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deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

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Bibliographic data

fullscreen: deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Periodical

Persistent identifier:
cbl
Title:
Zentralblatt für das Deutsche Reich.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1873
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German
Other titles:
Central-Blatt für das Deutsche Reich.

Periodical volume

Persistent identifier:
cbl_1917
Title:
Zentralblatt für das Deutsche Reich. Fünfundvierzigster Jahrgang. 1917.
Volume count:
45
Publisher:
Carl Heymanns Verlag
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1917
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nr. 21.
Volume count:
21
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

Chapter

Title:
1. Zoll- und Steuerwesen.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Ausführungsbestimmungen zum Kohlensteuergesetze.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter

law

Title:
Kohlensteuer-Ausführungsbestimmungen.
Document type:
Periodical
Structure type:
law

Appendix

Title:
Anlage. Bekanntmachung vom 14. Juni 1917.
Document type:
Periodical
Structure type:
Appendix

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Full text

1141 Pflastergeld — Pflaume. 
wo das Wort auf die städtische Straße und Leben und 
Verkehr auf ihr hinweist: das pflaster treten, müßig 
auf den Gassen herum gehen; es ist in dieser stadt ein 
heiszes, ein hartes, ein theures pflaster, wenn an einem 
Orte die Lebensmittel theuer sind Adelung; ich hatte 
sieben meilen . gemacht, und war auf dem pflaster 
noch eine stunde herum trottirt Seume Spaz. 1, 66; 
bis das gespann urplbtzlich wieder seinen huf klirrend 
auf das pflaster setzt (auf eine städtische Straße kommt) 
Freiligrath 1, 186; die pferde sind gleich vom 
pflaster (kommen aus der Stadt schnell heraus) Moltke 
4, 159; laszt seinen zerrissenen rumpf unsre pflaster 
kehren! (schleift ihn auf der Straße) Schiller Fiesko 
5, 12; wir . sahen ihr gehirn auf das pflaster spritzen 
Kab. 2, 2. — Zusammensetzungen: Pflastergeld, n. Geld, 
als Abgabe zur Unterhaltung des städtischen Straßen- 
pflasters erhoben: überall wurde pflaster-, brücken- und 
geleitgeld erhoben Moltke 2, 236. — Pflasterkäfer, m. 
spanische Fliege (zu pflaster 1). — Pflasterramme, k. 
Gerät zum Einrammen des Straßenpflasters. — Pflaster- 
rücken, m. erhöhter Teil des Straßenpflasters in der 
Mitte, gegenüber den abschüssigen zu beiden Seiten. — 
Pstaftenhchere, f. Schere der Wundärzte zum Zerschneiden 
des Heilpflasters. — Pflasterschmierer, m. spöttische Be- 
zeichnung eines Wundarztes.— Pflastersetzer, m. Straßen- 
pflasterer. — Pflasterstein, m. Stein zum Straßenpflaster; 
in Leipzig eine Art Pfefferkuchen. — Pflastertreter, m. 
der das Pfaster tritt, ein müßig in den Straßen Herum- 
schlendernder: jr bursch- und markstanten, pflaster- 
tretter Garg. 23; schönhaarige pflastertreter von Paris 
Moltke 2, 224. 1 
Pflasterer, m. der Straßenpflaster legt, in älterer 
Spr. auch mit Umlaut: licostrator pflasterer Dief.; 
träscher, pflästerer Fischart Großm. 11; die pflasterer 
Voß 6, 266. — pflastern, nach dem Subst. pflaster in 
verschiedenem Sinne; 1) Heilpflaster auflegen, vgl. auch 
bepflastern; eine wunde, einem die backe pflastern:; 
muosz man es (das Glied) aber pflastern oder sust 
heilen Weist. 5, 54; das gesicht pflastern, es mit Schön- 
pflästerchen belegen Adelung; bäume, eine kugel 
bflastern. 2) (nach pflaster 2) mit Cement oder Mörtel 
bereiten; bildlich: die unzerstörbarn pyramiden, ge- 
Ppflastert mit des volkes blut Haller 11; als Estrich 
bereiten, herstellen: einen groszen saal der gepflastert 
und bereit ist Marc. 14, 15; eine senfte .. der selben 
seulen waren silbern, die decke gulden, der sitz purpurn, 
der boden mitten inne war lieblich gepflastert Hohel. 
3, 10; (ein Schloß) gepflastert wars mit eceistein 
Weiße kom. Op. 2, 133. 3) am gewöhnlichsten 
Straßenpflaster legen, in älterer Spr. auch mit Um- 
laut: licostrare Pflastern Dief.; 1416 dau (da) hüb 
man an ze pflestern ze Augspurg D. Städtechr. 4, 232; 
mocht man stain und sand genueg haben, so solt man 
überall pflastern 5, 146; mit weiszem und reinem mar- 
mor werden alle jre gassen gepflastert werden Tob. 
13, 21; straszen, gassen, einen hof pflastern; gepflasterter 
platz Frisch; bildlich: seine kriegsleute haben jren 
weg über mich gepflastert Hiob 19, 12; iähr habt. 
schöne mädchen hier in Ulm, wenigstens bei unserem 
einzuge glaubte ich deren viele zu bemerken.“ weisz 
