammler. — Hadersucht, f. Streitsucht. — hadersüchtig, 
streitsüchtig. 
Hadern, streiten, zanken, mhd. hadern: geskire, cer- 
tari hadern Voc. 15. Ih.; hadder nicht mit jemand 
on ursache Spr. Sal. 3, 30; mich . vider den jeder- 
man haddert und zankt Jer. 15, 10; wolt jr umb Baal 
haddern? Richt. 6, 31; vor gericht wegen einer sache 
hadern; wenn verwandte ums mein und dein gefuhl- 
los hadern Goethe nat. Tocht. 5, 2; untereinander 
hadern die mitglieder Freytag Erinn. 221; freier: 
mit dem schicksal hadern; sie fuhr mit gottes vor- 
scehung vermessen fort zu hadern Bürger Lenore; 
früher auch refl.: wenn sich menner mit einander haddern 
2. Mof#. 21, 18. 
Hafen, m. 1) Geschirr, Topf, ahd. hafan, mhd. haven, 
hafen, zur Wurzel hab im Sinne von in sich schließen, 
fassen gehörig (vgl. haben und heben) und Behälter 
bezeichnend; oberdeutsches Wort, dem Mittel= und Nieder- 
deutschen fremd, doch in der Gewerksspr., vorzüglich der 
Glashütten, in der Bed. Schmelztiegel weiter verbreitet; 
olla hafen, Plur. hefen Dief.; büchsen und häten, 
wie wir sie heut in den apotecken stehen sehen Garg. 
25; hatte stets ein leckeres gericht im hafen Keller 
Werke 3, 74; sprichwörtlich: den hafen am klang, den 
narren am sang (erkennt man) Simrock 221; was zu- 
erst in einen neuen hafen kommt, darnach schmeckt 
er allweg 222. 2) Landungsort der Schiffe; nieder- 
deutsche Bildung, der das gleichbedeutende mhd. Neutr. 
hap, Gen. habes, und das Fem. habe, habene zur Seite 
gehen; der Herkunft und Ableitung nach dasselbe wie 
hafen 1, die Bed. des Behälters bezogen auf die Schiffs- 
berge; das Wort ist vor dem 17. Ih. im Nhd. nicht 
recht gebräuchlich: der hafe, portus, schiftlande Schottel 
1332; kein hafen weit und breit wird schöner nicht 
geschauet als um Cajeta her Opitz 1, 27: endlich 
gelangten wir .. in den hafen Goethe ital. Reise 2; 
nun die brigg allhier im hafen angekommen Freilig- 
rath 1, 10; überall ist der Seehafen gemeint, erst in 
neuerer Zeit auch haten für Flußschiffe, und Lande- 
stellen solcher werden gelegentlich häten genannt, vgl. 
auch die Ortsnamen Karls-, Ludwigshafen; — hafen 
bildlich: schifforuch im hafen leiden; ganz nahe vor 
dem hafen scheitern Goethe Wanderj. 1, 11; still auf 
gerettetem bocot treibt in den hafen der greis Schiller 
vermischte Epigramme 29. — Zusammensetzungen zu 2: 
Hafenaufseher, m. Aufseher über einen Hafen. — Hafen- 
bau, m. Bau und bauliche Ausbesserung eines Hafens. 
— Hafendamm, m. Damm an oder vor einem Hafen. — 
Hafengeld, n. Abgabe für das Anlaufen eines Hafens. — 
Hafentette, f. Kette die einen Hafen sperrt. — Hafen- 
meister, m. oberster Aufseher eines Hafens. — Hafen- 
stadt, L. Stadt mit einem Hafen, an einem Hafen ge- 
legen. — Hafenzoll, m. Zoll beim Einlaufen eines 
Schiffes in den Hafen zu entrichten. 
Hafer, m. Name einer Getreideart; ursprünglich nur 
hoch= und niederdeutsches Wort, ahd. habaro, mhd. 
habere, altsächs. haboro, havoro, später eingedrungen 
ins Mittelenglische als haver, ins Isländische als hatrar 
Haferbier — Haft. 10 
(Plur.), schwed. hafre, dän. harre, hier überall besondere 
eigene Namen des Getreides verdrängend; Abstammung 
unsicher. Die ältere uhd. Form ist haber nach dem 
Mbd., selten hafer nach dem mitteldeutschen Lautstande; 
erst in neuerer Spr. gilt hafer durchaus. avena haber, 
habern, hafern, haffern Dief., die Pflanze und ihre 
Körner bezeichnend: allerlei getreide, korn, weizen, 
rocken, gersten, habern Luther üb. das erste Buch Mose 
1527; hafer säen, schneiden, ernten, dreschen; den 
pferden hafer füttern; einer lief und holte hafer und 
heu Freytag Ahnen 4, 358; pferde sticht der bafer. 
sie werden von reichlicher Haferfütterung übermütig; 
übertragen: wann manche faule magd der haber sticht 
Schuppius 341; welcher hafer hat mich gestochen. 
