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Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

Periodical

Persistent identifier:
gvbl_baden
Title:
Gesetzes- und Verordnungs-Blatt für das Großherzogtum Baden.
Place of publication:
Karlsruhe
Document type:
Periodical
Collection:
baden
Publication year:
1869
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
gvbl_baden_1913
Title:
Gesetzes- und Verordnungs-Blatt für das Großherzogtum Baden. Jahrgang 1913.
Volume count:
45
Publisher:
Malsch und Vogel
Document type:
Periodical volume
Collection:
baden
Publication year:
1913
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Nr. XLVIII.
Volume count:
XLVIII
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

law

Title:
Gesetz. Die Vereinigung der Gemeinde Littenweiler mit der Stadtgemeinde Freiburg betreffend.
Document type:
Periodical
Structure type:
law

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

Full text

695 
gewundener Schnecken, imirices euudigeri, epindeln 
Nemnich; anatomisch die Schnecke im Ohr (. d.), auch 
die kleine Elbogenröhre, vgl. spille; botanisch eine Art 
Fruchtboden der Grasähren, raenis; in älterer Spr. 
Glas ohne Fuß für den Reifetrunk Stieler, —scherzend 
von einem dürren Bein Wieland Wintermährch. 2,575, 
* spindelbein, -beinig. spindel heißt auch der Berg- 
a 
Spindelbaum — Spinnewebe. 
orn, acer psewdoplakanus. — Zusammensetzungen: 
Spindelbaum, m. Baum als Spindel in einem Göpel; 
Name mehrerer Baumarten, besonders des Pfassenholzes, 
evons eropens, einer Buchenart und des Berg- 
ahorns. — Spindelbein, n. scherzhaft Bein, lang und 
dürr, wie eine Spindel. Dazu spindelbeinig: klapper- 
durr und spindelbeinig (der Tod) APichler neue Marl- 
steine 235. — spiudeldürr, Bezeichnung eines sehr hohen 
Grades von Dürre: ein spindeldurrer mensch; die 
spindeldurren, schwindelnd hohen minarets Moltke 
4, 103. — Spindelholz, u. Bergahorn. — Spindel- 
kraut, n. Name der gelben Distel, abrackye — Spindel- 
pslaume= s. frühe Art der gelben Pflaume; pgl. 
spille 2. 
Spinne, k. Bezeichnung eines Faden ziehenden und 
webenden Infects, ahd. spinna, mhd. spinne, als 
Spinnende gedacht: canca, sulangiune spinne, spinn, 
spine, spynu, spyn, spenne Dief.; die spinne wirkt 
mit jren henden Spr. Sal. 30, 28; wie keiner spinne 
schmutziges gewebe an diesen marmorwänden haften 
soll Goethe Tasso 2, 3; als gistig angesehen: so un- 
reine noch sdo are wart nie kein spinne, 80 giftio 
Minnes. 3, 86"; sprichwörllich: die spinne sangt gift, 
die biene bonig aus allen blumen Simrock 528; 
Gegenstand des Abschens: pfui spinne! in gewöhnlicher 
Rede verstärkles pfui; dasz mir . kein KReschöpf so 
zuwider ist, als eine spinnec und cin altes weib Schiller 
Näub. 2, 3; es war mir doch gleich, wie ich sie das 
eiste mal sah, als häütte ich auf eine spinne getreten 
Benedix Störenfr. 2, 1; aber auch geschont: die spinnen, 
welche umzubringen, vicle alte aberglünbische weiber 
sich cin bedenken machen oec. Lex. 2330; lleine Arten 
heißen glucksspinnen, weil sie dem an dem sie kriechen, 
Glück bringen sollen. spinne, spinnenkopf, auch Name 
einer Schneckenart, mu — Zusammen- 
setzungen: spinnenartig, nach Art der Spinnen: spinnen- 
arlig ansgesehwollen Grillparzer 11, 255; scine 
finger lang und spinnenartig Hauff 2, 119. — spinncu= 
seind, feind wie Spinnen untereinander (so feind uls 
die spinnen Keisersberg bei Frilch: sie waren dem 
bapst spinnen feindt S Franck Germ. Chron. 1362; 
mein lieb ist solcher wollust spinnen-feind Königsb. 
Dichlerkr. 169; neuer spinneleind: sind sich 30 
spinnefeind, als die Gibellin und Guelphen Lichlwer 
Fab. 3, 16; leine Bande) welche . uns spinnefeind 
ist Freytag Ahnen 5, 321. — Spinnengewehe, n Ge- 
webe einer Spinne Adelung; ein groszes spinnen- 
gewebe Goethe Du W. 8; spinngewebe Möser Pbant. 
2, 139; vgl. spinnewebe. — Spinnenkraut, n. Name 
verschiedener Pflanzen, befonders des Zaunkrautes, 
antlericum. — Spinnenkrebs, m. eine Krebsart, eancer 
aranens. — Spinnewebe, n. Gewebe der Spinnen, mhd. 
spinne-, spinnenwehpe: haben mein (der Spinne) spin- 
web olt 2erprochen H Sachs Fab. 1, 240; zr spinne- 
web taug nicht zu kleidern Jes. 59, 6; ein von spinne- 
web getrübtes rundfenster CFMeyer Nov. I1, 2 1; 
dunn, zart wie spinnewebe; bei Maaler das spinn- 
