Staatsbibliothek des ewigen Bundes Logo
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

Access restriction

There is no access restriction for this record.

Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

Periodical

Persistent identifier:
cbl
Title:
Zentralblatt für das Deutsche Reich.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1873
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German
Other titles:
Central-Blatt für das Deutsche Reich.

Periodical volume

Persistent identifier:
cbl_1906
Title:
Zentralblatt für das Deutsche Reich. Vierunddreißigster Jahrgang. 1906.
Volume count:
34
Publisher:
Carl Heymanns Verlag
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1906
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nr. 38.
Volume count:
38
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

Chapter

Title:
Zoll- und Steuerwesen.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter

law

Title:
Ausführungsbestimmungen zum Brausteuergesetze vom 3. Juni 1906.
Document type:
Periodical
Structure type:
law

Appendix

Title:
Muster 4. Änderungsanzeige.
Document type:
Periodical
Structure type:
Appendix

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

Full text

11 abenteuerlich — Aberglaube. 
Schiller Kampf m. d. Dr. 5) in der Handwerker- 
sprache des 18. Ih. auf ubenteuer arbeiten, entweder 
nur auf vorkommende Bestellung, oder auf Verkauf auf 
Jahrmärkten, also auf gut Glück. — abentenerlich, nach 
Art eines Abenteuers; im 16. 17. Ih. von Helden be- 
züglicher Romane, und dieser selbst: der ahentheuerliche 
Simplicissimus 1669, don Quixote de la Mancha, aben- 
theuerliche geschichte 1682 (bei Fischart affentheuer- 
lich Garg.); neuer wie seltsam, wunderlich: abenteuer- 
licher cörper Hederich; es modelt der wilde mit 
abenteuerlichen zugen, gröszlichen gestalten zeine 
cocos Goethe 39, 318; auf Abentener schweisend, mit 
dem Beisinne des Liederlichen oder Gauncrischen: aben- 
teuerliche fahrten; dem abenteuerlichen reislaufen 
Treitschke 2, 262; mit Abenteuern verbunden: (Zi- 
geuner) die .. alle abentenerlichen reize der natur zu 
Benieszen berechtigt sind Goethe W. Meister 4, 5. — 
abenteuren, mhd. àventiuren, Gefahrvolles bestehen, 
wagen, jetzt schweisen aufs Geratewohl, in gutem Sinne: 
und zogen,. zwei selge schwürmer, abentenernd aus 
Geibel 1, 159; in schlimmem mit dem Beisinne des 
Liederlichen oder Gauncrischen: sich abenteurend umher- 
treiben. — Abenteurer, m. der umher schweist; schwei- 
fender Gauner, Glücksritter. — Abenteurcrin, s. sol- 
ches Weib Schiller Kab. 2, 3. 
Aber, aus ahd. abur, avar, mhd. ader, Ableitung 
von ab mit dem Sinne des Nachfolgenden, Weiteren, 
goth. entspricht Präp. alar nach. 1) als Adverb in der 
älteren Spr. wieder, noch einmal; ost noch im 16. Ih., 
z. B. in der Bibel: aber uber ein kleines Joh. 16, 16; 
und sie ward aber schwanger 1. Mos. 38, 4; später 
veraltend und selten, bei Steigerungen: schon und aber 
schon Gocthe Fanst 2. T.; sie hatten schon einmahl 
und aher den tag des abschieds vertändelt; beim 
dritten mahl.. Stolberg Schön Clärchen; des kohls 
braungrunliche blütter . spulte sie aber und aber 
Voß Idyll. 18, 57:; mit Zahlen: und aber nach funf- 
hundert jahren Rückert 3, 14; bundert und aber 
