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Kriegführung und Politik.

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Bibliographic data

Full text: Kriegführung und Politik.

Periodical

Persistent identifier:
cbl
Title:
Zentralblatt für das Deutsche Reich.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1873
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German
Other titles:
Central-Blatt für das Deutsche Reich.

Periodical volume

Persistent identifier:
cbl_1909
Title:
Zentralblatt für das Deutsche Reich. Siebenunddreißigster Jahrgang. 1909.
Volume count:
37
Publisher:
Carl Heymanns Verlag
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1909
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nr. 43.
Volume count:
43
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

Full text

68 III. Die Vorkriegszeit und der Kriegsbeginn unter der Ersten O. H. L. 
— — — 
steht unumstößlich fest. Daraus darf aber nicht die Folgerung ge— 
zogen werden, daß auch unsere Kriegführung eine verteidigungs- 
weise sein mußte. Die Oberste Heeresleitung") hatte den Weg einzu- 
schlagen, den sie zur Erreichung des politischen Endziels unseres 
Verteidigungskrieges und Daseinskampfes als den gegebenen ansah. 
Nun wird gesagt, der Zweibund hätte auch wegen seiner Unter- 
legenheit an Zahl auf beiden Fronten in Abwehr bleiben sollen. 
In vielen operativen Kriegsspielen war aber gerade das als verfehlt 
festgestellt. Wir konnten nur im Angriff unsere überlegene Schu- 
lung voll auswerten, durch Beweglichkeit unsere Kräfte vervielfachen, 
unsere Unterlegenheit ausgleichen und auf eine Überraschung"“) 
des Feindes hoffen. Frankreich und England auf der einen, Ruß- 
land auf der anderen Seite hätten angegriffen. Blieben wir dem- 
gegenüber in der strategischen und taktischen Verteidigung, so hätte 
sich unser Schicksal allein dadurch erfüllt, daß im Osten und Westen 
der Krieg in Landesteile getragen worden wäre, die für unsere Er- 
nährung und Kriegswirtschaft von großer, ja entscheidender Bedeu- 
tung waren. Wir wären zu guter Letzt niedergewalzt worden, noch 
bevor wir, nunmehr endlich, unseren Menschenreichtum voll für 
unsere Wehrkraft ausgenutzt hätten. Um diesem Schicksal zu ent- 
gehen, mußten wir, trotz unserer verteidigungsweisen Krieg- 
führung, örtlich angreifen und schließlich das tun, was wir tat- 
sächlich zu Beginn des Krieges unternommen haben. Wir wären 
also in eine ähnliche Lage gekommen wie Generalfeldmarschall 
Graf v. Moltke, wenn er nach Sedan, den Gedanken Bismarcks ent- 
sprechend, den Vormarsch eingestellt haben würde. Das war damals 
*) O. H. L. 
**) Des Krieges Unkundige behaupten, man dürfe nicht mit etwos so Un- 
sicherem, wie einer Überraschung, in militärischen Dingen rechnen. Verfügt man 
über eine große Überlegenheit, dann könnten solche Hilfomittel entbehrlich er- 
scheinen. Sie sind es auch dann nicht, falls man nicht unnötige Verluste in 
Kauf nehmen will. Bei Unterlegenheit an Zahl ist die Überraschung ein un- 
entbehrliches Mittel zum Siege, leider kein untrügliches. 
Clausewitz sagt: „Die Überraschung liegt mehr oder weniger allen Unter- 
nehmungen zugrunde, denn ohne sie ist die Überlegenheit auf dem entscheidenden 
Punkte eigentlich nicht denkbar. 
.„Die Überraschung wird also das Mittel zur Uberlegenheit. “
	        

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