wnp; dasür als Fem.: seine hoffnung ist eine spinnew#ch 
Hiob 8, 11; inn einer spinnwepp bihangen Garg. 71; 
thun Sie doch, uls wenn Ihr körper eine spinnewele 
würc, die so leicht erschnttert werden könnte Gellert 
Loos 1,7; bildlich: diese spinnweben von sstemen 
Schiller Räub. 5, 1; von dem Gespinst des Seiden- 
wurms: viel seyden spinneweb, rauh und auch gefurbt 
Hulsius s, 16. 
696 
Sbinnen, Gewebesasern zu Fäden sormen; gemein- 
germ. Wort, altnord. spinna, goth. altengl. altsächf. 
ahd. spinnan, mhd. spinnen, in Urverwandtschaft nur 
zu dem eine ältere Bedentungsstufe bewasaenden litt. 
pinti flechten, altslav. penti strecken, dehnen, welch 
letzteren Sinn das deutsche zu spinnen im Ablaut 
stehende Verbum spannen erhalten hat; starler ab- 
lautender Conj., mit dem Prät. mhd. ich, er span. du 
spunne, Plur. spnonen, und noch bei Schottel ieh 
spann, du spunncst, er spann, wir spunnen; später ich 
sbann, du sponnest, wir sponnen und spunnen Stieler; 
die du meinen lebensfaden sponnst GZumsonst) Göckingk 
3, 131; dazu als Form „deß gemeinen Lebens' ich sponn 
Adelung; doch steht ich spann, wir spannen sonst 
seit 18. Ih. fest; Conj. älter ich spunne (Schottelj, 
ieh spönne sneben spUnne Stieler), später und jetzt 
spinne: eh spännen wir am roecken . . uns die finger 
wund und weh Wieland Klel. 5, 328. Parl. der Ver- 
gangenheit mhd. r#cspunnen, auch im 16. Ih. teilweise 
noch so (Fischart Bienk. 160 ), später gesponnen. Im 
eigentlichen Sinne, absolut: man suln striten unda 
srouwen suln spinnen Br Berthold 1, 325; sio (die 
Lilien) erbeiten nicht, auch spinnen sio nieht Matth. 
6, 29; zu hausc beschäftigen sie sich mit nüben, stricken, 
spinnen und sticken Schiller 3, 514; mit näherer 
Angabe am rocken (Uhland 105), am racke, jetzt auch 
a#f der maschine spinnen; eine junge frau, die seit 
viclen jahren auf zwei rüdern zugleich gesponnen hatte 
Möser Phant. 2, 231; im hause, zu hause spinnen, 
im Gegensatz zu der Fabrik, daher hauegesponnenes 
garn, selbst bereitetes; das fränlein sitzt am herd und 
spinnt zu ihrem hochzeitsebleier Geibel 1, 6t; das 
schöne stück tuch . woran die nruhme Margrethe den 
vorigen winter gesponnen hat Isfland Hagest. 4, 1; 
mit Acc. des Stoffes: wolle, flachs spinnen, der seiler 
sbinnt hanf; seide spinnen, auch bildlich (s. dorl); kann 
der arme Schlesier den flachs . nieht so woblfeil 
spinnen als der Englünder oder viclmehr seine ma- 
schinen die baumwolle Moltke 1, d1; des Verfertigten: 
garn spinnen;: zwölf faden . . aus meinem rocken 
sbinnen Hagedorn Fab. 2, 46, 2; oft spinnt er fad- 
chen um goldnen rudeben Stolberg 1, 121; AMira 
steht ullein und sinnend, ihrem vater eine saite 
sbinnend Lenau 299; auch von ähnlicher Arbeit: gold, 
silber, tabak, glas spinnen; nadler spinnen den knopl- 
draht auf eine spinde! Adelung; gesponnene knopfe 
bei Knopfmachern, mit Garn bav#eindeene ebd.; hen 
spinnen, es in Bündel binden ebd.; von der Thätigleit 
der Insekten: die spinne spinnt füden zu ihrem netze; 
eine kleine raupe Ing, in ihr leichentuch gesponnen, 
todt Gleim 3, 123; verbiete du dem seidenwurm 2n 
spinnen, wenn er sieh schon dem tode nüher spinnt 
Goethe Tasso 5, 2; wurm, der diese seide spann 
Freiligrath 1, 65; — in mancherlei Bildern; von 
einer gleichmäßigen stäten Arbeit: den rast spinnen, 
scin tagen oder tagwereh und facht vollbringen, pen- 
sum absolrere Maaler:; älter auch — darlegen, aus- 
einandersetzen: iedoch hän ich nin klain anzchebt za 
spinnen von der lich an ainer andern etat Megen- 
berg 27°, 32; später von Gedankenarbeit, oft mit 
schmähendem Beisinne: fragen nach jren tollen glosen, 
aus jrem kopf gesponnen, gar niehis Luther 8, 76b; 
er spinnet im gewiss'’n betrug und arge list Opit 
1, 227; wie kann sio gegen dich verderben spinnen? 
Schiller Phädr. 1, 1; wührend er selbst mit dem hofo 
von Frankreich gefahrliche räünke spann CFMeyer 
d. Heil. 123; ohne solchen: scine gedanken weiter 
spinnen; plünc spinnen; dafür mit unterdrücktem Obj.: 
ich habe den weg über schon gesponnen Goethe 
Clav. 2; du spannst an der gedankenspule Leuthold 
Ged. a; auch: unterhultung, gesprüch weiter sbinnen; 
vom Schickfal: götterhand, die meines hausecs schieksal 
spinnen.
	        

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