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Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

law_collection

Persistent identifier:
gs_preussen
Title:
Gesetz-Sammlung für die Königlichen Preußischen Staaten.
Place of publication:
Berlin
Document type:
law_collection
Collection:
preussen
Publication year:
1810
1906
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_collection_volume

Persistent identifier:
gs_preussen_1817
Title:
Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1817.
Volume count:
8
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Königliche Hofbuchdruckerei Decker
Document type:
law_collection_volume
Collection:
preussen
Publication year:
1817
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück No. 1.
Volume count:
1
Document type:
law_collection
Structure type:
law_gazette

law

Title:
(No. 385.) Auszug aus der Allerhöchsten Kabinetsorder vom 8ten August 1816. auf die Beschlüsse des Ostpreußischen General-Landtags wegen der abgelöseten Pfandbriefe.
Volume count:
385
Document type:
law_collection
Structure type:
law

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

Full text

471 schreiben. 
stoßen des Lautes, im älteren Nhd.: der schrey, er- 
elamatio, elamor, ein schrey lassen, (olfere elamorem, 
ein fröhlichen schrey thün, pebtlaxe Maaler, später 
verschollen, von Frisch ausdrücklich als nur alemannisch 
bezeugt, dann wieder ausgefrischt: ein lauter sebrei ent- 
fubr ihr Wieland Perv. 2, 285; that sie einen schrei 
Goethe Wanderj. 1, 2; zwei gellende eehreie wurden 
gehört Freytag Soll 2, 248; sehrei um, nach rache. 
Schreiben, Worte zu Papier bringen; Lehnwort aus 
dem lat. scribere im Westgermanischen, ahd. scriban, 
scripan, mhd. schriben, altsächf. seriban, altsries. skriva, 
altengl. serifan, später auch ins Altnordische als skrifs 
übergegangen; die in allen Dialecten seste und einheit- 
liche starke Form zeigt, daß wir es nicht mit einer von 
den christlichen Missionen und ihrer gelehrten Thätigkeit 
genommenen, sondern einer vor ihre Zeit fallenden, volks- 
mäßigen Entlehnung zu thun haben, die an das An- 
werben germanischer Söldner für römische Heere, das 
scribere milites, anknüpft und zusrühest als ein von den 
Nömern gehörter und germanisch umgebildeter technischer 
Ausdruck das Einräizen in die römische Stammrolle 
und die Verfügung über den Eingereihten besagt; Nach- 
länge dieser frühesten Bed. sind das altengl. scrifan in 
der Bed. bestimmen, über einen verfügen, auch Straf- 
verfügung (weltliche wie geistliche) haben, in den Sinn 
des sorgens, besorgens, bekümmerns (altsächsf. biskridan) 
verlaufend; später, nach Einrichtung christlicher Klöster 
und damit verbundener Schulen ist von Oberdeutschland 
aus der fremde schon eingebürgerte Ausdruck nach seiner 
eigentlichen Bed. auf die Schreibkunst übertragen worden 
und hat den einheimischen Ausdruck dafür, ahd. rizan 
(vgl. unter reiszen 1 2), altsächf. writan, allmählich ver- 
drängt, der sich nur im altengl. writan, engl. write hält. 
Bed. 1) in eigentlichem Sinne, von der Kunst und ihrer 
Ausführung, in mannifachster Anwendung: sebreiben 
können; schön, schlecht, schnell, langsam, richtig, 
falsch, auf pspier, pergament, schiefertafeln, steine 
(5. Mos. 27, 8), uber pfosten (6, 9), an pfosten (11, 20) 
schreiben; statt der Perfon das Werkzeug: dis feder 
schreibt schlecht, die kreide schreibt nicht; mit Acc.: 
buchstaben, worte, noten schreiben; sobreibe das datum 
unter den brief, die adresse auf dic rückseite; warumb 
musz mein tochter nit scbreiben lernen? auf das sie 
kein bulbrieflin sebreibe Garg. 38; — in besonderer 
Einengung des Sinnes; a) zum Gedächtnis, zur Be- 
nachrichtigung: ther jungoro ther thisin screib Tatian 
230, 5; schreihe dus Zum gedächtnis in ein buch 2. Mos. 
17, 14; etwas ist (1. Kön. 11, 41), stcht (2, 3) gesehrieben; 
einem einen brief, einc naehricht schreiben; etwas auf 
einen bogen, in ein buch sehreiben, dafür auch im Dat.: 
ein gebet .. auf einem zettel gesehrichen Goethe 
Rein. F. 11; alle wort dieses gesetzs, die in diesem 
buch geschrieben sind 5. Mof. 28, 58; mit Unterdrückung 
des Obi.: einem, an einen sehreiben, einen Brief; (der 
König) schreib Jonatha, das er die burg nicht belegern 
solt 1. Macc. 11, 22; uber ettlich zeit schreib er dem 
würt umb sein ketten Wickram Rollw. 100, 26; hatte 
nicht geschrieben ob er gesund geblieben Bürger 
Lenore. b) in geschäftlicher oder amtlicher Thätigkeit: 
urkunden, auszüge, rechnungen, akten, berichte, ver- 
ordnungen, befehle schreiben; ins befehlbuch schreiben 
Schiller Räub. 1, 2; gegenstände, personen in ein 
