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Sächsische Volkskunde.

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Bibliographic data

Full text: Sächsische Volkskunde.

law_collection

Persistent identifier:
gs_preussen
Title:
Gesetz-Sammlung für die Königlichen Preußischen Staaten.
Place of publication:
Berlin
Document type:
law_collection
Collection:
preussen
Publication year:
1810
1906
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_collection_volume

Persistent identifier:
gs_preussen_1814
Title:
Gesetz-Sammlung für die Königlichen Preußischen Staaten. 1814.
Volume count:
5
Publisher:
Georg Decker
Document type:
law_collection_volume
Collection:
preussen
Publication year:
1814
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Title page

Document type:
law_collection
Structure type:
Title page

Contents

Table of contents

  • Sächsische Volkskunde.
  • Cover
  • Prepage
  • Title page
  • Imprint
  • Preface
  • Inhaltsverzeichnis.
  • I. Die Grundlagen des Volkslebens.
  • 1. Das sächsische Land.
  • 2. Sachsens Vorgeschichtliche Zeit.
  • 3. Die germanischen Bewohner Sachsens vor der Slawenzeit.
  • 4. Verlauf und Formen der Besiedelung des Landes.
  • 5. Die Anfänge des sächsischen Städtewesens.
  • II. Die Bevölkerung.
  • 6. Stand und Wachstum.
  • 7. Die Bevölkerungsgliederung.
  • 8. Verbrechen und Selbstmord.
  • Aus dem geistigen Leben des Volkes.
  • 9. Volksdichtung in Sachsen.
  • 10. Die obersächsische Hauptmundart.
  • 11. Sitten und Gebräuche im Kreislauf des Jahres.
  • 12. Aberglaube und Volksmythen.
  • 13. Sprache und Volksdichtung der Wenden.
  • 14. Volkssitte, Brauch und Aberglaube bei den Wenden.
  • IV. Das künstlerische Wollen des Volkes.
  • 15. Die Dorfkirche.
  • 16. Haus und Hof.
  • 17. Die bäuerliche Wohnung.
  • 18. Die bäuerliche Kleinkunst.
  • 19. Die wendische, vogtländische und altenburgische Volkstracht im 18. und 19. Jahrhundert.
  • 20. Die Zukunft der Volkstrachten.
  • Sachregister.
  • Advertising
  • Karte - Das Königreich Sachsen.

Full text

80 Ed. O. Schulze: Verlauf und Formen der Besiedelung des Landes. 
Wir haben es also in dieser ersten Periode nur mit einer ländlichen 
Bevölkerung zu thun. Die deutschen Elemente in dieser niederen acker- 
bauenden Schicht waren verschwindend gering. Der deutsche Bauer 
blieb noch lange den Marken fern, soweit er nicht etwa jenen „milites agrari#- 
sich zugesellte und auf geliehenem Herrengute ein neues ritterliches Geschlecht 
begründete. Abgesehen vielleicht von der Grenzbevölkerung, hatte er lange 
schon kriegerischem Sinn und Leben entsagt und sich der Waffen entwöhnt. 
Da konnte es ihn nicht locken, in diese kampfdurchtobten Gegenden zu ziehen, 
unter ein fremdes Volk, das noch lange dem Deutschtum wie dem Christen- 
glauben zähen Widerstand entgegensetzte. Bis in die ersten Jahrzehnte des 
11. Jahrhunderts konnte es zweifelhaft scheinen, ob Deutsche, ob Polen die 
Oberhand behalten würden; und dann setzten nach kurzer Ruhe die traurigen 
Kriege und Fehden unter Heinrich IV. und V. ein, die gerade die nord- 
östlichen Gegenden des Reiches mit verheerender Wucht trafen. 
Dazu kam, daß bis zum 12. Jahrhundert die Dinge im Reich nicht so 
sich gestaltet hatten, daß ein Abfluß überschüssiger Elemente in ferne Kolonial- 
länder sich nötig gemacht hätte. Noch bot die Heimat genügenden Raum 
auch für die jüngeren Söhne, und der Anbau und Ausbau im Reiche selbst, 
die Rodung der weiten Wälder, die ÜUbernahme der Ländereien der zer- 
fallenden Fronhöfe, absorbierten die Kräfte der bäuerlichen Bevölkerung. 
Auch unfreie deutsche Hörige (Liten) werden nur vereinzelt erwähnt. 
Sie hatten teils als Flüchtige Aufnahme gefunden, teils waren sie von den 
Herren aus der alten Heimat herüber gezogen. Besonders der Kirche und 
den Klöstern mußte der Gedanke ja nahe liegen, überflüssige Arbeitskräfte 
auf den Besitzungen im Reich zur Einrichtung und besseren Bewirtschaftung 
der neu erworbenen Güter im Slawenlande zu verwenden. Diese wenigen 
deutschen Bestandteile kamen aber kaum in Betracht gegenüber der Masse der 
unterworfenen Sorben. 
Die Sorben waren, wie schon erwähnt ist, durch die Eroberung durch- 
weg unfrei geworden. Diese Unfreiheit zeigt aber gewisse Abstufungen. Als 
eine bevorzugte Klasse erscheinen schon gegen Ausgang des 10. Jahrhunderts 
die Wethenici, wendische Krieger des Markgrafen, mit kleinen Lehen aus- 
gestattet und in ihrer Stellung den deutschen Dienstmannen genähert. Seit 
dem 12. Jahrhundert werden dann häufig Supane und Withasen als sor- 
bische Unfreie höheren Standes erwähnt. Die Supane waren Vorsteher 
wendischer Dorfkomplexe (Supanien), die mit Gerichten und Abgaben noch 
dem Landesherrn zustanden, nicht als privater Grundbesitz den unmittel- 
baren Zusammenhang mit der öffentlichen Gewalt verloren hatten.“) Sie 
*) Diese „Supanien“ finden sich noch in Zins= und Steuerregistern des 16. Jahr- 
hunderts. Nach einem Sieuerverzeichnis des Amtes Meißen aus dem 14. Jahrhundert 
standen damals 210 Dörfer unmittelbar unter dem Amt; 60 davon unter Withasen, die 
andern — zu Supanien vereinigt — unter Supanen.
	        

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