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Bismarck Die gesammelten Werke. Band 5. (5)

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Bibliographic data

fullscreen: Bismarck Die gesammelten Werke. Band 5. (5)

Periodical

Persistent identifier:
cbl
Title:
Zentralblatt für das Deutsche Reich.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1873
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German
Other titles:
Central-Blatt für das Deutsche Reich.

Periodical volume

Persistent identifier:
cbl_1916
Title:
Zentralblatt für das Deutsche Reich. Vierundvierzigster Jahrgang. 1916.
Volume count:
44
Publisher:
Carl Heymanns Verlag
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1916
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nr. 47.
Volume count:
47
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

Contents

Table of contents

  • Bismarck Die gesammelten Werke.
    Bismarck Die gesammelten Werke.
  • Bismarck Die gesammelten Werke. Band 5. (5)

Full text

Ein Verständigungsprogramm des Statthalters Gablem. 505 
Über den völlig negativen Ausgang der Mission ogl. Mr. 368 und NRr. 371 nebst Suhnote; 
ferner v. Spbel a. u. O., IV, 38 ff. 
Berlin, den 18. Wai 1866. 
Blarson Gablentz reist morgen nach Wien. Wenn man dort die durch ihn geführten Ber- 
handlungen aufrichtig meint, so glaube ich, daß sie Aussicht haben.“ 
*340. Telegramm an den Gouverneur von Schleswig General= 
leutnant Fresherrn von Manteuffel. 
[Cigenhändiges Konjept.) 
Am 18. Mai hatte General Freiherr von Wanteuffel dem Könige Nitteilung von einem 
Gespräch gemacht, das er tags zuvor in Rendsburg mit dem Statthalter Baron Sablenz geführt 
batte. Die Auherungen des Stakthalters, der offenbar von den Bestrebungen seines Bruders 
Anton Kenntnis batte (ogl. dazu Ar. Z s) liefen auf ein ähnliches Verständigungsprogramm 
binaus. Seine Ansicht war: „König und Kaiser einigten sich über das Verhältnis ebreuhens in 
Nord-, Österreichs in Süddeutschland und über die hiernach festzusetzende Bundesreform. Darauf 
riefen sie Jämtliche deutsche Sürsten musammen und sagten ihnen, das haben wir beschlossen und 
fordern Cuch auf, zuzustimmen. In den Staat, dessen Sürft es nicht wollte, rücke ein Korps ein — 
im Norden ein preußisches, im Süden ein österreichisches. Die Fürsten würden dann alle 
mstimmen. Darauf riefe man, wenns sein müßte, ein Darlament mfsammen, und bei einer 
Million Soldaten würde dieses auch zustimmen. Dann wäre Deutschland geordnet und ein 
dauerhaftes Verhältnis zwischen beiden Staaten begründet. Dem Auslande sagte man dann, 
so ist Deutschland jetzt geordnet, und da Preußen und Österreich eine Million Soldaten auf 
dem Geldetat bötten, so würde es sich hüten, einen Leho aufzunehmen, zu dem es Hich erft 
rüsten müßte.“ Manteuffel machte sich diese mehr amateurhaft als staatsmännisch anmutenden 
Gedankengänge seines österreichischen Kollegen in dem Schreiben an den König zu eigen: 
„Aun, Eure Königliche Majestät, ich fasse die Situation so auf, daß jetzt alles auf rasches 
Handeln ankommt, und daß nichts gefäöhrlicher ist, als durch lange Verbandlungen die Sache 
zu trainieren. Soll verhandelt werden und ist es gegeben, was ich nicht weiß, es nochmals 
in versuchen, dann ein Termin von zmweimal 24 Stunden, und ist der verlaufen, dann das Signal 
Sanfare.“ Demerkenswerter als der Manteuffelsche Eifer ist, daß auch Bismarck, jo von neuem 
feine Aeigung zu einem dualistischen Regiment in Deutschland in konservativem Sinne dokumen- 
tierend, den Plan Gablenf“ ernsthert aufmunehmen bereit war. Vgl. auch v. Spbel, Die 
Begründung des Deutschen Reiches durch Wilbelm I., IV, 381 ff. 
Berlin, den 19. Mai 1866. 
Der in öhrem Schreiben an den König vom 18. entwickelte politische Dlan hat hier 
lehr günstige Aussichten, auch schnelle; Sie können ihn dreist unter 4 Augen bejprechen, da 
ohnehin die definitive Berhandlung und Abschluß dort von Ihnen am leichtesten gemacht 
werden können, wozu eventuell Bollmacht gegeben werden wird, wenn Ernst und Aufrichtig 
keit gesichert. Bis dabin jsagen Sie nicht, daß diese Mittheilung von mir kommt, sondern 
von Sleinehr Moajestät direct. Gründe schriftlich. 
*3350. Erlaß an den Gesandten in Hannover Prinzen zu 
Gsenburg-Büdingen. 
[Konzept von der Hand des Vortragenden Aats Abeken.] 
Durch einen Erlaß vom 20. Moi (liebe dessen Cext in: Das Staatsarchiv, XlI, 30) wurde 
dem Gesandten Prinzen Asenburg eine eingebende Instruktion für die von Hannover grund- 
ätzlich akzeptierten Reutralitätsverhandlungen (ogl. Ar. 342) übersandt. Der Erlaß kam 
1 In einem weiteren Erlasse an Freiberrn von Werther vom 20. Mai betont Bismarck noch einmal den 
inoffiziellen Charakter der Gablenzschen Mission: „Ich selbst bin amtlich diesen vertraulichen und gewissermahen 
privaten Besprechungen ferne geblieben und bin daber auch nicht in der Lage, Ew. 272 Mitteilungen darüber 
z machen; ich bemerke nur, daß ich den Bestrebungen des Herrn von Gablem volle Gerechtigkeit widerfabren 
asse, und daß Seine Wajestät der König in dem durch ihn vermittelten Gedankenaustausch die Möglich-
	        

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