Staatsbibliothek des ewigen Bundes Logo
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Bismarck Die gesammelten Werke. Band 5. (5)

Access restriction

There is no access restriction for this record.

Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Bismarck Die gesammelten Werke. Band 5. (5)

Periodical

Persistent identifier:
gs_reuss_j_linie
Title:
Gesetzsammlung für die Fürstlich Reußischen Lande Jüngerer Linie.
Place of publication:
Gera
Document type:
Periodical
Collection:
reussjl
Publication year:
1821
1871
DDC Group:
340
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
gs_reuss_j_linie_neunter_band
Title:
Gesetzsammlung für die Fürstlich Reußischen Lande Jüngerer Linie. Neunter Band. 1852-1853.
Volume count:
9
Publisher:
Hofbuchdruckerei
Document type:
Periodical volume
Collection:
reussjl
Publication year:
1853
DDC Group:
340
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück No. 121.
Volume count:
121
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

law

Title:
1) Verordnung über den Erwerb und den Verlust der Staatsangehörigkeit.
Volume count:
1
Document type:
Periodical
Structure type:
law

Contents

Table of contents

  • Bismarck Die gesammelten Werke.
  • Bismarck Die gesammelten Werke. Band 5. (5)

Full text

188 Österreich wendet sich von dem Bündnis mit Preuhen ab. 
revolutionären Elemente, welche sich zu Anfang der Schleswig-Holsteinschen Angelegen- 
beit bemächtigten, aus ihr fernzubalten und sie auf dem einfachen Boden des Nechts durch- 
zführen; und diese Durchführung ist mittels eines ernsten Kriegs erfolgt, ohne daß der 
europäische Sriede im großen und ganzen gestört wurde, und ohne daß die im Anfang 
wenig günstig gestimmten Wächte sich einmmischen oder Widerspruch zu erbeben sich be- 
wogen gefunden hätten. 
Wir hatten geglaubt, daß diese Erfahrung beiden Mächten zugute kommen müßte, 
daß sie namentlich auch in Wien, wo man in den Kampf gegen die demokratischen und 
pleudoliberalen Tendenzen im eigenen Lande jetzt ebenso verwickelt ist wie wir und die 
Gefahr einer VNachgiebigkeit gegen dieselben nicht mehr verkennen kann, in ihrer ganjen 
Bedeutung würde gewürdigt werden. 
In diefer Erwartung sind wir — ich spreche es mit Bedauern aus — getäuscht 
worden. 
Das Kaiserliche Kabinett wendet sich von einem Bündnis, das durch eine gemeinsame 
blutige und ruhmvolle Aktion festgekittet schien, ab, um uns Vorteile zu mißgönnen, die 
wir nur durch eine freie Verständigung mit ihm zu erreichen strebten; es reicht denjenigen 
Staaten die Hand, welche ihren Einfluß und ihre Bedeutung in Deutschland auf die ZSwie- 
tracht zwischen den beiden Mächten begründen, und welche zum Teil den Einflüssen schon 
unterlegen lind, welche auch in Osterreich die Oberhand mu gewinnen und die Politik des 
Kaiserlichen Kabinetts zu bestimmen sich bemühen. Es ist dies eine Erfahrung, die wir 
lebhaft bedauern, weil sie uns Sweifel an der Möglichkeit der dauernden innigen Be- 
siehungen zwischen den beiden Mächten einflößen muß, die wir in vertrauensvoller Suver- 
sicht angestrebt hatten. Unsere gegenwärtigen Beziehungen zu ÖOsterreich waren von den 
günftigsten Umständen getragen. Eine innige perfönliche Sreundschaft, eine bobe gegen- 
leitige Achtung, ein volles Vertrauen auf die aufrichtige Gesinnung des andern verband 
die beiden Monarchen, ihre Minister der auswärtigen Angelegenheiten waren von den 
gleichen Gesinnungen beseelt, die beiderseitigen Gesandten genießen des vollsten Bertrauens 
der Höfe, an denen sie fungieren, und beeifern sich, das beste Berhältnis zu fördern und zu 
erbalten. Wenn nun dennoch ein von so günstigen Umständen getragenes, durch gemein- 
lame Erfolge besiegeltes Bündnis sich nicht als nachhaltig erweist, so muß unser Vertrauen 
auf die Möglichkeit eines solchen Bündnisses überhaupt tief erschüttert werden. Wir 
können dies — ich wiederhole es — beklagen; aber wir dürfen uns der Tatsache nicht 
verschließen, und wir sind genötigt, in dem weiteren Gange unserer Politik darauf NRück- 
sicht m nehmen. 
Ich wünsche, daß Ew. pp. sich darüber offen gegen den Herrn Grafen von Mensdorff 
aussprechen mögen, wie ich es bereits gegen den Grafen Karolyi getan babe. Seine eigenen 
Wahrnehmungen werden ihn nicht verkennen lassen, welche Einbuße an gegenseitigem 
Wohlwollen und Vertrauen die beiden deutschen Mächte seit dem Abschlusse des Wiener 
Friedens bereits erlitten haben; sein Gerechtigkeitsgefühl wird ihn nöthigen zuzugeben, daß 
Preußen bisber an der ursprünglichen gemeinsamen Balis festhielt, daß Oestreich lie ein- 
seitig aufgegeben hat. Ich brauche um Beweise dem Inhalte unfrer Verbandlungen vom 
Januar v. J. nur die Thatsache entgegenzuhalten, daß Oestreich jetzt factisch mit der 
Bundes-Majorität, mit dem Erbprinzen von Augustenburg, mit den schleswig--holstein- 
schen Vereinen ulnd] mit der Opposition unfres Landtags zu dem Swecke verbündet ist, die 
Augustenburgische Candidatur gegen Preußen durchzusetzen. Im Sinne dieser Ueber-
	        

Downloads

Downloads

The text can be downloaded in various formats.

Full record

ALTO TEI Full text
TOC

This page

ALTO TEI Full text

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Formats and links

Formats and links

ausgabe:

The metadata is available in various formats. There are also links to external systems.

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Cite

Cite

The following citation links are available for the entire work or the page displayed:

Full record

This page

Citation recommendation

Please check the citation before using it.

Search results

Search results

Zentralblatt für das Deutsche Reich. Dreiunddreißigster Jahrgang. 1905.
1 / 168
Central-Blatt für das Deutsche Reich. Siebzehnter Jahrgang. 1889.
Back to search results Back to search results

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.