Staatsbibliothek des ewigen Bundes Logo
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

Access restriction

There is no access restriction for this record.

Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

Periodical

Persistent identifier:
cbl
Title:
Zentralblatt für das Deutsche Reich.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1873
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German
Other titles:
Central-Blatt für das Deutsche Reich.

Periodical volume

Persistent identifier:
cbl_1910
Title:
Zentralblatt für das Deutsche Reich. Achtunddreißigster Jahrgang. 1910.
Volume count:
38
Publisher:
Carl Heymanns Verlag
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1910
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nr. 2.
Volume count:
2
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

Chapter

Title:
3. Zoll- und Steuerwesen.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter

law

Title:
Erklärung der Steuerpflichtigkeit der zur Selbstfabrikation von Zündhölzern bestimmten Hölzer des Apparats „Galopp“.
Document type:
Periodical
Structure type:
law

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

Full text

1319 
Germanen) Freytag Bild. 1,31; Schlacht unter dem 
Bilde eines Tanzes. ,⅜ 
Waffel, k. 1) oberdeutsches landschaftliches Wort für 
einen großen Mund: ein grosze wafllen, ein grosz maul, 
us tarxum Maaler; auch für Ohrfeige: ein wafllen 
güben ebd.; watfel eines Jagdhundes Sebiz 578. 
2) anderes, niederdeutsches und niederl. waflel, zwischen 
Eisen gebackener dünner Kuchen, mit gitterförmiger 
Zeichnung; im Zusammenhang mit wabe. — waffnen, 
mit Wassen versehen, ahd. wäfanôn, wäsenen, mhd. 
wäfenen, woenen, wäpenen, welche letztere Form auch 
uhd. noch erscheint (vgl. wappnen), lebendigere Form ist 
waflnen; einen, den adel (Schiller M. Stuart 2, 9), 
sich; so waffn’“ ich mich zu meinem letzten gange 
Körner Zriny 5, 2; im Part. mit gewaflneter hand; 
frei: sich mit grunden waffnen: frevel, die das jungste 
gericht waflnen Schiller Räub. 2, 3. 
Wage, s. 1) Gerät zum Wägen, ahd. wäga, mhd. 
wüge: rechte wage, rechte pfund 3. Mos. 19, 36; in 
bildlichen Wendungen: wage schwankt, neigt sich auf 
eine scite; schwert . . velches einst in die wage der 
entscheidung geworfen werden wird Moltke 2, 307; 
etwas füllt schwer, leicht in die wage; Punkt des 
Gleichgewichts auf der Wage: mein mitteg ist dabin, der 
ohngelehr die wage des kurzen lebens hielt Caniz 4; 
die thatenscheu hielt dem gefuble seiner königlichen 
unsehlbarkcit die wage Treitschke 5, 159; — Ort 
und Gebände, wo eine für öffentlichen Gebrauch be- 
stimmte Wage steht; ähnliches oder ähnlich geformtes 
Gerät verschicbener Berufe, bei Markscheidern, im Berg- 
wefen, bei Schiffern, Webern, u. s. w., an einem Wagen 
bewegliches mit der Deichsel verbundenes Holzstück zum 
Anschirren der Pferde; Gewichtsmaß für Eisen; Name 
eines Gestirns im Tierlreis. 2) Zustand des Wagens: 
daz ich wolte . lũun min gnot an einer wäge stän 
RvEms g. Gerh. 1162; in neuerer Spr. — Wagnis: 
wenn dich die wage schreckt Wieland Ob. 5, 72 
(von ihm ausgesrischt, vgl. Glossar zum Ob.). — Zu- 
sammensetzungen zu 1: Wagebalken, m. Balken an einer 
Wage. — wagerecht, horizontal, im Gleichgewicht: naeb 
