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Sächsische Volkskunde.

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Bibliographic data

fullscreen: Sächsische Volkskunde.

law_collection

Persistent identifier:
gs_preussen
Title:
Gesetz-Sammlung für die Königlichen Preußischen Staaten.
Place of publication:
Berlin
Document type:
law_collection
Collection:
preussen
Publication year:
1810
1906
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_collection_volume

Persistent identifier:
gs_preussen_1821
Title:
Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1821.
Volume count:
12
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Königliche Hofbuchdruckerei Decker
Document type:
law_collection_volume
Collection:
preussen
Publication year:
1821
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück No. 12.
Volume count:
12
Document type:
law_collection
Structure type:
law_gazette

Contents

Table of contents

  • Sächsische Volkskunde.
  • Cover
  • Prepage
  • Title page
  • Imprint
  • Preface
  • Inhaltsverzeichnis.
  • I. Die Grundlagen des Volkslebens.
  • 1. Das sächsische Land.
  • 2. Sachsens Vorgeschichtliche Zeit.
  • 3. Die germanischen Bewohner Sachsens vor der Slawenzeit.
  • 4. Verlauf und Formen der Besiedelung des Landes.
  • 5. Die Anfänge des sächsischen Städtewesens.
  • II. Die Bevölkerung.
  • 6. Stand und Wachstum.
  • 7. Die Bevölkerungsgliederung.
  • 8. Verbrechen und Selbstmord.
  • Aus dem geistigen Leben des Volkes.
  • 9. Volksdichtung in Sachsen.
  • 10. Die obersächsische Hauptmundart.
  • 11. Sitten und Gebräuche im Kreislauf des Jahres.
  • 12. Aberglaube und Volksmythen.
  • 13. Sprache und Volksdichtung der Wenden.
  • 14. Volkssitte, Brauch und Aberglaube bei den Wenden.
  • IV. Das künstlerische Wollen des Volkes.
  • 15. Die Dorfkirche.
  • 16. Haus und Hof.
  • 17. Die bäuerliche Wohnung.
  • 18. Die bäuerliche Kleinkunst.
  • 19. Die wendische, vogtländische und altenburgische Volkstracht im 18. und 19. Jahrhundert.
  • 20. Die Zukunft der Volkstrachten.
  • Sachregister.
  • Advertising
  • Karte - Das Königreich Sachsen.

Full text

556 Cornelius Gurlitt: Die Zukunft der Bolkstrachten. 
sich in dieser glücklich fühlen, mögen die draußen Stehenden, die Späteren 
oder die Fremden noch so sehr lachen! 
Die draußen Stehenden: Wir erleben stets, daß einige die Mode nicht 
mitmachen. Es können diese ihre gesonderte Stellung einnehmen, weil sie 
klüger, künstlerischer denken, oder vielleicht auch weil sie thörichter, unkünstle- 
rischer denken. Zweierlei Art sind sie: Zunächst die Alten. Als der Groß- 
vater die Großmutter nahm, sang Langbein, da hielt man nicht für schön 
in klassischer Nacktheit auf Straßen zu gehn. Das heißt: der Dichter sprach 
sich gegen die Mode von 1810 zu gunsten der Mode von 1770 aus. Er 
trug wahrscheinlich noch den Haarbeutel und den Galanteriedegen, seine Frau 
das gepuderte Haar und den Reifrock. Das heißt weiter: Langbein, später 
königlich preußischer Censor, war einer, der stehen blieb oder doch für gut 
hielt, daß stehen geblieben werde. Nach seinem Wunsch hätten wir noch 
heute das Kleid seiner Großeltern, wären wir also zu einer „Volkstracht"“ 
gekommen, wie die oben beschriebene. Wäre das wohl eine Vorteil gewesen? 
Es hieße doch, daß für anderthalb Jahrhunderte der Geschmacksthätigkeit die 
Kleidung hätte entzogen werden müssen. Es wäre beim Stillstand in der 
Kleidung allein nicht geblieben: die Hausausstattung hätte ebenfalls still 
stehen müssen. Welche Summe künstlerischer Arbeit, geistiger Anregung wäre 
dem Volke entzogen worden. Und mit ihr welche Summe edler Freude, 
wirklichen Genusses! Wie öde wäre die Welt, wenn wir uns verpflichtet 
glaubten, daß uns das Beste sei, das Alte zu wiederholen, wenn wir als 
Treue gegen uns und unser Volkstum das Festhalten am einmal Gefundenen 
ansehen wollten und nicht das Festhalten am Willen zum Finden, am Eifer 
zum Suchen, am Streben zum Neuen! 
Freilich die Raschheit des Wandels erschreckt uns. Die Geschmacks- 
entwicklung geht heute einen anderen Schritt als früher. Das hat seinen 
Grund im geringeren Umfang der geistigen Mirwirkung des Trägers an der 
Gestaltung seines Gewandes. Ein Industriestaat, wie Sachsen einer wurde, 
wird stets eine in dieser Beziehung rasch fortschreitende Bevölkerung haben. 
Es ist kein Zufall, daß Sachsen arm an Volkstracht ist und Altbayern reich. 
Eine Volkskunst entsteht dort, wo das Volk in seiner Masse die häus- 
liche Kunst erzeugt. Ich spreche zunächst von den einfachsten Erzeugnissen: 
Sie hat im Gewebe, in der Stickerei und Flechterei, im Hausbau und der 
Schnitzerei, in der Waffenschmiederei dort ihren Boden, wo der Handel un- 
entwickelt ist, die Erzeugung der Waren ganz oder doch zumeist Sache der 
Haushaltung oder doch der Gemeinde, eines örtlich eng begrenzten Gebietes 
ist. Die schönen Stickereien in Kreuzstich und die Freude am Erfinden neuer, 
stilistisch aber aus den alten sich entwickelnder Muster, entstehen dort, wo 
man noch spinnt, zwirnt und webt, wo die eigentliche gewerbliche Handfertigkeit 
zu erlangen das Ziel des geistig Regsamen ist. Er muß ja vielerlei Fertig-
	        

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