verzeichnis, eine rolle schreiben, vgl. aufschreiben 1; 
daz man schraib purger und gest, welche tuglich warn 
zu der weer D. Städtechr. 2, 249; einen zum soldaten 
schreiben; ich pflege auch dic beste soldaten zu schrciben 
Zinkgref2, 138; einem gesetze schreiben, als Gesetz- 
eber; gesetze schreiben der hekannten welt Schiller 
Jungfr. 3, 4; das recht, das mäszig steuern sehreibt 
Uhlanb 86; als Arzt reeepte schreiben; wer dem hund 
ein recept schreiben wurde Schiller Räub. 1,2; kaufmän- 
nisch einem ctwus auf rechnung, zur last (Freytag Soll 
472 
2, 100), zu gute schreiben; zu öffentlicher Beglaubigung: 
liesz in solenner schenkung scinem stift die insel 
zu eigen schreiben Scheffel Tromp. 59, u. s. w. o) in 
künstlerischer, gelehrter, schriftstellerischer Thätigleit: einen 
sufsatz, eine besprechung, ein huch, neucs werk, ge- 
dieht, eine novelle, einen roman schreiben; thie selbun 
gotes thegana thie uns scribent Kristes redina Otfrid 
5, 8, 13; das jemand ein buch schriebe von meiner sache 
Hiob 31, 35; ohne Obj.: er will uber Sebiller sehreiben; 
wider einen sehreiben; mit Bezug auf künstlerische Aus- 
bildung: er schreibt schwer, leicht, elegant, einen guten 
stil, u. f. w. d) refl., in mehrfachem Sinne; in älterer 
Spr. nach oben b verzeichnet sein, in einem Verzeichnisse 
stehen: si seriben sih an der etunt rchtendes volkes 
driu hundert tüsunt Kaiserchron. 8466; vom Einzelnen, 
mit Namen verzeichnet sein, daher — Namen führen: 
der sich Augustus unde kaiser sebribet Lohengrin 4523; 
jetzt nur noch mit Beziehung auf die schriftliche Form 
eines Namens: er schreibt sich Meyer, nicht Meier; 
er schreibt sich mit y, nicht mit i, u. ä.; — in er- 
weiterter Fügung, mit Angabe der Wirkung: der frucht- 
barste kopf schreibt sich leer Lesfing Dram. 87; 
(Schriftsteller) dis ihren vater arm geschrieben haben 
j. Gel. 1, 6; (ein Herr) der sich . vorgenommen bat, 
den kurfursten um gein vermögen zu schreiben Bis- 
marck Red. 4, 375. 2) in übertragenen Wendungen; 
nach 15: sich etwas binters ohr, hinter die ohren 
schreiben (vgl. unter ohr 18); ins herz sehreiben, ze 
herz fassen, in animo serfbere Maaler; ir name an 
minem herzen geschriben stät Minnef. 3, 95b; einem 
ist etwas an der stirne geschrieben, deutlich kennbar; 
an der stirne sehien ihr das gegentheil zu klar ge- 
schrieben von allem, was eie Sprach Goethe Tasso 4,3; 
so stand es in den sternen geschrieben, dasz wir 
doch in das haus gelangen sollten Werke 30, 118; nach 
15, von kanfmännischen Wendungen her: diesen muth- 
will könnte man auf rechnung seines alters schreiben 
Wieland verkl. Amor. 2, 118; herz und geist des lesers 
wird ibm dieses zu gute schreiben Goethe 6, 145; 
wir mussen ihm das auf seine dummbeit gut schreiben; 
jeder schuh, der sie druckt, wird naturlich den 
fursten zur last geschricben Bismarck an Gerlach 89; 
von Beurkundungen her, — bezeugten Ursprung, und 
überhaupt Ursprung haben: wo schreibt sich die nach- 
richt her? Adelung; er schützct alles, was sich nicht 
aus Frankreich herschreibt. fur gering Lessing 4, 346; 
nach sonstiger Schreiberthätigkeite 5000 nummern (Alten- 
nummern) mehr, dio mir allein auf den leib geschrichen 
werden, die ich allein zu erledigen habe Bismarck 
Red. 16, 206; nach 1e: die rolle ist dem schauspieler 
wie auf den leih geschrieben, seinen Fähigkeiten genan 
angepaßt, u. s. w. 3) Der Inf. als Subst.; von der 
Fähigkeit zu schreiben: wie stehts mit dem schreiben? 
des schreiben wird ihm noch schwer; von Geschriebenem, 
namentlich Briefen und amtlichen Erlassen: schreiben. 
an einen freund, von einer behörde; lunges, kurzes, 
scharfes, päbstliches, königliches, furstliches sehreiben 
Stieler; ich . besah mir erst das schreiben von 
auszen Moltke 6,147. — In Zusammensetzungen: 
Schreibart, s. Uebersetzung des fremden #tbhlur: die 
sshreibart oder strlus Schottel 1157. — Schreibe- 
buch, n. Buch zu Schreibübungen; Buch zu Aufzeich- 
nungen: naturschilderungen, die ich . in ein dickes 
schreibbuch eintrug Keller Nachl. 17. — schreibfaul, 
faul zu schreiben. — Schreibfeder, f. Feder zum Schreiben. 
— Schreibsehler, m. Fehler beim Schreiben. — Schreib- 
gchühr f. Gebühr für geschäftliche oder amtliche Schrei- 
crei. — Schetbuest, n. Heft zu Schreibübungen oder 
schriftlichen Aufzeichnungen.— Schreibkrampf, m. Krampf 
der in Folge zu vielen Schreibens in der Hand entsteht. 
Schreiblehrer, m. berufsmäßiger Lehrer des Schreibens. 
— Schreibpapier, n. Papier zum Schreiben, Gegensatz 
Schreibart — Schreibpapier.
	        

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