langem hin- und heruherschwanken kommt jedes ding 
doch endlich in seine wagerechte lage Schiller an 
Goethe 1796. — Wagschale, s. eine der beiden Schalen 
der Wage; bildlich: die waagschaale dieses lebens sinkend 
wird hoch steigen in jenem Räub. 5, 1; das volle ge- 
wicht der prenszischen stimme in die wagschale zu 
wersen Bismarck Red. 4, 202. 
Wagen, m. Fuhrwerk auf Rädern; gemeingermani- 
sches Wort, nur im Goth. nicht bezeugt, altnord. vagn, 
altengl. wägn, alts. ahd. wagan, mhd. wagen, zu be- 
wegen und weg (s. d.) gehörig; der Plur. seit alter 
Zeit umlautlos, Versuche, Umlaut hier einzuführen: 
2 wegen zu stain D. Städtechr. 1, 177; 300 wegen 
2, 251; die spur. beqnemer, uberpackter wägen Gocthe 
Wanderj. 3, 9, sind im Ganzen vereinzelt geblieben; 
Nebensorm im 16. u. 17. Ih.: der wag Herold Ee 129-; 
wage currus Schottel, später untergegangen; Dim.: 
(wenn Leute) dem wägelchen nachlicfen Keller Seldw. 
I. 112. wagen auch als Maß: ein wagen holz, kohlen; 
wagenförmige oder zähnliche Vorrichtung an Maschinen; 
Sternbilbd: die syben stern so man den wagen nennt 
Eppendorff Plin. 115. — Zusammensetzungen: 
Wageuburg, k. Verschanzung durch Wagen, mhd. wagen- 
bure: in ir wagenburg 25 weichen Wickram Goldf. 
4242. — Wagenflechte, f. geflochtener Korb eines Leiler- 
wagens. — Wagenkorb, m. korbartiges Wagengestell, 
als Sitz oder Lagerraum. — Wagenmeister, m. Ober- 
ausseher über die Wagen, jetzt auch aus Eisenbahnen. 
— Wagenpserd, n. erd vor dem Wagen, im Gegensatz 
zum Reitpferd. — Wagenrad, n. Rad am Wagen. — 
Wagenrunge, k. Stange woran die Leiter eines Wagens 
sich lehnt; als Prügel benutzt: sturmte mit einer wagen- 
Waffel — Wagenrunge. 
1320 
runge auf sie ein Freytag Ahnen 5, 31. — Wagen- 
schmierc, f. Schmierfalbe für die Achsen eines Wagens. 
— Wagentritt, m. Trittbrett eincs Wagens: tanzte auf 
dem wagentritt hernm Eichendorss Taug. 1. 
Wagen, 1) auf Wagnis und Gefahr unternehmen, 
mh. wägen:; aufs Spiel setzen, mit Acc. die sele min 
wil ich noch furbag wägent sin Lichtenstein 590, 18; 
das leben (2. Sam. 23, 17), leib und gut (2. Macc. 11, 19), 
kosten (Ap. Gesch. 21, 24), sein gluek (Ranke Werke 
1,120), das äuszerste (Häusser d. Gesch. 3,177) wagen; 
die letzte hutte seiner unterthanen dran zu wagen 103; 
sich einem libel anssetzen: dasz Sie die höchste ungnade 
wagen Schiller Kab. 2,2; ich wage meines königs 
zorn Karl. 2,2; häufiger noch = auf ungewissen Aus- 
gang eine Thätigkeit, Leistung unternehmen: einen sprung 
(Schftler Kab. 3,4), reden (2, 3), einen schritt (Ranke 
Werke 1, 19), sturm (Häusser d. Gesch. 1, 311) u. s. w. 
wagen; möchte ich selbst nicht gerathen haben. dieses 
mein trauerspiel auf der buhne zu wagen Schiller 
Räub., 1. Vorrede; mit allgemeinem es: woge es mit 
uns Spr. Sal. 1, 14; auf den fall kann mans wagen 
bei lhnen Schiller Kab. 5,5; sollte er es dirauf 
wagen? Ranke Pänpste 1, 54; mit versänglichem Sinn: 
ich arme magd. wie gern ichs wagt Garg. 46; in er- 
weiterter Fügung: desz groszen namen der sterbliche 
weise kaum wagt auszusprechen Klopstock 1, 210; 
wag es keiner ihn anzurühren Schiller Ränb. 2, 3; 
wenn du es wugst und uber die gasse gehst 3, 1; refl.: 
(er) waget sich, das er das volk Israel errettet 1. Macc. 