gott, entgegnete der Ulmer, man könnte damit pflastern 
Hauff 4,25; sprichwörtlich: der weg zur hölle ist mit 
guten vorsätzen gepflastert. — Pflasterung, k. Hand- 
lung des Pflasterns; Pflaster selbst (nach pflastern 3): 
die pflasterung einer strasze ausbessern. 
Pflaum, m. s. flaum. — Pflaume, k. Name einer 
Steinobstart; ahd. pruma, phruma, altengl. mnd. plüme, 
mhd. pflame, Lehnwort aus dem Plur. pruna des gleich- 
bed. lat. prunum, mit Formenwandel, der in älterer Spr. 
vielfach schwankt: prunum plume, pflume, pflumme, 
Pflum, pflaume, pflaum, pfiom, prume, praume, prune, 
vlumen, flum Dief.; frucht, so grosz als bei uns die 
Pflaumenbaum — pflegen. 1142 
praumen Hulsius 7, 10; seit 16. Ih. in der einen schrift- 
gemäßen Form befestigt: die pflaum, prunem Maaler; 
frische, gebackene pflaumen; pflaumen. mit zarter bläue 
beduftet Voß Idyll. 18, 117; sprichwörtlich weich wie 
eine pflaume, auch auf das Gemüt übertragen; — vom 
Pflaumenbaum: die pflaumen bluhen schon; — Name 
pflaumenähnlicher Früchte: gestirnte pflaume, averroc 
carambola, syrische pflaume. cordia mm##a Nemnich; 
auch Name einer Walzenschnecke. — Zusammensetzungen: 
Pflaumenbamm, Pflaumbaum, m. Baum der Pflaumen 
trägt, mhd. pllmen-, pfümboum. — Pflaumenblüte, . 
Blüte des Pflaumenbaums; Zeit derselben: es war in der 
pfl. — Pflaumenkern, m. Kern einer Pflaume. — Pflau- 
menkuchen, m. Kuchen mit Pflaumen.— Pflaumenmus, n. 
Mus aus Pflaumen gekocht. — Pflaumenschlehe, f. 
Name einer Schlehenart, — Pflaumen= 
stein, m. Pflaumenkern. 
Pflege, k. Handlung des Pflegens, westgerm. Bildung, 
wie das entsprechende Verb., altengl. plege, frief. plega 
pliga, ahd. pflega, mhd. pflege. in alter Spr. auch nach 
der Bed. des täglichen Treibens, der Sitte und Ge- 
wohnheit, sowie nach der Bed. der gewohnten Leistung 
an Zins und Steuer (Sachsensp. 2, 58, 2) ausgebildet, 
später auf die Bed. der Fürsorge, Obhnt, Verwaltung, 
eingeschränkt: pflege, cura, sustentafto, suppeditatio 
eorum, quae ad eultum et vietum pertinené Stieler; 
in der mannigfachsten Schillerung der Bed., mit sub— 
jectivem und objectivem Gen., worüber der Zusammen- 
hang der Rede entscheidet: pflege der mutter, die eine 
Mutter angedeihen läßt, oder die eine Mutter von ihrem 
Kinde erfährt; pflege einer person, ein kind, einen kran- 
ken in pflege haben; der kranke bat gute pflege; pfiege 
und wartung von tieren, pflanzen, blumen; pflege der 
gesundheit, der haut, der haare, sorgfältige pflege seiner 
bände; solche kranke. verlangen gute pflege Schiller 
Karl. 2, 2; gleich in ihre (der Blumen) pflege theilet 
sich der Styx, des aethers macht Klage der Ceres; 
komm, und in stiller pflege werd eitler arbeit frei 
Rückert Liebesfr. 3, 56; das arme vaterland flohte 
dich (Minister) an um milde pflege Len au 116; pflege 
der interessen Preuszens Bismarck Red. 2, 94; in der 
Rechts= und Verwaltungsspr.: pfleg, tela, vormund- 
schaft Schottel; ein kammeramt ist der pflege des 
amtmanns befohlen, die curantinn der pflege ihres cura- 
tors Adelung; so auch pflege eines Hospitals, einer 
Kasse, verpachteten Sache ebd.; — von hier ab in ört- 
liche Bed. übergegangen, Bezirk der eines Pflege anver- 
traut ist: pflege, regionis constitutto, distrietus, prae- 
Jeckurc Stieler; er ist lang auf dieser pflege gewesen, 
diu Kuic praefecturae praefuit Frisch; das die beide 
Pflege Grawelbach und Hanrode inn der gemark zu 
Reichenbach ligen Weist. 1, 475; erweitert = Gegend 
überhaupt in Beziehung auf Ertrag und Nutzbarkeit: 
acker-, korn-, bienenpflege (Gegend in Ansehung ihres 
Acker= und Kornbaues und ihrer Bienenzucht), ein in 
der besten getreidepflege gelegenes gut Adelung. — 
pflegen, verantwortlich sorgen, betreiben, gewohnt sein; 
westgerm. Wort, altengl. in schwacher Form und etwas 
abweichender Bed. plegan, ebenso fries. plegia, pligia, 
hoch= und niederd. als starkes Verb altsächs. plegan, 
ahd. pflegan, mhd. pflegen; später auch ins Nord. als 
plaga gedrungen. Herkunft und Urbed. des Wortes sind 
dunkel, ob ein altes Lehnwort vorliegt, worauf der sonst 
undeutsche Anlaut hinzuweisen scheint, ist gleichfalls nicht 
zu sagen; nur ist der Begriffskern, wie er am deut- 
lichsten im Altsächs. hervortritt, sicherlich rechtlicher Natur 
und bezeichnet ein Einstehen, Bürgen für etwas, woraus 
sich im Altengl. die Bed. des Spielens mit Einsatz, dann 
die des Spielens überhaupt, im älteren Hochd. die des 
Unterwindens, Verantwortens, Sorgens mit ihren spä- 
teren Ausläufern ergeben hat. Von den Formen des 
Wortes sind im Ahd. Altsächs. nur starke, im Altengl. 
72“
	        

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