hundert menschen Goethe ital. Reise I1; tausend, 
aber tausend stimmen hör ich durch die lufte schwim- 
men Prolog 1821. 2) als Conjunction, Gegensatz und 
Einschränkung angebend; im folgenden Satzglied gern 
gegensätzlich: arm aber ehrlich; klein aber mein; er 
geht, aber er kommt wieder; ich kam, sahe, gott aber 
uberwandt Zinkgref Apophth. 1, 97; der Gegensatz 
schärfer hervorgehoben durch zwar des ersten Satz- 
gliedes: zwar wenig, aber nut liebe; oder indem aber 
mit doch (2. Chron. 19, 3 u. ö.), dennoch verstärkt wird; 
die Verstärkung allein aber nur in gewöhnlicher und 
nicht sorgsältiger Rede; oder aber vgl. oder. Im ersten 
Satzglied beschränkend, oft verblaßt zur bloßen Be- 
zeichnung eines Übergangs, namentlich biblisch; selten 
daß aber in solchem Sinne ins zweite Glied tritt: es 
währte nicht lange, so entspann sich aber für mich 
ein eignes interesse Goethe DuW. 3 (für es währte 
aber nicht lange, so ); gegensätzlich, und hier ost bei 
Gedankensprüngen: ach! aher ach! dus müdchen kam 
Goethe Veilchen; still! der hahn erwacht! aber mor- 
gen nacht bist dn wicqer da? Br. v. Corinth; Wider- 
spruch einführend: aber hören Sie doch .. nichts will 
ieh hören" Freytag Journ. 2, 2. 3) als Subst. nach 
der Bed. 2: der mann der das wenn und das aber er- 
dacht Bürger Kaiser u. Abt; Mar. aber, gnädige 
gräfin — Orsina. still mit dem aber! die aber kosten 
überlegung Lessing Gal. 4, 3. Sprichwörtlich: es ist 
ein aber bei der sache (Bedenken, Haken). 4) in den 
solgenden Bildungen steht aber teils in der Bed. 1, teils 
nach 2 in der Bed. wider, gegensätzlich, teils ist es aus 
ober- verderbt. — Aberacht, aus oberacht, obere, höchste 
Acht, Versolgung; der Sachsenspicgel sagt diu ubere 
ähte. — Aberglaube, m. Wahnglaube, schon mhd. aber- 
gloube, daher Verderb ans oberglande unwahrscheinlich, 
abergläubisch — Absall. 12 
jedensalls = „Widerglaube'. — abergläubisch, von Men- 
schen, aber auch Gegenständen des Aberglanbens: aber- 
gläubische gebräuche, grillen (aberglänbig bei Hage- 
dorn). — aberklug, wahnklug (einem aberklugen mund 
Platen gl. Pant. 1) spät, wott nach aberglaube gebildet. 
— abermal, aus der aceusativen Formel aber ein mal 
(bei Luther) entstanden, biblisch vielsach, aber auch noch 
is. Ih.: Agathon erröthete abermahl Wieland Ag. 
12, 10; dann durch genitivisches abermals verdrängt, 
das schon 17. Ih. vorkommt, = nochmals, wiederum: 
die schönen tage des vorigen jahres . abermals zu 
genieszen Goethe Tag= u. Jahresh. 1816; verstärkt: 
indem er aber und abermals darauf bestand Wahlverw. 
1, 2; es abermals und abermals zu sagen Lessing 
Dramaturgie 78. Stück. — abermalig, als Adj. im 
17. Ih. vorhanden: abermalige reise, überlegung; nach 
verflusz abermaliger drei monate Wieland Sylv. v. 
Ros. 6, 1. — aberweise, wie aberklug: aberweises jahr- 
hundert Goethe Götter Helden u. Wiel. — Aber- 
witz, m. (in älterer Spr. k.) Wahnwitz, im 15. Ih. 
als aberwitze vorhanden; den aberwitz der mächtigen 
ertragen Schiller Eurip.; sehe ich aberwitz und un- 
sng Taylor Ant. 123. — aberwitzig, wahnwitzig: ein 
mährchen, aberwitzig, sinnverwirrt Kleist Käthchen 5, 1. 
Aberben, durch erben wegnehmen: einen platz be- 
baupten wollen, den ihm ein anderer abgeerbt hat 