dasz ich (ein Maler) ein so kompliziertes gesträuch wagte? 
Keller Werke 2, 139. Als erstes Glied der Zusammen- 
setzung bei Namen wildwachsender Pflanzen, baber- 
(hafer- kirsche, pflaume, rose, schlehe; außerdem: 
Haferbier, n. aus Hafermalz gebrautes Bier. — Hafer- 
boden, m. Boden, Erdreich, für den Anbau des Hafers 
geeignet; Boden, Lagerungsraum für Hafer. — Hafer- 
brei, m. Brei aus Hafer bereitet. — Haferbrot, n. Brot 
aus Hafermehl gebacken. — Hafergries, m. Gries aus 
Hafer. — Hafergrütze, f. Grütze aus Hafer. — Hafer- 
kasten, m. Futterkasten, worin Hafer aufsbewahrt wird. 
— Haferkorn, n. Korn des Hafers. — Hafermalz, n. 
Malz aus Hafer bereitet. — Hafermehl, n. Mehl aus 
Hafer. — Hafermus, n. Mus aus Hafer bereitet. — 
Haferrohr, u. in älterer Form Haberrohr, Hirtenpfeife, 
UÜbersetzung des Virgilschen arena, im 17. Ih. aufge- 
kommen: (mein Mund) plagt dein zartes chr mit einem 
haberrohre Günther 1048; des waldes melodie flos 
aus dem haberrohr Schiller Künstler 11. — Hafer- 
saat, f. Saat des Hafers; auch Zeit dazu: es war um 
die hafersaat. — Hafersack, m. Sack in dem Hafer für 
die Pferde verwahrt wird; bei Fuhrleuten und Bauern 
auch zur Aufbewahrung von Habseligkeiten auf der 
Reise: er kaufte mir einen habersack, ungefähr wie 
man ihn den mauleseln mit dem futter umhängt, that 
meine zwei bücher, mein hemde . und etwas proviant 
hinein Seume Spaz. 1, 154; ehemals auch Mon- 
tierungsstück eines Soldaten, in der Form habersack 
im schweizerischen Heere geblieben und auf den Tornister 
übertragen, auch ins franz. als havresac aufgenommen. 
— Haferschleim, m. Schleim von Hafergrütze. — Hafer- 
schrot, n. geschrotener Hafer. — Haferstoppel, f. Stoxpel 
vom Haferfelde. — Haferstroh, n. die dürren Stengel 
des Hafers. — Hafersuppe, k. Surpe aus Hafergrütze. — 
Haferzins, m. Zins der in Hafer zu entrichten ist. 
Haff, u. Teil des Meeres am Gestade hinter einer 
Landzunge; an der Ostseeküste gebräuchliches Wort, in 
mhd. Form hap (vgl. dazu unter hafen 2): um daz 
lant, daz ist daz vrische hab genant livl. Chron. 3832; 
die niederdeutsche Form, die sonst in der Bed. Meer 
erscheint (auch fries. het, altengl. häf — Meer), als har im 
16. Ih.: zween schöne einflüsse in das land (Prcußen), 
die werden haabe oder have genannt Waissel Chron. 15; 
seit dem 17. Ih. in heutiger Schreibung: das frische 
haff, drauf man von Danzig naher Königsberg reiset 
Micrälius 1,7; über seinem (des nach Julin hinab- 
tauchenden) haupte schlieszt sich das hatf Freiligrath 
1, 61. 
Haft, m. das Halten und Haltendes, ahd. mhd. haft, 
Bildung aus der Wurzel hab, vgl. heben; Anhalten, 
Festhalten: baft, anhang, das anhenken, addtcesio 
Maaler: haft haben, die fusze haben hier keinen 
baft; in älterer Spr. auch — Hindernis: das der brech 
(Fehler) noch haft nit an unserm gnädigen herrn 
gewesen sei Aventin 2, 580; Einsperrung: der hatt, 
custodia Schottel, vgl. verhaft; — Gerät zum Halten, 
Band, Halter, vielfach in der Gewerksspr., bei Glasern 
und Büchsenmachern zusammenschließende Ringe, bei
	        

Downloads

Downloads

Das gesamte Werk oder die angezeigte Seite kann hier in verschiedenen Formaten heruntergeladen werden.

Ganzer Datensatz

ALTO TEI Volltext
TOC

Diese Seite

ALTO TEI Volltext

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Formate und Verlinkungen

Formate und Verlinkungen

ausgabe:

Die Metadaten stehen in verschiedenen Formaten zur Verfügung. Außerdem gibt es Links zu externen Systemen.

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Zitieren

Zitieren

Folgende Zitierlinks stehen für das gesamte Werk oder die angezeigte Seite zur Verfügung:

Ganzer Datensatz

Diese Seite

Zitierempfehlung

Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Wie lautet die vierte Ziffer in der Zahlenreihe 987654321?:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.