6, 44; da wagt er sioh erstlich hinein 16, 6; auf wie 
bedenkliche pflfade ihre politik sich gewagt hatte 
Ranke Päpste 1, 265; sich zum lichte (Uhland 133), 
an historische gedichte (Freytag Bild. 1, 370), sich 
hervor, heran wagen u. s. w.; ungut mit Dativ: er 
wagte sich im divan (statt in den divan) Schiller 
Tur. 1, 10; absolut, sprichwörtlich: frisch gewagt ist 
halb gewonnen; wagen gewinnt, wagen verliert; als 
Subst.: der wilden jugend wagen und gelingen Körner 
Toni 2, 1; als Überfetzung von spekulieren im kauf- 
männischen Sinne (s. d.): in handelsgeschuften zu 
wagen Keller Seldw. 2, 313; — Part. gewagt in 
jetziger Spr., — kühn, gefährlich: in ciner noch ge- 
wagteren stellung Häusser d. Gesch. 4, 246; jeden 
gewagten stosz zu meiden 263; auc— das Maß des 
Schicklichen strelfend oder überschreitend: gewagie scherze: 
gewagte verhältnisse zu schönen frauen Freytag Bild. 
1, 519. 2) anderes wagen, mhd. wagen, bewegen, wackeln, 
nur in älterer Spr.: die blumen sterken die wagenden 
zen Tollat marg. med. 9b; durch wagendes sehutteln- 
des lachen Garg. 14. — In Zusammensctzungen zu 1: 
Wagelnust, f. Lust zu wagen Treitschke 5, 24. — wage- 
lustig, Wagelust habend Freytag Bild. 1, 112. — 
Wagestück, n. gewagtes Untlernehmen: solches wagstuck 
Garg. 343; von Wieland im Glosser zum Oberon 
als altes, noch landschaftliches Wort bezeichnet und zu 
neuem Umlauf empfohlen; der erfolg wird das wag- 
stück hbegunstigen Schiller Fiesko 1, 6.— Waghals, m. 
der den Hals, das Leben wagt (imperative Bildung, 
wage den hals), verwegener Mensch: den ersten wag- 
hals Fischart podagr. Trostb. C3; einen waghals 
nennt man den kanfmann. der anf éin schiff sein 
ganzes vermögen ladet Schiller 5,5. — waghalsig, 
verwegen: waghalsige fkahrt Freytag Handschr. 3, 283. 
Wagen, Richtung nehmen, in Schwere niederziehen, 
Schwere bestimmen; gemeingermanisches starkes Verbum, 
goth. gavigan, altnord. vega, altengl. altsächs. ahd. 
wegan, mhd. wegen, mit der ursprünglichen Bed. des 
Führens nach einer Richtung und Schwingens (vgl. 
dazu bewegen, verwegen und erwügen), die sich ver- 
dunkelt und verengt hat; in nächster Beziehung'zu wage, 
wagen, weg, wiege, viegen (s. d.), urverwandt mit 
sanskr. vah, lat. vehere, altslav. vesti sahren. Die 
Wagenschmiere — wägen.
	        

Downloads

Downloads

The text can be downloaded in various formats.

Full record

ALTO TEI Full text
TOC

This page

ALTO TEI Full text

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Formats and links

Formats and links

ausgabe:

The metadata is available in various formats. There are also links to external systems.

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Cite

Cite

The following citation links are available for the entire work or the page displayed:

Full record

This page

Citation recommendation

Please check the citation before using it.

Search results

Search results

Geschichte des Königreichs Sachsen mit besonderer Berücksichtigung der wichtigsten culturgeschichtlichen Erscheinungen.
2 / 42
Verfassungsurkunde des Königreichs Sachsen
Back to search results Back to search results

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fourth digit in the number series 987654321?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.