Goethe Egmont. — aberkennen, durch (rechtliches) Er- 
kenntnis absprechen: der rath hat ihm das baus ab- 
erkannt Steinbach; das gericht erkannte ihm die 
burgerlichen ehrenrechte ab; freier: es mag der leute 
wahn mir immerbin die klugheit aberkennen Hage- 
dorn Fab. 2, 46, 3. — abernten, erntend fortnehmen, 
gectreide, felder. — Aberraute, k. die Pflanze arteiisid 
abrotanum, ans letzterem entstellt. — abessen, essend 
entsernen, die speise vom teller, kurz den teller; noch 
wollte er seinen teller nicht abessen Goethe W. Meister; 
intrans. das Essen, die Mahlzcit beenden: die herrschaft 
hat noch nicht abgegessen. 
Abfahren, 1) in weiterer Bed. wegziehen, weggehen, 
früher in edler Rede: wie dasz des herren geist in 
lichter flamm abtährt? AGryphins; später in der- 
berer: ich hätte lust nun abzufahren Gocthe Faust; 
bildlich, in Bezug auf das Mißlingen einer Sache: bringt 
er seine werbung an, fährt aber ab ders. in den Auss. 
üb. Theater u. Litt.; einen abfahren lassen: (Luise) liesz 
Karin, der sie zum spaziergange einlud, anf eine sebr 
schnippische weise ablahren ders. Ausgewand., vgl. ab- 
blitzen; derb auch vom Sterben: der alte ist diese nacht 
abgefahren; anders mit einer sache, sic beseitigen: mit 
den schulden abfahren J Gotthelf Schuldenb. 155. 
Von abgleitenden Dingen: das messer fuhr im schneiden 
ab, der hammer, die uxt ist abgefahren (vom Stiele 
Adelung). 2) in engerm Sinne mit einem Fahrzeug 
oder als Fahrzeug sich entsernen: der wagen fährt ab; 
der zug, das damptfschiff ist eben abgefahren; ich er- 
führ. dasz er (der Prinz) nach Dosalo abgefahren 
Lessing Gal. 4, 3. 3) tranf. durch Fahren beseitigen: 
korn, heu, grummet, von Feld oder Wicse; einem den 
sinsz, ein stück von einer mauer, die schiene vom rade. 
Auch der kutscher führt einen vorschusz ab (Adelung) 
tilgt ihn durch Fahren. — Abfahrt, k. Wegzug, Abreise 
(mhd. des kumigis abevart Jeroschin); das Sterben; 
in engerm Sinne Weggang eines Fahrzeuges oder mit 
solchem: abfahrt der gesellschaft, des wagens, schiffes, 
zuges; Art und Weise solches Fahrens: das pflaster 
anfzuheben, und eine sanfte ab- und auffahrt zu ver- 
anstalten Gocthe DuW. 5; im Deichbau abkahrt der 
Weg, den man vom Deiche hinunterfährt; dann auch 
allgemein: die a. vom schlossc ist neu gepflastert. 
Abfall, m. Handlung und Ergebnis des Abfsallens; 
1) sinnlich das Heruntersallen, abfall des laubes, dor 
fruchte von den baumen; jähe Neigung eines Berges,
	        

Downloads

Downloads

Full record

ALTO TEI Full text PDF
TOC
Mirador

This page

PDF Image Preview Image Small Image Medium Image Master ALTO TEI Full text Mirador

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Formats and links

Formats and links

ausgabe:

The metadata is available in various formats. There are also links to external systems.

Formats

METS METS (entire work) MARC XML Dublin Core

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Cite

Cite

The following citation links are available for the entire work or the page displayed:

Full record

This page

Citation recommendation

Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the first letter of the word "tree"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.